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mußte, wie der Herr Fritz Polentz, dieses windige Stadt- früchtel, sich alle Mühe gab, dem Mädel den Kopf zu verdrehen, und das in einer Weise, welche schon wiederholt die Scham und Zornesröte auf ihre Wangen trieb. War auch ein Verlaß aus die Rosl, und bemerkte er auch ihre derbabweisende Haltung, zuletzt mußte doch das Gift wirken. Ließ sich der Ferl sehen, war mit einemmal die Gefahr beseitigt, daran zweifelte Johannes keinen Augenblick, und Gnad Gott dem Herrn Fritz, wenn er dann nicht das Feld räumte.
Johannes war in diesem Falle fest entschlossen, Ferl völlig freie Hand zu lassen, und er kannte die Hand Ferls, es wuchs kein Gras mehr, wohin die traf.
4.
Der erste September!
Ein frischer Morgen. Aus dem dichten Nebel, der ringsum lag, tönte der Lärm der Holzarbeit, das Schnauben der Lokomobile, das Rasseln der Holzzüge über die holperigen Schienen — alles Laute, welche Johannes längst gewohnt war. Sie schmerzten gar nicht mehr wie anfangs.
Als aber plötzlich der Nebel sich hob, und die entrindeten Stämme herausblitzten, die wirr durcheinander die Schlagfläche füllten, da warf es Johannes förmlich! zurück, der eben aus dem Hause trat.
Vor ihm, auf freier Lichtung, lag die Holzhütte des alten Grimm. Eben neigte sich der letzte Stamm, der die Aussicht störte, und stürzte dröhnend zu Boden.
Er sah durch die offene Thür das Feuer brennen auf dem Herd, der Grimm hielt wohl eben Mahlzeit, und jetzt humpelte er heraus zur Thür. An seiner Seite ein großer Mann, und der Grimm deutete hinauf auf den Hof, und der Mann schwang seinen Hut, und stieß einen lauten Juchschrei aus, daß es weithin schallte.
Johannes kannte die Stimme, und sein scharfes Auge überwand die Weite. Der Ferl war es, kein anderer.
Zuerst verdroß ihn der Juchschrei, er wußte sehr wohl, wem er galt. iÄ wußte auch, was dem Ferl der Alte gesagt, auf den Hof weisend.
Der alte Trotz regte sich in ihm. Abzwingen läßt er sich nichts, auch nicht vom Schicksal. Doch diese Empfindung währte nur einen Augenblick. Dann machte sie rasch einer anderen Platz, unbedingt einer freudigen, dem zufriedenen Lächeln nach, das plötzlich seinen Mund umspielte.
Im Grunde genommen freute er sich schon lange auf diesen Augenblick, ja, es war ihm wie eine dunkle Vorahnung, als ob es nicht mehr viel Freuden gebe für ihn nach diesem.
Rosl wußte nichts von der erwarteten Wiederkehr des Ferl, kein Wort hatte er noch mit ihr darüber gesprochen. Jetzt rief er sie.
Schon oft hatte er die Zeit über darüber nachgedacht, auf welche Weise sich das Wiedersehen der beiden vollziehen sollte, jetzt hatte er einen ganz raffinierten Plan ersonnen.
(Fortsetzung folgt.)
Das „Daheim."
