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gegen alles Ungeziefer, den Vögeln, Nistkästen gebaut, die alten ausgebessert.
Moos im Rasen wird vertrieben durch, starkes Harken in Verbindung mit reichlicher Düngung durch Kainit; noch besser hilft eine Düngung mit Eisenvitriol, welche das Moos verbrennt. Wenn es auch vorgekommen ist, daß Eisenvitriol nicht überall durchschlagenden Erfolg gehabt hat, so dürfen wir es doch noch als bestes Mittel gegen Moos im Rasen betrachten. Düngung mit Kompost, mit Blutmehl, mit Bremer Poudrette giebt dem Rasen neue Lebenskraft und saftiges Grün.
Zu beenden ist das Schneiden der Sträucher; Auslichten, Zurückschneiden, aber nicht verstümmeln sei hier Grundsatz! Auch, Obacht auf die verschiedenen Eigenschaften der Sträucher. Diejenigen, welche im Frühjahr blühen, dürfen nicht geschnitten werden!
Der Zimmergärtner beginnt mit dem Einpflanzen von Begonien, Gloxinien, Achimenes. Er mischt seine Erde, bringt künstlichen Dünger darunter, damit sich dieser innig mit derselben, verbindet und schon in Zersetzung übergegangen ist, wenn im März die Erde verwendet wird. In den Ueberwinternngsräumen, sowohl im Keller als im kühlen Zimmer, ist bei mildem Wetter reichlich zu lüften. Der Trieb sitzt schon locker bei den Pflanzen; etwas Wärme bringt ihn vorzeitig in Gang, und vorzeitiger Trieb ist oft gleichbedeutend mit halbem Mißerfolg im Sommer. Im Vorbereiten und Zurückhalten besteht daher jetzt die Kunst des Zimmergärtners bei all den Pflanzen, die kühl stehen.
I. C. Schmidt, Erfurt.
Gemeinnütziges.
Der sanitäre Wert d er frisch en Gemüse. In unseren Hauptmahlzeiten spielt das Fleisch eine hervorragende Rolle/ weil bisher dessen Eiweißgehalt für das höchste Ideal aller Nährstoffe gehalten wurde. Tie neuere Wissenschaft hat indessen dargelegt, daß eine wirklich nahrhafte Speise neben Eiweißstoffen einen hohen Bestand von Kohlehydraten enthalten muß, und daß darum auch eine reichliche vegetarische Kost ratsam ist. Unser Körper bedarf zu seiner gesunden Ernährung der Mineralstoffe oder Nahr- salze, das sind Kali - Natron - Kalk - Eisen - und phosphorsaure Salze, wie solche in Gemüsen, Salaten und Obst enthalten sind. Zur Zeit der jungen, frischen Gemüse sollte es daher jede Hausfrau als eine wichtige Pflicht erachten, möglichst oft und viel davon namentlich den Kindern aus die Speisetafel zu bringen. An der Spitze der Gemüse steht der Kopfsalat. Er wirkt verdauungbefordernd, blutreinigend, anregend und erfrischend auf den ganzen Organismus. Die gute Wirkung darf aber nicht durch Hinzufügen von schlechtem, allzu scharfem Essig oder übermäßig viel Gewürz vermindert werden. Auch spinal und Sauerampfer sind zu empfehlen. Ihr hoher Eisengehalt wirkt günstig aus die Blutbildung und macht dies Gemüse zu einem Heilmittel für blutarme Kinder und bleichsuchtige Mädchen. Wenig bekannt dürfte es sein, daß ganz grüne Gemüse, wie Spinat und Sauerampfer nicht bedeckt gekocht werden dürfen, da das giftige Blattgrün sonst nicht entweichen kann.
Bei Herzkrampf sind sofort die Kleider zu öffnen, besonders bei Frauen die enganschließenden Taillen, Rockbunde und das Korsett. Das Auflegen von heißen Kompressen (Umschlägen) bringt in den meisten Fallen sehr schnelle Linderung, besser als kalte Umschläge, die auch in Frage kommen können. Ferner ist kräftiges Frottieren der Arme und der Herzgegend angezeigt, mildes Andampfen der Brust, warme Fußbäder, die ableitend wirten; Klysnere, wenn Magen- und Darmleidery die Ursache des Herztrampfev sind, Halbbäder mit ca. 30 Grad und gleichzeitiger kahler Begießung des Nackens uiid der Brust. Bei Herzleidenden hilft oft ein lokaler starker Druck auf die Herzgegend überraschend schnell. Vor allem hat man die Ursachen zu berücksichtigen und darnach die Hilfsmittel einzurichten. Die Ursachen" können sehr verschieden sein, z. B. Herzfehler, Nieren-, Leber-, Genital-, Magen- und Darmleideu, Gallen- uvd Nierensteine, Gicht, Hysterie, Nervenleiden, Blutarmut,
Vergiftung durch Alkohol, Tabak und Medikamente. Vom Herzkramps Befallene müssen deshalb einen Arzt zu Rate ziehen, unb' vor allem die Ursache des HerzkramPseS zu beseitigen anstreben.
