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kann ich nichts weiter tbutt." Dem Kaufmann leuchtete dies eilt,. und es geschah, wie der Advokat es geraten hatte. Kaum war der Herzog gerichtlich aufgefordert, binnen Monatsfrist seine Schulden zu bezahlen, als er postwendend seinen Check an die Gerichte einsandte, und ganz bestürzt bei dem Blumenhändler vorgefahren kam, diesen um Entschuldigung bittend. Der Herzog blieb trotz­dem bis an sein Lebensende sein treuester Kunde. Er vergaß von da ab wenigstens dem Blumenhändler gegen­über nicht, seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen-

Solcher Blumenliebhaber und -Freunde, wie der Herzog von Westminster, giebt es aber in England nicht wenige, und es könnte noch besonders Lord Coventry genannt werden, der namentlich auch wegen seiner Land­schaftsgärtnerei erwähnt zu werden verdient, die es allein der Mühe wert erscheinen läßt, seinem prachtvollen Land­sitze in Dunstall Castle in Worchestershire einen Besuch ab­zustatten. _____________

Die Küche im Februar.

(Nachdruck verboten.)

Tie abnormen Witterungsverhältnisse des Januars lassen hoffen, daß uns der Februar nicht mit allzustrenger Kälte Heimsuchen wird, und wir bald ans der freien Natur Frühlingsanzeichen erhalten. Brachte doch sonst in kälteren Jahren uns der Rhein schon im Februar frischen Waldmeister in duftender Ware, dessen erste Spitzen die Sonne aus dem Trümmerschotter steiler Ab­hänge des rheinischen Schiefergebirges hervorgelockt hatte- Hoffen wir, uns auch in diesem Februar an einer Wald­meisterbowle letzen zu können-

Für die Tiner- und Gesellschaftssaison hat der Früh­ling in den Delikateßgeschäften bereits seinen Einzug ge­halten, wie uns täglich die Auslagen beweisen. Die zarten Frühlingsgemüse sind durch frische Spargel, französischen Rosenkohl, prächtige grüne Bohnen, Schoten, Karotten, Artischocken und Cardi vertreten- Von Salaten sind Kopf­salat, Escarolle, Erfurter Brunnenkresse und englische Gur­ken zu erwähnen, ebenso sind bereits die ersten algerischen und französischen neuen Kartoffeln eingetroffen- Für die einfache Küche bringt der Markt italienischen Blumenkohl, frische Petersilie, Schnittlauch, Spinat und Schwarz­wurzeln, die jetzt mehr als in früheren Jahren in den Verkehr kommen. Bei der geringen Auswahl frischen Ge­müses bekommen die Präserven und Konserven jetzt höheren Mert, sodaß auch in der jetzigen Zeit der Hausfrau die Wahl an Gemüsen nicht zu kürz bemessen ist-

Aepfel und Birnen sind nur wenig in guter Auswahl vor­handen, weshalb tiroler und italienische Aepfel auch bei höheren Preisen gern gekauft werden, sonst beherrschen den Markt die Früchte des Südens-

Ter Fastenzeit entsprechend, sind die Fische gut im Fleisch und die Auswahl hierin zahlreich- Zu bett besseren Fluß- und Teichfischen zählen jetzt Aal, Hecht, Karpfen, Forelle, Schleien, Wels, Neunaugen und Barbe, deren Rogen jedoch ungenießbar ist- Tie Leber des Hechtes ge­hört zu den feinsten Leckerbissen. Seefische sind wieder in allen Sorten vorhanden. Suppenkrebse und Hummern sind immer noch teuer und wohl nur für größere Festtafeln in Erwägung zu ziehen, was auch vom Kaviar gilt.

Daß die kirchlichen Fasten im Februar beginnen, ist kein Zufall, sondern darauf zurückzuführen, daß das Fleisch vieler Tiere in diesem Monat weniger schmackhaft ist und durch die Fastenperiode auf die Vermehruug der Tierwelt Rücksicht genommen ist.

Ter unersättlichen Jagdlust wird durch die Schonzeit vieler Tiere Halt geboten, und für den Wildliebhaber bleibt nur Hirsch, Wildschwein, Dammwild, preiswertes Renntier­fleisch, und das teurere Rehfleisch, das fast immer über seinen Wert bezahlt wird- Vom Federwild ist Fasan, russische Schnee- und Haselhühner, sowie Birkhühner zu erwähnen, denen sich gegen Ende des Monats die vor­nehmste Delikatesse, die Schnepfe, zugesellt. Gründliches Abhängen ist die Vorbedingung für jeden Wildbraten, selbst­verständlich darf sich aber kein Haut-gout dabei entwickeln. Tie Verehrung dafür ist ein überwundener Standpunkt. Hier möchten wir noch daraus aufmerksam machen, daß ein Zusatz von Fleischextrakt die Wildbratensaucen gehalt­reicher und schmackhafter macht, wofür uns in Wuk ein