Ein neues Quartal beginnt mit Nr. 27 des „D a h e i m". Tas altbewährte Blatt vereinigt in seiner jetzigen Gestalt die Vorzüge der schnellen Berichterstattung in Wort und Bild, unter Zugrundelegung aktueller Augenblicks-Photographien und deren Wiedergabe in Autotypie, mit der sorgsamen Pflege künstlerischer Bestrebungen. — Es bringt in jeder Nummer Wiedergaben guter Gemälde in edlem Holzschnitt und außerdem in jeder zweiten Nummer eine besondere Kunstbeilage in getöntem Kunstdruck: in der vorliegenden Nummer z. B. Böcklins berühmten „Jagdzug der Tiana". — Der Inhalt des Blattes ist, wie stets, gediegen, die beiden Schaffer anregender Unterhaltung und ernsterer Belehrung in sich vereinigend. — Wir finden da z. B. einen außerordentlich spannend aushebenden Roman „Quellensucher" von Ludw. Annshagen, einen famosen Artikel über „H. Thoma" von Fritz von
Ostini, dem berühmten Münchener Kunstkritiker, eine allerliebste Novelle „Tante war einmal sehr schön" von Georg von Ompteda, einen Beitrag von Professor Köstlin über das „Osterlied" usw. Die zahlreichen Unterabteilungen: das „Frauen-Daheim", der „Hausgarten", die „Hausmusik", das „Kinder-Daheim", das „Samncker-Daheim" machen das Daheim Wohl zu dem reichhaltigsten aller deutschen Familien- Blätter.
Vermischtes.
Frankfurt a. Oder. Vor einiger Zeit wurde vom praktischen Ratgeber im Obsh- und Gartenbau ein Preisausschreiben erlassen, zur Erlangung von Entwürfen zur gärtnerischen Ausschmückung des Wilhelmsplatzes in Frankfurt a. Oder, auf dem in jüngster Zeit ein Reiterstandbild Kaiser Wilhelms des Großen von Professor Unger entstanden ist. sind auf dieses Ausschreiben 117 Arbeiten, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus England, Holland, Rußland, ja sogar aus Amerika eingelaufen. Am 8. März trat das aus 7 Herren bestehende Preisgericht zusammen und erkannte einstimmig den Preis Lon 1000 Mark dem Entwurf mit der Aufschrift: „Architektur", dessen Verfasser Herr Gartenbaudirektor Encke-Wild- park ist, zu. Dem Vernehmen nach soll die Stadt Frankfurt a. Oder willens sein, diesen Entwurf zur Ausführung zu bringen. Die preisgekrönte Arbeit ist in Grundplan und 2 perspektivischen Ansichten in der neuesten Nummer des praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau, die vom Geschäftsamt dieses Blattes in Frankfurt a. Oder zu erhalten ist, abgebildet.
Buchstabenrätsel.
Nachdruck verboten.
Wir kommen aus dem Meer, Feinschmecker schätzen uns sehr. Wird uns ein and'rer Kopf verlieh'», Die Seele wird ein Glanz durchzieh'». Und in der Glocken hellem Klingen Wird frohe Botschaft zu uns dringen.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Diamanträtsels in voriger Nummer: o AST ASTER STIEFEL OSTERFEST EINFALT STERN OST T
b.
- Preisrätsel.*) Anagramm Nachdruck verboten.
Es stnd 13 Wörter zu suchen von der unter a angegebenen Bedeutung. Von jedem dieser Wörter ist durch Umstellung der Buchstaben ein anderes Hauptwort zu bilden, dessen Bedeutung unter b ersichtlich. Die Anfangsbuchstaben der Wörter unter b ergeben im Zusammenhang gelesen ein Sprichwort.
*) Lösungen sind mit Aufschrift: „Preisrätsel-Lösung" versehen innerhalb acht Tagen an die Redaktion der „Gießener Familienblätter" einzusendcn.
1. Abkömmling
— Blume.
2. Alter Gott
— siegreicher Khalif.
3. Zeichen
— Gefäß.
4. Borname
— Klebstoff.
5. Himmelskörper
— Vorname.
6. Nahrung
— Pflanzenteil.
7. Weibliches Wesen
— Teil des Baums.
8. Männlicher Schmuck
— Gangart.
9. Heilmittel
— Stadt in der Schweiz.
10. Nahrungsmittel
— alte Göttin.
11. Kriechtier
— Gebäck.
12. Landwirtschaftsgerät
— Industriestadt.
13. Schöpferische Kraft
- Rest.
Redaktion: 9. Burkhardt. — Druck und Verlag der vrühl'fchcn Uniderflttts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Grien) in Gietz«,