Wlumenpflege.
Eine empfehlenswerte Ampelpflanze für das winterliche Zimmer ist Saxifraga sarmentosa, der Ausläufer treibende Steinbrech. Dieser ansehnliche Steinbrech stammt aus China und Japan. Er blüht in prächtigen hellen, bis 40 Zentimeter hohen Rispen vom Mai bis in den Sommer hinein. Die Blüten sind klein, zierlich, weiß bis rötlich. Tie gestielten, dicklichen Blätter sind rundlich, am Rande gekerbt, borstig behaart, lederartig dick und oben dunkelgrün, unten rötlich. Tie Pflanze entwickelt, je älter sie wird, desto längere Ausläufer, die mit ihren Enden kleine Blattbüschel vorschieben, die ohne weiteres in ein Gemisch von Laub-, Mist-, lehmiger Ackererde und etwas Sand eingesetzt werden können. Erwachsene Pflanzen hängt man in Drahtnetzen oder Ampeln frei auf und hält sie tm Winter kühl. Ter Ausläufer treibende Steinbrech ist bei jedem Gärtner billig zu haben.
LitLerarZsches.
Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik.
Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. 23. Jahrgang 1901. (A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu Mk. 1.15. Pränumeration inkl. Franko-Zusendung Mk. 13.50.) Unter den verschieden geographischen Zeitschriften nimmt die „Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik" sowohl durch Reichhaltigkeit als auch durch Gediegenheit ihrer Aufsätze eine hervorragende Stelle ein. Was immer auf dem Gebiete der Erdkunde Neues und Wissenswertes austaucht, findet in derselben entsprechende Beachtung und Würdigung, so daß sie für jedermann, der an geographischen Dingen Interesse nimmt, eine erwünschte Lektüre bildet. Auch das eben erschienene fünfte Heft be§ 23. Jahrganges enthält wieder eine Reihe wertvoller Beiträge:
Paraguaythee. Von R. v. Fischer-Treuenseld, Generalkonsul der Republik Paraguay. (Mit 2 Abb.) — Beynuhnen, eine ostprcußische Kunststätte. Von Heinrich Toball. Mit 4 Abbild, nach Photographien pon Geb- Hardt in Sensburg. — Die Eisenbahnen des Australkontinents. Von Dr. Emil Jung. (Mit 1 Karte.) — Der „Wald" der Insel Qucssant. Eine Reise-Erinnerung von Alexander Schütte. — Dr. B. Lausers Forschungen in der Amurgegend. Von G. Th. Reichelt. — Astronomische und physikalische Geographie. Die Lage des Zodiakallichtes und der Gegenschein. — Photographie der Souueuchromosphäre. — Eine neue „Windhöhle" in Süd-Dakota. Von Emma Porsche in Washington. — Politische Geographie und Statistik. Die Wohnbevölkerung der Schweiz. — Deutschlands Großstädte am 1. Dezember 1900. — Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. Dr. Paul Rudolf Preuß. (Mit 1 Porträt.) — Geographische Nekrologie. Todesfälle. Professor S. I. Korshinsky. (Mit 1 Porträt.) — Kleine Mitteilungen aus allen Erdteilen. — Geographische und verwandte Vereine. — Vom Büchertisch. — Kartenbcilage: Die Eisenbahnen Australiens. Maßstab 1:14,500.000.
Der äußerst mäßige Pränumerationspreis der „Deutschen Rundschau für Geographie und Statistik" ermöglicht ihr eine weite Verbreitung.
Zahlen quadrat.
Nachdruck verboten.
In die Felder des nebenstehenden Quadrates sind 25 aufeinanderfolgende Zahlen derart einzutragen, daß die Summe jeder wagerechten, jeder senkrechten und jeder der beiden durch schwarze Felder bezeichnete» Diagonalreihen 100 ist. Die Zahlen in der von links oben nach rechts unten gehenden Diagonalreihe sollen aufeinander folgende sein.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Zahlenrätsels in voriger Nummer: Zlichel Angelo, Igel, Cello, Halm, Engel, Lama, A(ma, Nagel, Geige, Eiche, Lila, Olga.
Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schm Umversttäts-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) I« Stet«.


