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nicht korsetttragende Frauen nebcneinanderstellt, die sonst aber nach demselben Prinzip gekleidet sind.
Um die Möglichkeit eines Mißverständnisses auszuschließen, betont Dr. Schanz zum Schluß noch einmal kurz, daß er nicht als ein Verteidiger des Korsetts an sich austreten will. Er verkennt dessen Schädlichkeiten keinessalls. Er wollte Nachweisen, daß das Korsett, wenn es richtig gebraucht wird, in der heutigen Frauenkleidung ein zweckmäßiger Bestandteil ist, und daß die Resorm der Frauenkleidung nicht mit der Beseitigung des Korsetts beginnen, sondern mit ihr endigen muß.
Geineknnützises.
Aeld und Karten.
Verschiedene Mittel znr Vertilgung der Ameisen. 1. Honig, Syrup oder gequetschte reife Früchte, gemischt mit weißem Arsenik unter das Nest verteilt. 2. Ein Blumentopf zur Brutzeit über das Nest gestülpt. Der Boden wird ringsherum mit Wasser begossen. Nach einer halben Stunde schiebt man eine Schaufel unter den Topf, in den sich alles geflüchtet hat, und wirft ihn in heißes Wasser. 3. Guano und Chlorkalk in gleichen Teilen gemischt, in kleinen Posten in das Nest gestreut, tötet alles. Vorsicht bei in der Nähe befindlichen Pflanzen. 4. Ungelöschten Kalk in die Nester gestreut und mit Wasser übergossen. 5. Schinkenknochen, frisches, gebratenes (nicht gesalzenes) Fleisch wird in kurzem über und über von Ameisen bedeckt werden. Man wirft dann die Gegenstände in heißes Wasser. 6. Damit Ameisen nicht auf mit reifen Früchten besetzte Bäume steigen, benetzt man die Erde um den Stamm mit hundertfach verdünnter Carbolsäure. Mehrfach wiederholen. Die Vertilgung der Ameisen ist nur anzuraten, wenn fie dem Gartenfreund durch zu massenhaftes Auftreten lästig werden. Im übrigen machen sie sich durch die Verfolgung von Raupen, Larven und ähnlichem Geschmeiß auch immerhin verdient.
Schonet den Iltis: Für den Pelz bekommt man freilich im Winter 1 bis 2 Mark, aber man erfreut durch das Wegfangen des Tieres nur die Ratten und Mäuse, denn davon sängt ein Iltis mindestens fünfmal so viel wie eine Katze. Eine Katze kostet 5 Pfennig den Tag zu unterhalten, also das Jahr 18 Mark. Dasür kann der Iltis — und deshalb wird er vertilgt — schon manches Huhn und Ei aufreffen. Wenn man die Hühnernester aber hoch anlegt und die Eier jeden Abend ab'ucht, kann man sich auch vor diesen möglichen Verlusten schützen. Ebenso nützlich ist Wiesel und Hermelinchen. Diese kommen zwar nicht ins Haus, desto mehr aber säubern sie Garten und Feld von Mäusen, Erdwölfen und Hamstern. Sie kriechen in die Löcher und sind unersättlich in ihrer Mordlust. Aber sie verschonen doch auch junge Hasen nicht? Zugegeben! Hasen sind aber auch die lästigsten Gartenfeinde, die es giebt, sie sind für den Gartenfreund eben Riesenmäuse.
Gurken dürfen auf keinen Fall zum Hängenlasfen der Blätter kommen, da Saftmangel gewöhnlich bittere Gurken zur Folge hat. Auch die in Mistbeeten getriebenen Gurken können noch bis September Ernten liefern,- sie sind von Fenstern befreit und ranken lustig über die Kästen hinaus. Ebenso die Melonen, deren Fenster wir derart hoch legten, daß die Ranken auch hier sich frei ausbreiten können. Hacken, Häufeln, Jäten, Gießen und Neupflanzen machen die Hauptarbeiten aus; letzteres namentlich bei Endivien und Grünkohl.
