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»endbarkeit für Sachen verschiedenfachster Art eignet, die unserem täglichen Gebrauch dienen, sowie durch ihre, bei einiger Hingabe und Ausdauer leichte Erlernbarkeit. Die nötigen Aufschlüsse giebt eine vom Erfinder selbst geschriebene Anleitung, die stnsenweise, an der Hand sehr zahlreicher Beispiele (über 100), welche in photographischer Treue nach reichlichen Tiefbrandoriginalcn hergestellt, in diese Technik einführt. Das Büchlein erscheint in dem Verlag von Otto Maier, Ravensbnrg, unter dem Titel: „Anleitung zur Ausführung des Tiefbrandes von Adolf Richter". Zur Einführung in den „Tiefbrand" werden Anfängern und Geübten passende Vorlagen erwünscht sein, die leicht ausführbare und wirkungsvolle Gegenstände enthalten. Diesem Wunsche kommt ein ebenfalls im Verlage von Otto Maier in Ravensbnrg, erscheinendes Borlagenwerk zu Hilfe. Dasselbe erscheint in Heftform, 40 zu 30 Zentimeter groß; jedes Heft enthält außer einer farbigen Tafel, auf der die Gegenstände in ihrer farbigen Erscheinung perspektivisch dargestellt sind, 4—5 Detailbogen im Format 60 zu 80 Zentimeter. Auf diesen Detailbogen sind sämtliche Gegenstände in ihrer natürlichen Größe dargestellt, sodaß die Zeichnungen unmittelbar zum Aufpausen auf die Gegenstände verwendet werden können.
Der Preis einer solchen Lieferung beträgt 2*4 Mk. im Abonnemet (1 Serie umfaßt 5 Lieferungen). Einzelne bezogen kostet eine Lieferung 3 Mark. Jede Lieferung enthält eine große Anzahl von Gegenständen, deren Verzeichnis man aus dem Prospekte ersehen mag, den der Verlag, von Otto Maier in Ravensburg gratis versendet.
GEeiMnNtziges»
Waschen der Schwanen- und Straußenfedern. Man bereitet aus lauwarmem Wasser und guter Waschseife eine schäumende Lauge, schwenkt die Federn ofti darin durch, spült sie in reinem Wasser, drückt sie leicht aus und zieht sie dann nochmals durch Wasser, in welchem etwas Berlinerblau aufgelöst worden ist. Abermals leicht ausgedrückt, hängt man sie zum Trocknen in die Sonne oder gegen den warmen Ofen.
Vermischtes.
Das Glück von Edenhall ist eine Fabel, so belehrt in ns Professor Hausknecht in „Herrigs Archiv". Der sagenhafte Becher ist vollkommen heil, und noch iw unseren Tagen wird bei besonders feierlichen Gelegenheiten daraus vergnügt getrunken. Das von Uhland besungene Trinkgefäß befindet sich noch heute unzerbrochen im Be-> sitze der altangesessenen Familie Musgrave in Eden Hall, einem kleinen Dorfe am Flusse Eden, unweit Penrith in Cumberland; dort wurde z. B. am 16. Dezember 1892, als die Tochter des Hauses, Miß Zoe Musgrave, dem Mr. Fargwharson aus Jnvercauld ihre Hand zum Ehebunde reichte, ein kräftiger Trunk aus dem alten Krystallbecher gethan. Bekannt ist außerdem, daß Longfellow die Ballade Uhlands als „Luce of Edenhall" übersetzt hat, diesem hat bereits im Jahre 1868 der damalige Besitzer des Bechers, Sir George Musgrave, das Glas gezeigt und bähet nicht unterlassen, ihm seinen Unmut über den unschönen Ausgang „seines" Gedichts kundzuthun, indem er dies als eine „durchaus unerlaubte Ueberschreitung der poetischen Licenz" bezeichnete. Interessant ist ferner die Sage, wie das fabelhafte Krystallglas in den Besitz des Hauses Musgrave gelangt ist. Einer der Ahnherren verirrt sich auf her Jagd und entschlummert auf grünem Rasen. In mystisch bleichem Mondlicht erwacht der Ritter; ein Chor von 1200 Elfenrittern führt mit den Elfinnen seine nächtlichen Tänze aus, ein Bankett folgt, und Titania, die Elfenkönigin, präsidiert mit Oberon der Tafel. Dieser bringt seiner Königin einen prächtigen Würztrankbecher dar, während die Sänger ein Hoch ausbringen — da ergreift Musgrave blitzschnell den bezaubernden Becher, schwingt sich auf sein treues Roß, das ihn sicher durch die Fluten trägt, und 'vom andern Ufer tönt ihm der Scheidegruß der Elfen nach: Glück jauchzen sie ihm zu ob seiner .Kühnheit, Glück ihm und seinem Banner. — „Doch, bricht je der Becher, kommt er zu Fall, leb wohl dann, du Glück von Edenhall". In dieser authentischeren Fassung hat der englische Dichter Jeremiah Holmes Wissen (1792—1838), die Sage vom Glück von Edenhall verherrlicht.
Litterarisches.
