Ausgabe 
10.6.1900
 
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i '^^esse bringenb um eine UntWbung.

®lfnebe bem Geliebten voran in ben roten Salon trat laß ber Gast mit umwölkter Stirn leise flüsternb neben grau von Suchen, sprang aber sofort auf, als er sie er oncrte. '

linsteren Grübler., Zu Hause litt es ihn nicht, unb die j Aerzte, welche^ zeitweise für seinen Verstand fürchteten, i rieten Luftveränderung, Zerstreuung an. Aber auch in der Ferne, an den zauberischen Gestaden des Mittelmeeres, m ber herrlichen Schweiz, in Bayerns Bergen, in Tirol unb

wir sonst unseren Wanderstab lenkten, saß ich manche bange Nacht an seinem Bette, plauderte mit ihm, las ihm vor und ließ mir von Wolf erzählen. Bon meiner Mutter ] sprach er selten, und wenn es geschah, mit ben I bittersten Selbstanklagen. Ihr trauriges Geschick war der 1 wundeste Fleck m seiner Seele. Darum, Hans, hab' ich I

Seine alte Freundin wollte seinem Beispiel folgen, aber fte brachte es nur zu einem Händedruck und den gestammelten Worten:Es ist wirklich wahr, Komtesse ürieda. Sie haben sich verlobt, unb nach so kurzer Be-

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ihre Hände mit Küssen. I ^el ihr das schone Mädchen Um den Hals unb

Meine süße Elfe! Mein einziges wiedergefundenes I !, F?' t11? .Augen auf den Geliebten gerichtet, lachend Glück!" flüsterte er ihr dabei zu.Und Du willst wirklich I Unb to1^n<nb Zugleich:Und da haben Sie nicht geirrt, mein sein, mein für immer? Das Weib des schlichten G§ I liebe, alte, weise Suchen! Mein Verlobter dort ist lehrten?" I ja meines Herzens große Leidenschaft und meine alte

Sie schaute ihn an mit Augen voll Glück und Seligkeit. I Uebe'

^a, Hans, Dein Weib, Dein stolzes, demütiges Weib I

Sie muffen sich scheiden lassen.

-L ^'.3$ Dein Kind glücklich machen, das schwöre I Humoreske von Alfred af Hedenstierna.

tc$ JU ter^ ^IL I Aus dem Manuskript übersetzt von E. Brausewetter

Endlich zog ihn Elfriede zur Thür.Nun komm, Ge- J .

liebter, zu Brigitte!" m . ,r Nachdruck verboten.

Brigitte?" fragte er erstaunt.So lebt sie norb?" I , rt 8U urg! Nun müssen wir

Sie nickte lächelnd.Das alte Mütterchen Bans nack I Utt§ e?ru t<1 trennen, wie lieb ich auch . . ." dem Du vor einigen Tagen fragtest Du weißt als wir I Gerade so weit war sie gekommen, als er die Balkon- von der Terrasse heraufkamen" totr thure zuwarf so daß die Familie Petterlund, die dicht

Handln Hand traten sie in das trauliche Erkerzimmer °U lt)rem fa& kein Wort weiter hören

und Hand in Hand knieten sie vor der ihnen srendia ent« I ,

gegenblickenden Greisin. 9 I .. . ®ber hatten sie denn nicht genug gehört! Lundboms,

Deinen Segen, Brigitte, zu unserem Glück'" I un°<^bit.man wußte, bisher sehr glück-

Sie legte die welken zitternden Hände auf" ihre ge- I rprfft süßen kleinen Kindern und in

neigten Häupter und schaute mit den eingesunkenen Augen 1 durch das hohe Salair des

andächtig nach oben. iiyc|unt«ien uugen Mannes, mußten sich scheiden lassen".

Der Herr segne Euch und behüte Euch!" faate sie I Du, liebe Emilie?" fragte Herr Petter-

feierlich. Dann sprang Elfriede auf und schlang die^Arme I tPraU' fte, eie gute Weile diesen Skandal

um sie, während helle Thränen über ihr Gesicht riefelten I ^redet hatten, und fte in das Entree hinaus ging und

Habe 'Dank, Du Gute, Treue", schluchzte sie Dank I A^.n Hick aufsetzte, das einzige, was an einem warmen auch für alles, was Du an meiner armen Mutter, an'ihrem I etne ®amc 5um Ausgang in dem kleinen

verlassenen Kinde thatest! Ich bitte Gott,Tichunsnock I etobt^n jwhg war.

Än?-BC"w'bamitmir«*wemS kl- «KL,^Ä"N-n!»°"' **6cfto ****

Auch Hans beugte sich ehrerbietig über die runzliche fn,t neutl lH)r" Vielleicht ist sie schon zu Bett

Frauenhand, und dann setzten sich beide zu Brigitte und I 99Ä ' , ,

ßJdH$ere Menschen wie diese hatte das alte Gemach'wobl mru& Jieaufjtehen. Wenn es das Wohl

schwerlich jemals in feinen Wänden gesehen auch wohl I UZ^ere§'2?a<^Nn 0tIt' tnu& etn barmherziger

nie Jo viel Fragen gehört, so viel Plaudern und ^Herzen "rcht auf eine kleine Unbequemlichkeit

unb leise zärtliche Worte. I at9te m t

-"E W H«-- leiben Ä '

, "Ich komme mir Ihren Glückwunsch erbitten, Kom- JJf Srieda! Ich bin seit gestern mit Elisabeth Weddau, verlobt. Ich glaubte Sie bereits unterrichtet, unb ich bin offen gestanden, etwas unruhig, daß es nicht der Fall' Mein Freund, Professor Volkmann, wollte zu Ihnen, er -W- ® &i| SsSSSs chLNLMZ-M

®i= «WM» war ich. Me jauchzt« ich auf, als ich ßj *5raB***» W d-n,-w-n AM. StÄe?,TJette! * °"-Eich-» ««W »Sch "I- »mir denn?" sag.- -r -in wen!« ve-l-g-., . "lJnö konntest doch noch schweigen", unterbrach er sie, I " Elftiede reichte dem"StoZenden die tzand

mir Mch"erschtenl b»i-'sft"wollt- ich^M^schsstb^"^^ "«Mieren Sie auch uns, meinem Verlobtm und Mw» zu mir^rufen, "aber i«°Lr wÄe? -Mgl'iZ Ä- 'F?bZ non S^n" d7k wn L "!l° V

seine Fassung wi-d-rg-sxnd° 8L"6erä*toie - - wrlliges Werkzeug meiner Wünsche gewesen, wer weiß Getne cIte ^rpn1lhlM tnnm c~f

vb W "Zt doch eines Tages Herrn Professor Volkmanu: um sein Erscheinen auf Schloß Mellinghausen gebeten hätte.

Ob er gekommen wäre. Liebster?"