abgelesen werden können. Eine leichte Schicht Oseuruß auf die Erde gestreut, hält wohl für einige Zeit die Würmer fern, bann muß das Mittel aber von neuem wiederholt werden. Die Brühe von abgekochten Walnußblättern wird ebenfalls zum Vertreiben der Regenwürmer angewendet. Cie Würmer gelangen durch die Abzugslöcher in die Töpfe, sobald letztere aus der Erde stehen. Dieses Einkriechen wird aber verhindert, wenn die Töpfe auf eine Unterlage von Kalk- schmt gestellt werden. Sie entstehen aber auch gleichsam von selbst in den Töpfen, namentlich wenn zur Füllung derselben junge Erde benutzt wurde, die noch zu viele unverweste Bestandteile enthält, ober wenn ber Wurzelballen zu naß gehalten wurde, ober aber, wenn es bemselben an gehörigem Abzug bes überflüssigen Wassers fehlt, welches an sich schon bas Sauerwerben ber Erbe erzeugt. Der Regenwurm schabet nicht baburch, baß er bie gesunben Wurzeln abfrißt, sondern daburch, baß seine Excremente die Erde versäuern, infolgedessen die Wurzeln allmählich absterben und nun erst dem Wurme als Nahrung dienen.
Eine herrliche Teppichbeetanlage ist die aus Rosen gebildete. — Reich- und immerblühende Rosen (Fellemberg, alle Röschen der Polyantha-Gruppe, Hermosa rc.) werden durch kleine Holzhäkchen am Boden niedergehalten, die Seitentriebe durch Zurückschneiden zu immer neuen Verzweigungen veranlaßt, bis sich ein dichtes Zweiggeflecht am Boden entwickelt, welches sich reich mit Blüten bedeckt. Fortwährendes Zurückschneiden abgeblühter Stengel erhält der Sommer hindurch den reichsten Flor. Eine Buchsbaum-, niedriggehaltene Eichen- oder Epheu-Einfassung grenzt das Beet vom Rasen ab; es können schöne Jarbenzusammenstellungen und Beetformen, Bänder, Rosetten re. einen überraschenden Anblick erzielen. Da wir so eine Anlage von langer Dauer erreichen, ist sie mit zu den billigsten Teppichbeetarten zu zählen, und wie überhaupt Blütenteppiche ihren eigenen Reiz haben, sind Rosenteppiche das schönste, was wir uns denken können. — Nicht vergessen, Stangenbohnen wie Buschbohnen regelmäßig zu Pflücken, da dann die Bohnen viel länger im Wachstum und Fruchtansatz bleiben. — An den hochstämmigen Obstbäumen zeigen sich gewöhnlich, besonders nach starkem Schnitt, bie sogenannten Räuber ober Wasserschosse, bie man jetzt herausschneibet.
Iür die Küche.
Die jetzt gut werbenben Schlachtschwertbohne« erinnern uns an bas Einsalzen unb Dörren berfelben. Das Trocknen geschieht, nachbem sie gebämpft sinb, auf ber Herddorre ober auf gäben gereiht, wie bas Trocknen ber Tabaksblätter, an Der Luft. Ersteres bet Schneibe-, letzteres bei Brechbohnen. Das Einsalzen ist eine zu bekannte Arbeit, als baß ich sie zu beschreiben brauche. Zarte Bohnen sinb unbebingt nötig und bei allen zwei bis dreimaliges Abfasern.
tlttteife Aepsel werden zerschnitten, ungeschält mit einer Kleinigkeit Wasser angesetzt und zerkocht. Einige Quitten geben eine prächtig rote Färbung. Die Masse wird gepreßt, pro Kilo Saft 500 Gramm Zucker, der ganzen Masse eine Schote Vanille zugesetzt und bis zur Geleeprobe (ein Tropfen auf einem kalten Teller muß sich abheben lassen, ohne Rückstände zu hinterlassen) eingekocht.
Huinovistisches.
Aus der Trau-Rede ein es französisch en Maires: „Die Ehe ist wie meine Schärpe: das Rot bedeutet die Glut des jungen Gatten, das Weiß die Unschuld ber jungen Gattin, unb bas Blau . . . bas Blau . . . bies Blau, wenn's grün wäre, bebeutete bie Hoffnung auf bie schönen Tage, bie Sie zusammen verleben werben".
(„Münch. Jugend.")
WMmenpflege.
Wie beseitigt man die Regenwürmer ans den Blnmentöpse« ? Wenn die Töpfe gerüttelt werden, erscheinen die Regenwürmer an der Oberfläche, so daß sie leicht
Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univerfitätr-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.