Die Chemie. Eine Schilderung der chemischen
Großindustrie. Bon Dr. Wilhelm Bersch. Mit 730 Abbildungen, darunter zahlreiche Vollbilder. In 30 beliebig abnehmbaren Lieferungen (zusammen 60Bogcn) zu je50 Pfg. vollständig ausgegeben. Auch komplett gebunden zu haben, in Prachtband, für nur 17 Mark 50 Pfennig und geheftet in drei Abteilungen, jede für 5 Mark. (A. Hartleben's Verlag in Wien.) Die Naturwissenschaft nimmt heute eine führende Stellung ein. Sie erfüllt ihre Aufgabe, die ewigen Naturgesetze zu ergründen, gleichzeitig ebnet sie dadurch aber auch neuen Industrien die Wege zu mächtiger Entwickelung. Besonders ein Zweig der Naturwissenschaft, die Chemie, hat auf diesem Gebiete in den letzten Decennien Großes geleistet, und an der Schwelle eines neuen Jahrhunderts muß man ihr ein noch günstigeres Prognostiken für die Zukunft stellen. Sie beherrscht heute fast alle Zweige der Industrien; denn aus einer Anzahl rein chemischer Vorgänge setzt sich fast jeder Vorgang in der Natur zusammen, und auch unser tägliches Leben geht in letzter Linie nach chemischen Grundsätzen vor sich. Leider ist die Chemie aber ein nur wenigen Eingeweihten vertrautes Gebiet. So mancher wird abgeschreckt, sich näher mit dieser Wissenschaft der Wissenschaften zu befassen; denn er glaubt, dies könne nur nach Ueberwindung einer den Geist tötenden Vorschule geschehen. Daß diese Ansicht nicht zutreffend ist, zeigt der vorliegende Prachtband „Die moderne Chemie". Der Autor schildert darin alle chemischen Industrien, er versteht es, auch den Laien mit ihren Grundlagen vertraut zu machen, ohne besondere Borkenntnisse vorauszusetzen. Dadurch vermittelt er dem Leser aber auch gewissermaßen den Geist der neuen Zeit, die, von den einigen Wahrheiten der Naturwissenschaften ausgehend, es versteht, sie für die Zwecke der Praxis und der Allgemeinheit umzumünzen. Da aber heute die Chemie säst alle Zweige der Industrien beherrscht, muß der Gebildete auch mit ihren Grnndzügen vertraut sein. Em wirklich populäres Buch über dieses hochwichtige und interessante Thema haben wir bisher entbehrt. „Die moderne Chemie füllt diefe Lucke unserer Litteratur aus, und nicht nur die zahlreichen, großen Etablissements entnommenen Abbildungen, sondern auch der gediegene Inhalt machen das Werk zu einem Nachschlagebuch und trefflichen Ratgeber, der für alt und jung dauernd seinen Wert behalten wird.
Dev Gartenfreund. Organ der Bayer. Gartenbaugesellschaft in München. Erscheint monatlich einmal. Preis vierteljährlich 60 Pfg., jährlich Mk.2.40. Zn beziehen vom Verlag Val. Höfling in München, durch jede Buchhandlung und jede Postanstalt. — Die Zeitschrift, die mit dem 1. April neu ins Leben trat, erhält den praktischen Gärtner aus dem Lausenden über das Wichtigste, was sich in seinem Berufe erreignet, dient aber in erster Linie den Freunden der Blumen- und Obstbanmpflege. Um ihre Anschaffung jedem zu ermöglichen, der ein Gärtchen besitzt oder auch nur im Zimmer einige Zierpflanzen kultivieren möchte, wurde der Preis so außerordentlich niedrig gestellt. Probe- nummern versendet der Verlag kostenlos auf Verlangen. Inhalt der Nummer 1: Die empfehlenswertesten Zimmerpflanzen (mit 2 Abbildungen). Die Zimmerpalmen und ihre Behandlung (mit 4 Abbildungen). Die geeignetsten Zimmerpflanzen und ihre Kultur. — Pflanzenkrankhelten und Pflanzenschädlinge und deren Bekämpfung. — Neue und empfehlenswerte Pflanzen. — Vereins- und Ausstellungsangelegenheiten. — Bücherbesprechungen. — Anzeigen und Empfehlungen. — Programm der Blumenausstellung in München am 28. April bis 6. Mai 1860. — Kurze Mitteilungen aus dem Thätigkeitsbericht der Baier, ©arten»: bangesellschaft.
Skataufgave.
Nachdruck verboten.
(Bei französischen Karten gilt Treff gleich Eichel, Pique gleich Grün.
Coeur gleich Rot, Garreau gleich Schellen.)
Mittelhand sagt Grand auf folgende Karten:
Obgleich die Wenzel der Gegner verteilt stehen, geht das Splel verloren. Vorhand hatte 16, Hinterhand 29 Augen in ihren Karten. Ww saßen die übrigen Karten und wie war der Gang des Spieles?
Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer. Baleeren - Ebro — Reinhold — Lederhose« — Indigo — Nachtigall;
Berlin, London.
Redaktion: «. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Umserfitätr-Buch- und Stemdruckerei (Pietsch Erben) m Bteße«.


