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geben wollen, daß. es ihm nicht überall gelungen, ist keine Schande". Seine Beschlagenheit und unverkennbare Fähigkeit verheißen zunehmende Reife seiner Werke."
Leider erfüllt sich diese Verhefung in obgedachtem Roman „Der Zwingherr" keineswegs. Vermag man ein Buch nur kapitelweise zu lesen, so bedeuten das entweder einen Vorzug oder Mangel desselben. Im ersteren Falle ist der Inhalt derart, daß man gerade genug zu thun hat, um ein Kapitel gehörig zu verarbeiten, im letzteren verlangt man einstweilen nicht nach mehr. Das Buch handelt vom Hypnotismus, möglich, daß es darum so wenig erweck- lich wirkt. Ein schlechtweg tierischer Magnetismus ist es, den der Zwingherr Dr. Wolfram, Sohn einer verschimähten Jugendliebe der Baronin Haller, zum Verderben der Familie, deren Hausgenosse er als Hauslehrer des Knaben Karl ist, spielen läßt. Ms halber Zigeuner weiß er die mit ihrem Vetter, dem Marineoffizier Freiherrn von Roth- mühl verlobte Tochter des Hauses, Liesel, magisch derart zu beeinflussen, daß sie sich von jenem ab- und ihm zuwendet. Man erfährt, wohin es mit einem Hause kommen kann, dem ein Mannweib vorsteht, und dessen berufenes Haupt mehr seinen Neigungen als seinen Pflichten lebt. Daß der Zwingherr schließlich doch bezwungen wird, und von der Hand des Onkel Theodor, eines Sonderlings, der für unzurechnungsfähig gilt, aber als einziger von der Familie Haller den Tr. Wolfram durchschaut, fällt, ist wenigstens ein Lichtblick. Daß aber das Liesel nach Lösung des Wolfram'schen Bannes sich gar einem dritten, dem Musiker Sengstbratel verlobt, bekundet wenig Seelenadel.
Wir müssen es hinsichtlich dieses Romans mit Fritz Reuters Urteil halten:
„Wer't mag, der mag't, und wer't nicht mag, der mag't ja wohl nicht mögen!" Bdt.
Handarbeiten.
Das schönste Gartenhaus der Welt befindet sich im Staate Delaware und gehört dem reichen Deutsch- Amerikaner Mr. O'Heward. Was dasselbe aber besonders interessant und fiir seinen Besitzer wertvoll macht, sind die prächtigen Handarbeiten, welche zur Ausschmückung der Veranden dienen. Dieselben, wahre Schaustücke weiblicher Fingerfertigkeit, wurden von den Töchtern des Mr. O'Heward mit 'eigener Hand angefertigt, und zwar im Lause von vierzehn Jahren. Die Muster sind zum größten Teil der im Verlage von W. Vobach & Co., Berlin ched Leipzig, erscheinenden,' und im dreißigsten Jahrgänge" stehenden „Arbeitsstube" entnommen. Das neueste Heft dieser bewährten Zeitschrift für leichte und geschmackvolle Handarbeiten bringt ein äußerst reichhaltiges Material präch-- tiger Arbeiten für Leinen-Applikation, Filet-Häkelei, Klöppeln, irische Spitzen, Kreuzstich. - Stickerei, Tiilldurchzug und Kerbschniit nebst den dazu gehörigen Mustern. Tie Arbeitsstube ist zum Preise von Mk. 1.— vierteljährlich 6et jeder Buchhandlung oder Postanstalt (Postzeitungsliste Nr. 680) zu bestellen.
Technologie der Schlosserei
von Julius Hoch. Dritter Teil: Kunstschilosserei und Verschönerungsarbeiten des Eisens. Mit 201 Abbildungen. In Originalleinenband 4 Mk. 50 Psg. Verlag von I. I.
Weber in Leipzig.
