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Modenbericht über Frühjahrskleider.

Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen

, Schnittmanufaktur Dresden-N.

Reichhaltiges Modenalbum und Schnittmusterbuch ä 50 Pfg. daselbst erhältlich.

Figur 1.

Figur 2.

mit möglichster unterer Weite zu vereinigen. Die einfachste und sicherste Methode hierfür ist ja ohne Zweifel der Serpentinbesatz, und zwar derjenige, welcher in Kniehöhe angesetzt wird; denn der kurze ergibt die moderne Linie nur unvollkommen. Dabei ist es Hauptbedingung, daß der Ansatz desselben sich so wenig wie möglich kenntlich macht, was bei schweren Stoffen durch eine einfache Naht, deren Ränder oben und unten je durch eine Stepplinie festgehalten werden, am besten erreicht wird. Gutes Bügeln ist dabei unerläßlich. Durch dichtes Absteppen des Besatzes, welches sich auch noch bis einige Centimeter über den Rock hinauf zieht, wirü der Ansatz gleichfalls so verwischt, daß man ihn kaum sehen kann, sodaß der Rock wie aus einem Stück geschnitten erscheint. Auch ganz schmale Bisensäume, nicht mehr als 1 bis 17a cm von einander entfernt, werden oft von oben bis unten in den Besatz genäht und außerdem im Rock noch einige Male handbreit wiederholt, um den Ansatz noch besser zu verwischen. Zugleich geben sie dein Rockrand einen ganz bestimmten Halt, welcher sonst durch nichts wieder erreicht werden kann. Eine andere sehr beliebte Schnittform für Röcke ist die der ausgeschweiften Nähte bei ziemlich zahlreichen Teilen. Die Nähte ermöglichen gleich von vornherein die oben

nur mit Hilfe der Schleppe erzielen, wes­halb die Mode, so wie sie jetzt ist, eben nur für den Salon geschaffen zu sein scheint. Da wiederum ist der oben glatt in den Bund gefaßte, nach unten lang und faltig aus­fallende Rockschnitt hinten mit gegenseitiger Falte entschieden der graziöseste; denn er begleitet jede Bewegung des Körpers mit einem ansprechenden Faltenwurf. Auf der Straße aber ist davon nichts zu sehen; denn jeder Rock, auch wenn er nicht mit Schleppe geschnitten ist, muß gerafft werden, und das, was immer von den Gegnern der Schleppe in's Treffen geführt wird, das Nachschleifen des Rockes im Straßenschmutz, sieht man in Wirklichkeit so gut wie gar nicht, und bei Röcken mit richtiger Schleppe noch seltener, als bei runden Röcken. Die Sauberkeit über alles liebenden Amerikanerinnen und Engländerinnen haben uns deshalb auch den kurzen, 68 cm vom Boden abstehen­den Straßenrock überbracht, welcher aber trotz seiner großen Vorzüge nur langsam Eingang findet. Weitaus am beliebtesten ist und bleibt eben, trotz Modelinie einerfeits und trotz praktischer Formen andererseits, der runde, genau bis auf den Fußboden auftreffende Rock, an welchem dann die

Frau Mode hat Grundsätze", diese viel umstrittene Thatsache beweisen die neuen Frühjahrstoiletten am deutlichsten; denn ihr Grundsatz oben schlank und unten weit", den sie schon vor einigen Jahren aufgestellt hat, bildet auch in dieser Saison wieder die Grundform aller neuen Moden. Besonders deutlich tritt es an den diesjährigen Röcken in Er­scheinung; denn aller Scharfsinn und alles Raffinement wird darauf ver­wendet, die oben schlanke, anliegende Form

enge, unten weite Tulpenform des Rockes, und vor allem den vollständig faltenlosen Anschluß an die Hüften, welchen manche Damen als das Ideal eines modernen Rockes betrachten. Dies ist jedoch eine ganz falsche Auf- saffung des Modegruudsatzes, von welcher die ersten Modedamen längst abgekommen sind; denn das, was die Mode mit all ihren Neuschöpfungen immer und immer wieder betont, ist die oben schlanke und unten weit ausfallende Linie, und diese läßt sich nur durch einen entsprechenden Falten­wurf und in vollendetster Form leider auch

übrigen Modeformen nach Belieben angebracht werden. Zu diesen gehört vor allem noch die Miederrockform mit ihren verschiedenen Wechseln, von vorn spitzem oder ausgeschweiftem, hohem oder niederem oder sonstwie geschweiftem Miederteil.

