Ausgabe 
16.8.1902
 
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- RNatwuLdruck und Verlag der Brükl'schm Univnsitats-Buck>° und SteindruScr-i (Pietsch Erben) in Gießen.

Redaktion: Curt Plato.

Ms die Bomben in die Stadt flogen, entstand hier eine 'noch größere Panik als bei der ersten BeschreHmrg am vergangenen Sonntag. Wiele Häuser tourb en berfä)toji en; alles flüchtete, teils um im Zeughause am Brand Schütz ru suchen, teils zum Wallthor hinaus, um sich m den um­liegenden Dörfern in Sicherheit zu bringen. Sie Kano­nade war nicht auf die Stadt gerichtet, sondern galt nur dem Feinde an derSchoor."

Der rechte deutsche Flügel ging über Launsbach und Wismar vor, während die Bewegung auf dem linken wegen der Sümpfe und Gräben int Lahn- und Hardtselde erschwert wurde Tie Deutschen warfen den linken feindlich,en Flügel über den Wettenberg nach Krofdorf zurück, wurden aber gegen Wend wieder zurückgedrängt. Feldmarschalllteutenant v. Kray lieh jedoch sofort die Höhen wieder stürmen, um den

Abstrichrätsel.

(Nachdruck verboten.)

d;« Kies Wien Sage, Birke, Geld.

Von jedem bet vorstehenden Wörter ist die vordere oder hmtere Hälftender Buchstaben zu streichen. Die stehenbleibenden Ha ften müsse« im Zusammenhang das Ziel zahlreicher Ferienreism bezetchnen.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Gleichklangs in vor. Nr.r

Granaten.

L7'd!e hohen FtoLerungen wn den Bewohnern zurückge- toiesen wurden, gebrauchten die Franzosen die Gewehre und schleuderten Feuerbrände gegen die Häuser und gefüllten Scheunen,davon man bald die Flammen von dem Wall in Kiesten aussteigen sah." 94 Gebäude, dte mit 13 162 fl. 35 Kr in der Assekuranz eingeschätzt waren, wurden em Raub der Flammen Gm bald darauf durch Leihgestern ziehender nicbi den Namen Franzosen zu fuhren. Zum Besten oer Abaebrannten von Leihgestern und Lisberg erschten 1-. ttn Schrittchen von R. C. v. Senckenberg über dte Frage:

Ob und inwiefern die von einzelnen Gemeinden oder Per­sonen gelittenen Kriegsfchäden vom ganzen Lande zu er sezen sind? Insonderheit meinen lieben Mitbürgern in drückte die infolge der Mieasschäden vnn bcn einzelnen Gemeinden aufgenommene Kapitalschuld btaÄS Ä und &.M mustt-uu°ch tcitegcn Mir Tilgung der Kriegskosten, die ihren Balern aus d unseligen französischen Raubzuge erwachsen waren.

S Zt , schwer gelitten konnten

wieder frei aufatmen; doch nur für kurze Zeit ^m April - i 1797 erschien General Ney wieder und besetzte die Stadt : En wurde beim Zurückdrängen der Oesterreicher auf der soaenannten Pohlheimer" Wiese zwischen Gruningen und Kwiubera gefangen kam jedoch wieder frei und hielt Gießen 'M--! »M*

prff wurde die Stadt von den fremden Gasten befreit.

giitfit minder wie die Stadt Gießen sollten.die um­liegenden Aemter und Ortschaften die furchtbare Geisel des Krieaes erfahren. Beim Vorrücken der, Franzosen itn Juli erlitt Langgöns, ungerechnet die beständigen Kontributionen, einen Schaden iron 25 000 fl. Bei der Retirade der Fran-, roien int September wurde der Ort ganz ausgeplundirt, das Vieh weggeführt. Pohlgöns, dem es nicht besser erging, teSX» Sch-dL aus 12000 ft. H->.°"M.d»>,u°^ schützt-u ihr-u .Verlust durch Pluud-ruag auf ^<«0 fl. Kommende Schisfenberg erlitt ent eit Schaden von 10 000 , l., ungerechnet, was der dortige Amtmann an linier eignen Barsch'aft verlor. Das Amt Nidda wurde gleichfalls schwer beimaesucht. Der Ort Lisberg bei Ortenberg sollte das härteste Schicksal erfahren. Da die Bewohner des Orns die unverschämten Forderungen von 15 Marodeurs nicht erfüllten rückten am folgenden Tage 500 Franzosen ent, iftÄU. &**»« stai*s:0.

i ntrpTT würben netötet, 28 V'erwunbvt. Unter l» j mordeten befand sich der ehrwürdige Pfarrer PH. ^awb Koch der versprach, alles herzugeben, wenn man nur dm Ort schone Lisbergs Schaden berechnete sich auf 4c-341 fl.