mehr als vollwertiger, aber kaum halb so teurer Extrakt- Zusatz geboten ist. Seine Billigkeit, sein würziger, kräftiger und fast gar nicht gesalzener Geschmack wird ihn bald selbst in der einfachsten bürgerlichen Küche unentbehrlich machen. Im Bereich der feinen Küche sieht es nicht grade nach Fastenzeit aus, und Hamburger Mastgeflügel, junge Gänse und fette Enten, Perlhühner, Brüsseler und fran- zösifche Masthühner werden viel begehrt. Auf dem Ge- flügelmarkte hat die Gans ihren bevorzugten Platz an die Pute abgebeu müssen, welche jetzt den Hauptbraten liefert. Hühner sind immer vorhanden.

Für die nächsten Wochen wendet sich das Interesse der Küche mehr dem Schlachtfleisch zu. Jetzt erscheinen auch die ersten jungen Ziegen, allerdings noch spärlich und. teuer, die leider bei uns noch nicht als besseres Gericht gelten. Im Süden wird der Ziegenbraten als Feiertags­essen hochgehalten, und auch in Indien bietet er eine Festjchüssel. Durch pikanten und kräftigen Zusatz kann der Ziegenbraten sehr schmackhaft gemacht werden, und schmeckt dann fast wie Lammbraten. Ein sechs Wochen altes geniästetes Tierchen wird vorbereitet; Rücken, Hinterkeulchen und Vorderkeulchen werden gehäutet, ge­spickt und gesalzen, und unter fleißigem Begießen und Zuschütten von saurer Sahne ein und eine halbe Stunde in reichlicher Butter gebraten. Tie Sauce wird mit Mehl verdickt, und mit einem Theelöffel in heißem Wasser ge­löstem Wuk-Extraki gekräftigt, nochmals verkocht und jdurch- geseit zum Braten gegeben. Kopfsalat wird dazu gereicht. Tas übrige Fleisch kann zu Frikassee verwendet werden.

Katechismus der Ornamentik.

Bon F. Kanitz. Sechste, vermehrte und verbesserte Auf- laoe. In Origiualleinenband 2 Mark 50 Pfennig. Verlag von I. F. W e b e r in L e i p z i g.

Der rasche Absatz auch der fünften Auflage dieses Leit­fadens über die Geschichte, Entwickelung und charakteristi­schen Formen der Verzierungsstile aller Zeiten hat aufs nette bewiesen, daß das Buch in immer größere Kreise dringt, demnach einem wirklichen Bedürfnis entspricht. Auch diese im letzten Abschnitt wesentlich verbesserte, und durch neue Illustrationen vermehrte Ausgabe wird zum allgemeinen Verständnis der Entwickelung des Ornaments beitragen, und die praktischen Ziele fördern helfen, welch- die Bildungsanstalten für Kunst und Kunstgewerbe ver- folaen. Der Anhang giebt eine Erklärung aller int Ka­techismus vorkommenden kunsttechuischen Ausdrücke und ein sehr dankenswertes, zn tiefergehenden Studien an­regendes Verzeichnis von Spezialwerk^en über die Ornament» stile aller Zeiten. Der Verfasser des Katechismus, der rühmlichst bekannte Ethttograph und Erforscher der Balkan­länder, hat im vorliegenden Büchlein die Kunst des byzaii- tinischen Kulturkreises und der Welt des Islam ausgiebiger bedacht, als dies sonst in bett landläufigen Handbüchern zu geschehen Pflegt.

Gemeinnütziges.

Farbige Kleidungsstücke, wie Kattune, Batiste und dergleichen, ebenso baumwollene und seidene Strümpfe von empfindlicher Farbe, dürfen nur tu mäßig lauem Wasser mit ganz milder Seife gewaschen, und tn weichem Wasser mit halb Essig gespült werden- Hat die Farbe dadurch doch gelitten, so spült man nochmals tu ungemischtem Essig nach, da derselbe die Eigenschaft be­sitzt, die Farben aufzufrischen.

Prakt. Wegweiser", Wurzburg.

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Zahlendiamant.

(Nachdruck verboten.)

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2 6 Vogelgattung

3 13 Empfindung

4 5 6 7 Deutsche Stadt

5 13 Heilmittel

6 6 auf Segelschiffen.

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(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Charade in vor. Nr.r Meerschaum.

Redaktion: E, Burkhardt. Rotationsdruck und Verlag der Drübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.