Auch die doppelt oder dreifach übereinanderfallenden Serpentinbesätze kommen jetzt sehr in Aufnahme, sowie die eigenartig geschnittenen Koller- bundröcke, bei denen der Oberteil von Hinter- und Seitenbahn im Zu­

moderner Ausführung.

Figur 3.

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sammenhang mit der Borderbahn bleibt. Auch das Legen des Oberstoffes in kleine Fältchen ist für leichte Stoffe noch sehr beliebt und dürfte im Sommer noch sehr viel Anklang finden.

Bei dem großen Interesse, welches man allgemein den Röcken entgegen­bringt, tritt die Taille fast in den Hintergrund, und man begnügt sich damit, die bekannten Formen immer wieder zu wechseln und neu aus­zustatten. Blousentaille, glatte Taille, vor allem aber Bolerojäckchen sind denn auch die drei Grundformen, auf welchen sich alle Modeneuheiten auf­bauen, und zeigen beifolgende drei Abbildungen je eine dieser Formen in

Figur 1 ist eine Blousentaille, welche sich besonders zn einem Kleide aus schwerem Stoff, wie Tuch, Homespun oder dergleichen, eignet; denn der im Zusammenhänge mit dem Revers geschnittene Kragen erinnert lebhaft an eine Herrensalon und somit an den tailor-made-@enre; ebenso spielt die mit kleinen Knöpfen geschloffene Sammtwcste sehr ins Herrenmäßige über. Der Rock ist einfach glatt und nur durch aufgesteppte Tuchblenden garniert.

Die zweite Figur veranschaulicht ein modernes Bolerojäckchen mit phantastischer moderner Revers- und Kragengarnitur. Helles Tuch ist als Besatz von Revers und Kragen verwendet, und umgrenzt als Paffe- poil die übrigen Besatzstreifen an Jäckchen und Rock. Diesere letztere zeigt eine eigen­artige Besatzform, welche erst vom Vorder­blatt an beginnt und in großen Bogen um Seiten- und Hinterbahn läuft.

Figur 3 schließlich vergegenwärtigt die glatt anliegende Taille und ist mit den be­liebten englischen Nähten geschnitten. Sie schließt seitlich und hat bogige Revers und Kragen, mit denen der untere Taillenrand übereinstimmt. Der Rock hat die vorher besprochenen, geschweiften Nähte, welche durch doppelte Steppreihen noch besonders hervor-

gehoben werden.

Die fertigen Schnitte zu diesen, sowie allen sonstigen dernen Kostümen sind von der Internationalen Schnitt­manufaktur, DreSdell-H., zu beziehen.

Preisausschreiben.

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Magisches Zahlenquadrat.

Nachdruck verboten.

In die 25 Felder dieses Quadrates sind 25 aufeinanderfolgende Zahlen derart cinzutragen, daß jede wagerechte, jede senk­rechte und jede der beiden Querrcihen die Summe von 100 ergibt.

Auflösung folgt in nächster Nummer.

Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer:

Kartenverteilung:

V. alO, K, D, 8, 7; dlO, K, 9, 8, 7.

M. a, b, cB, aA, 9; bA, K; cA; dA, D.

H. dB; blO, v, 9, 8, 7; clO, 9, 8, 7.

Skat: cK, D.

Spiel:

1. V. dK, dA, dB ( 17.) 2. H. c9, d7, oA.

3. M. aA, c8, a7. 4. M. a9, clO, alO ( 20).

H muß olO wimmeln, da M oK oder D nicht haben kann, sonst würde er geschnitten haben.

5. V. dlO, dD, blO ( 23). Die anderen Stiche nimmt der Spieler, aber die Gegner haben schon 60. Zieht V a an, geht daS Spiel:

1. V. aK, aA, dB ( 17). 2. H. c9, d7, cA.

3. M. a9, olO, alO ( 20). 4. V. aD, dD, bD ( 9).

5. V. d9, dA, c7. Jetzt muß der Spieler selbst mit b kommen und gibt noch ab: bK, blO, dlO ( 24), wodurch die Gegner 70 erhalten.

Redaktion: t. Burkhardt. KrnS ani «erlag der Vrühk'fche» UnwersttÄs-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Cticti) m «cj*.