Daß die Herausgabe dieses neuen Werkes, das alle Teile der Schlosserei behandelt, einem Bedürfnis entgegengekommen ist, und daß der Verfasser, Ingenieur und Oberlehrer an der Baugewerkschnle in Lübeck, mit diesem Versuch das richtige getroffen hat, ist aus dem Beifall hervorgegangen, mit dem die ersten beiden Teile _ ausgenommen wvrden sind, die Beschläge, Schloßkonstruktionen und Geldschrankbau sowie Bauschlosserei behandeln. Der vorliegende dritte Teil bespricht die Werkzeuge und die Einrichtung einer Kunstschlosserei, die hier verwendeten Rohstoffe, die Bearbeitung des Eisens, die Eigentümliche keiten der verschiedenen Stile; hierauf werden die Hauptgebiete der Kunstschlosserei behandelt: Gitterwerk und Geländer, Wandarme und Aushängeschilder, Flaggen- und
Glockenhalter, Wasserspeier, Wetterfahnen, Firstbekleidungen, ' Anker, Streben, Beschläge und Schlösser, Thüren und Thore und Fenstergitter. Es reihen sich Hausgeräte, Werkzuge, Waffen, Grabkreuze, Grabgitter, Brunnenhäuschen und Brunnengitter an. Das Schlußkapitel ist den Schutzmitteln des Beizens, Lackierens, Anstrichs usw, sowie den Verschönerungsarbeiten durch Schleifen, Polieren, Gravieren, Aetzen, Tauschieren, Eisenschnitt und durchbrochene Arbeit gewidmet.
K i n d e r - Z e i t u n ß.
Kinder-Zeitung. Herausgegeben von Felix von Stenglin, Großi-Lichterfelde. Inhalt von Nr. 36. Was in der Welt vorgeht: Vom Burenkrieg; Waldersees Heimkehr; Unfall des Königs von Italien; Die letzte Hungersnot in Indien; Die Bernsteinfunde an der Elbmündung; Ein Waldbrand; Ein kleiner Reisender; Die Ueberreste eines Mammuts. Aus dem Reiche der Natur: Aus dem Zoologischen Garten; Ein Kampf in den Lüften; Eine Katzen- Stiefmutter; Hase und Storch; Der Beobachter in Wald und Feld: Der Laubsänger. „Peters wunderbare Reisen und Abenteuer". (Forts.) „Zwei junge Bienenköniginnen". Allerlei. Anzeigen. — Zu beziehen durch alle Postanstalten, Buchhandlungen und die Geschäftsstelle, Dahlemerstraße 75, in Groß-Lichterfelde.
Gemernnütziges.
Der richtige Schnitt des Pfirsichbaumes. Kaum irgend wo anders steht der Gartenfreund so ratlos da, als vor seinem Pfirsichbaum. weiß, daß man bei ihm so zu schneiden hat, daß in jedem Jahre Ersatzholz zum Fruchttragen da ist, aber wie wird solcher Schmit äus- aeführt? Da bietet Nr. 8 des „Erfurter Führers im Gartenbau" einen sicheren Führer; denn in ihm erörtert der bekannte Formobstzüchter Pekrun, dessen Formbäume auf allen Ausstellungen, auch in Paris, mit dem ersten Preye prämiiert wurden, gemeinverständlich den Schnitt und die Erziehung des Pfirsichbaumes. Wer einen Pfirsichbaum im Garten besitzt, oder einen solchen anpflanzen will, kann daher nichts Besseres thun, als diesen Artikel durchzulesen. Nr. 8 steht kostenfrei denjenigen unserer Leser zur Verfügung, die sich mittels Postkarte nach Erfurt wenden.
Brandwunden schmerzlos und rasch zu heilen. Wenn man sich bei der Wäsche durch Dampf oder durch kochendes Seifenwasser verbrüht hat, wickelt man den verlebten Körperteil schnell in ein mit Terpentin getränktes Tuch vollständig ein und behält ihn ungefähr eine Stunde verpackt. Man spürt alsdann keine Schmerzen mehr, entfernt das Tuch, reibt den verbrühten Körperteil mit Glyzerinöl ein und auch nicht eine Blase oder ein roter Fleck werden am anderen Tag zu sehen sein.
Bilderrätsel.
(Nachbildung verboten).
Auflösung in nächster Stummer.
Auflösung der Pyramide in vor. Nr.:
UHR RUHM HUMOR
Redaktion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'jchcn Universitäts-Buch- und Steindruckerci (Pietsch Erben) ,n Güßen.


