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höchst tntaeffatiteg Kunstwert, ein ivahres Wunderwerk der Miniaturmalerei, und es verdient als solches eingehend studiert z>u werden. Man hat auch, um es zu sehen, nicht nötig, die kostspielige Reise nach Paris zu machen; der Bürgerkönig Louis Philipp hat Friedrich Wilhelm IV. eine getreue Kopie des Tisches, welche 1844 von Fremy angefertigt wurde und alle Reize des Originals aufweist, zum Geschenk gemacht, und diese Kopie befindet sich im Königlichen Kunstgewerbe-Museum in Berlin. Wer das Museum besucht, versäume es nicht, das Bild aufmerksam zu betrachten.
Gemeinnütziges»
Guter Kitt für Glasund Porzellan. 3 Blätter weiße Gelatine werden in kleine Stückchen zerschnitten, dann legt man dieselbe in eine kleine, leere Fleischextrakt- Büchse, gießt 1 Eßlöffel reinen 90 proz. Weingeist und eben so viel vom besten Weinessig daraus, und stellt das Gefäß fest verdeckt in heißes Wasser oder an einen warmen Ofen. Dabei muß man Sorge tragen, daß kein Helles Feuer in die Mischung kommt, damit sich, der Weingeist nicht entzündet. Wenn die Gelatine ganz aufgelöst ist, und man eine schwerflüssige, leimartige Masse gewonnen hat, erwärmt man die Bruchslächen, welche man aneinander kitten will, bestreicht sie mit dem heißen Kitt, und fügt sie, ehe sie wieder erkalten, genau passend fest aneinander. Die Keinen Tröpfchen, welche dabei aus dem zusammengefügten Riß hervorquellen, entfernt man am besten sogleich mit einem weichen Tuch, welches man in heißes Wasser getaucht, und wieder ausgedrückt hat, da der ausgetretene Kitt später sich nur schwer abwaschen läßt. Wenn eß der Gegenstand erlaubt, so ist es gut, denselben mit weichem Band so zu umschnüren, daß die gekitteten Stellen noch einige Stunden zusammengehalten werden.
Verdünnen der Tinte. Zum Nachgießen in Tintenfässer wird oft kaltes Wasser benutzt. Das ist ganz falsch und verdirbt die Tinte. Man löse den im Tintenglas befindlichen dicken Rest mit Essig oder mit kochendem Wasser aus. Dann wird man eine immer schönfarbige Links erzielen.
(Praktischer Wegweiser, Würzburg.)
Jeld und Karten.
Hochwichtige Arbeit für alle Obstzüchter Und Ob st freunde. Es ist bekannt, daß unsere Obstsorten alljährliche in ganz erheblicher Weise durch den Schorfpilz zu leiden haben und infolge dieses Pilzes ein großer Teil unserer Ernte verloren geht. Bekannt ist auch, daß man den Schorfpilz durch Spritzen mit Kupferkalkbrühe int Frühjahr und Sommer Niederkämpfen muß, und damit bei richtiger Anwendung große Erfolge erzielt. Immerhin find diese Erfolge vorübergehend, häufig abhängig von der Entwickelung, welche die Krankheit genommen hat, und O besonders von der Widerstandsfähigkeit der einzelnen en gegen den Pilz. Unsere praktische Kenntnis ist in dieser Richtung noch sehr gering, aber sie ist von der höchsten Wichtigkeit bei der Fortführung des Kampfes. Diese praktische Kenntnis schnell zu fördern, scheint ein Mittel ganz besonders geeignet: das Umveredeln schorfkranker Bäume mit den wenigen Sorten, die bislang nicht vom Schorf gelitten haben. Bleiben diese auf den schorfkranken Bäumen gesund, so wissen wir, wie wir neue und wenig bekannte Sorten auf ihre Widerstandsfähigkeit zu prüfen haben. Wir wissen auch, welchen Weg wir gehen müssen, um schnell für eine Gegend brauchbare Sorten zu finden. Der „Erfurter Führer im Gartenbau" hat schon in Nr. 42 auf diesen Gegenstand aufmerksam gemacht. Er richtet jetzt an alle Obstzüchter die Bitte, bei der bevorstehenden Umveredelung kranker Obstbäume Versuche bez. der Widerstandsfähigkeit der Sorten anzustellen und ihm darüber Mitteilung zu machen, damit die Ergebnisse geordnet veröffentlicht werden können. Wer in der Umveredelung alter Bäume unkundig ist, kann jederzeit die Nr. 61, in der das Umveredeln alter Bäume behandelt ist, umsonst und postfrei aus Erfurt erhalten, auch Nr. 42, die die Widerstandsfähigkeit einzelner Obstsorten beschreibt.