| An gleiches Schicksal hatte Leigestern bei Gießen zu be- I klagen. Bei der Flucht der Franzosen vor den Deutschen 1 kamen 14 WfW 3«<jer nt ben Ortunb

postengefecht die Franzosen zum Rückzug vor das Neuweier I wurd?mtt groflerZähigkeitgeklmpft Tas

Lhvn An demselben Nachmittag sprengten E kaiserliche üont ie^er auä fefete bem gernbe

smsaren rum Neuweger Thor herein durch die Stadt und I uq ) Vi aewaltig zu und brachte die französischen nÄmen K Kompagnie Franzosen gefangem Ohne die ^t^tye^Än8e^^toeigen. Cust gegen 11 Uhr- Ankunft von unterstützenden Infanteriekolonnen ubzu | steuer auf beiden Seiten ein. Die Franzosen

wart?« versuchten die österreichischen Reiter einen raschen sch -ge © ettitig behauptet. Am 17. boten .sie den

Angriff aus das Neustädter Thor der miUang, da sich hatten iy ^e eine Schlacht an, die diese nicht an- dort eine französische Jnfauterieabteilung festgesetzt hatte weil ein neuer Angriff auf bte günstige feindliche

I» fesÄ

eittent Siege des Erzherzogs Karl bei Limburg und Weil- bürg di- GM»d v-u M-dm. Di- Muifchm W*

Mcki °°t?L der «ufmursch b--'f m«Sf!f«-u Bu- taillone von dem Seltersberg und dem Heßler her un- SuaSt di7-VE°°d°?S-°-dt"uud d-m «-ii°rs. | durg °>° «-Sn7'di- tau«

^och die einquartierten Franzosen mit der größten Freund- f trfit-oif fipfianbelt hdtte1. EA tviwbc brciiil) er ciderlei 9^ Sta, d>° Ur,ach- sei. MM di- ab, .

^r.muofen eine Freude bei den Burgern über die Ankunft der Kaiserlichen bemerkt,haben wollen/'Andere glaubten General Ney habe sich rachen wollen, weil ge- rüchtwette die in Gießen abgeschnittene Kompagnie zu- | Lmien gehauen worden wäre. Eine, Granate, die m die Stadt flog, zündete in einem Hause in der Neustadt, ^n allen Straßen erscholl der Ruf: Feuer, Feuer. Sturni- alocke wurde gezogen. Tazwighen mischte sich das Schreien §er ggeiüer und Kinder, das Wiehern der Pferde, die Kom­mandorufe der Anführer. Während- Einzelne in den Kellern ißrer Läufer Schutz suchten, eilten Andere, zum Wallthore hiiiaus° Mehrere Stunden hatte die Beschießung gedauert, als der österreichische Kommandant von Borger einem Ober­lieutenant mit einem Trompeter vor das Neustadter Thor rum General Ney entsandte, um denselben um Schutz für ff Stabt s« bitten. 'M) »-»--Uh. di- B-«°stuu- «n- zustellen, sobald die Gefangenen zuruckgeliefett wurden, was man ihm auch zusicherte. Es wurde em Wafsenstillstand ^geschlossen, der vom 11. bis zum 12. morgens 8 Uhr bauern sollte. Am Abend des 11. ruckten wettere öster­reichische Infanteriekolonnen ein und besetzten die Lahn- brücke. Inzwischen hatten die Franzosen Aufstellung beim Hardflberge genommen; ihr rechter Flügel behüte sich an Heuchelheim an, während sich der /rnke nach Launsbach SÄtÄÖÄÄi ÄÄ Sto Äw*i K Ä ÄT i

tiefie Bewegung. Die Deutsch-en sowohl tote dte Franzosen | oh ne, j. en himt ht>n Rewobnern zurnckge-

gewannen Zeit, ihre Truppen enger heranzuzieHen. , An Streitkräften waren die beiden Gegner gleich.; jeder zahlte ettoa$ta zum 15. waren deutscherseits die nötigen Vorberei­tungen getroffen, nm die Franzosen von den Lahnhohen zu vertreiben. Im Heßler und an der Wetzlarer Straße waren Batterien errichtet, die den rechten Flügel der Franzosen bei Heuchelheim und an der Hardt bestreichen sollten. Die Deutschen erhielten den Befehl, in der Nacht vom 15. zum 16. auf beiden Flanken vorzugehen und bei Tagesanbruch den Feind anzugreifen. Dichter Nebel verhinderte jede Be­wegung. Nur die Vorposten hatten sich schon um 6 Uhr in ein Gefecht verwickelt. Einige Stunden darauf eröffnete der Feind sein Feuer aus seinen Batterien am Hardtberg.

Tie Franzosen hatten eine günstige Position und verfugten