Lttterarifches.
Das Licht und die Farben. Sechs Vorträge gehalten im Volks, hochschulverein München. Von Prof. Dr. L. Graetz. Mit 118 Abbild. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25. („Aus Natur und Geisteswelt." Sammlung wissenschaftlichgemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 17. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig.
Die Vorträge gehen von den im Druck durch die Abbildungen ersetzten wichtigsten optischen Erscheinungen auS, aus denen sie die Gesetze des Lichtes herauszuziehen und dadurch, schrittweise vom Einfachen zum Verwickelteren fortschreitend, immer tiefer in das Wesen des Lichtes einzudringen suchen. Ausgehend zunächst von den einfachsten Erscheinungen der scheinbar geradlinigen Ausbreitung, Zurück- werfung und Brechung des Lichtes werden viele, insbesondere für den Künstler wichtige Folgerungen aus denselben hervorgehoben. Danach wird das Wesen der Farben behandelt. Es wird die Zerlegung des Lichtes und die Mischung der Farben, die Aufzehrung des Lichtes und die Ausstrahlung farbiger Flammen mit ihren weitreichenden Folgen besprochen. Die Frage nach der Natur der Seifenblasenfarben leitet zur Einführung in die Weltnatur des Lichtes, die experimentell möglichst klargestellt und in der vierten Vorlesung durch Besprechung der möglichen Einwände und durch Behandlung der Beugungserscheinungen gestützt und gesichert wird. Nach der Erörterung der Frage, was aus dem verzehrten Licht wird, und der Ausdehnung des Spektrums nach beiden Seiten wendet sich die Darstellung dann der Photographie zu, wobei sie insbesondere die Photographie in natürlichen Farben und die Darstellung gewöhnlicher Photographien in natürlichen Farben ausführlich auseinandersetzt. Die letzte Vorlesung endlich macht die Einsichten in die Natur des Lichtes präziser, indem sie das Licht als eine spezielle elektrische Erscheinung anschließt an das große Gebiet der Elektrizität.
Der Verfasser, eine Autorität auf seinem Gebiet, setzt keinerlei spezielle Kenntniffe voraus, weshalb sich eine Anschaffung auch für jeden Laien empfiehlt.
Kapselrätsel.
Nachdruck verboten.
Baumast — Palmenart — Schneiderei — Goldammer — Mohrenwäsche — Blindenschule — Gewinsel — Schweinestall — Schrecken.
In jedem der vorstehenden Wörter ist ein anderes Hauptwort versteckt. Sind die richtigen Wörter gefunden, so bezeichnen die Anfangsbuchstaben im Zusammenhang ein Musikinstrument.
Auflösung folgt in nächster Nummer.
Auflösung des Quadraträtsels in voriger Nummer: BALL ARIE LINA LE AR
Auflösung des Preisrätsels in Nr. 27: A EMS LIEBE AMERIKA BRIEF AKT A
Es gingen insgesamt 198 richtige Lösungen ein, das Los fiel auf Nr. 101. Einsender: Fräulein M. Bott, Gießen, Seltcrsweg 81.
Der Preis — H. Seidels Erzählende Schriften, Bd. 7, geb. — ist von dem Gewinner gegen Vorzeigung der Abonnementsquittung in der Geschäftsstelle der „Familienblätter" in Empfang zu nehmen.
Für Bmensrmnde!
Anfang und Mitte April werden die „Familienblätter" ein Preisrätsel bringen. Die Einsender der zunächst aus der Urne gezogenen vier richtigen Lösungen erhalten als Preis je ein gebundenes Exemplar des von der Kritik als eine Erscheinung allerersten Ranges gekennzeichneten Buches
Siegen oder Sterben.
Die Helden des Bnrenkrieges. Bilder und Skizzen nach eigenen Erlebnissen von Fred. Rompel, Parlamentsberichterstatter und Kriegskorrespondent der „Volksstimme" in Pretoria.
Die Namen der Gewinner werden seinerzeit in den „Familienblättern" veröffentlicht, und sind die Preise gegen Vorzeigung der Abonnementsquittung in unserer Geschäftsstelle Schulstraße 7 in Empfang zu nehmen.
Rtbrftign: L, Burkhardt. — »ruck und »erlag der BrühFfcheu UuiderßtMS^Such- nud Striudruckerci (Pietsch «r*en> in Gieß«,


