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häufig nicht feststellen. Ein sicheres Mittel aber, der Verfälschung auf die Spur zu kommen, besteht darin, daß man den Honig mit Alkohol übergießt. Der Honig löst sich dann in Alkohol auf, und was an fremden Bestandteilen ihm zugemischt war, sinkt als Niederschlag zu Boden.
Auch in der Medizin findet der Honig Verwendung. Seine reizmildcrnden Eigenschaften lassen ihn z. B. als Heilmittel geeignet erscheinen bei allen katarrhalischen Leiden, bei akutem und chronischem Reizhusten. Nur muß man sich hüten, auf einmal zu viel zu nehmen, weil der Honig sonst Gährungsprozesse im Magen hervorruft, die Blähungsbeschwerden zur Folge haben. Der als Arzenei gebrauchte Honig muß eine hellgelbe Farbe, einen scharfen, süßen Geschmack und einen angenehmen Geruch haben.
Gemeinnütziges.
Keld und Karten.
Welches ist eine frühe, schönschmeckende und ertragreiche Kartoffel d Die Perle von Erfurt.
Welches ist die beste Baumsalve? Gewöhnliche Firnissalbe. Ist der Firnis nicht dick genug, setzt man etwas Asche oder Ziegelmehl zu, so viel, daß sich das Gemisch mit einem kurzen Pinsel noch aufftretchen läßt. Die Wunden, die man vor dem Bestreichen gut abtrocknet, verwachsen sehr rasch bei diesem einfachen und billigen Mittel.
Ein vorzüglicher Fruchtstrauch ist die Logan Beere.
Zur Beklei-uug von Landen eignet sich sehr gut die wohlriechende Wicke (Lathyrus odoratus) und ist neuerdings hiefür auch stark in Aufnahme gekommen.
Wer Birnbäume hat, kennt auch den Birnschorf (Fusic- ladium) und besonders die Züchter von edlen Tafelbirnen fürchten ihn. Es ist ein Schmarotzerpilz, der sich durch Ausstreuen von Sporen im Frühjahr unglaublich schnell vermehrt, die Birnblätter befällt und schließlich auf die Früchte übergeht. In der neuesten Nummer des „praktischen Ratgebers" ist der Pilz in Wort und Bildern beschrieben, besonders sind von ihm befallene Blätter und Früchte abgebildet. Ferner aber ist geschildert, wie er bekämpft werden muß und das ist für Birnbaumbesttzer doppelt interessant, weil jetzt gerade die einzige Zeit im Jahr ist, zu der man mit Aussicht auf Erfolg gegen den abscheulichen Schmarotzerpilz vorgehen kann. Die betreffende Nummer des „praktischen Ratgebers" wird gern kostenlos von dem Geschäftsamt in Frankfurt a. O. zugeschickt.
Ehilisalpeter ist als Gartendünger nicht sehr zu empfehlen. Zwar hat er einen großen Vorzug in der schnellen Löslichkeit und sofortigen Verwendbarkeit, ein großer Nachteil aber ist die Gefährlichkeit dieses Mittels, indem die Pflanzen vielfach verbrennen.
Mlunenpflege.
Jetzt rückt die Zeit zum Rosenpffanzeu immer näher, und gar mancher sucht in den Prersbüchern nach dem Paffenden. Eine Musterauswahl von hochstämmigen Rosen find folgende: Marechal Niel, Weisse Marechal Niel, La France, Kaiserin Auguste Viktoria, Franziska Krüger, Caroline Testout Belle Giebrecht, Niphetos Perle des Jardins, Prince Camille de Rohan, Venus, Corinna, Marchio- ness of Londonderry, Camoens, Clothilde Soupert, Marie v. Houtte, Souv. de Mad. Eugenie Verdien, Souv. de Präsident Carnot, Gloire de Dijon, Kaiserin Friedrich, Grace Darling, Papa Gontier, Augustine Guinoisseau, Gustave Regis, The Bride, Madame Lombard, Souvenir de la Malmaison, Gloire deMargottin, Grossherzog Alexander. Im ersten Jahre sind die Blumen meist noch unvollkommen, erst im zweiten Jahre befriedigen sie ganz. Die Nichtbeachtung dieser Erscheinung giebt oft zu ungerechtfertigten
Redaktion: E. Burkhardt. — Druck und
Vorwürfen dem Rosenlieseranten gegenüber Veranlassung. Beim Anbinden hochstämmiger Rosen beachte man, daß der Pfahl nicht über die Krone hinausstehe, sondern nur bis zur Hälfte der Krone- der Stamm muß dreimal gebunden werden, unten, in der Mitte und dicht unter der Krone- von der Krone selbst binde man nur die Haupttriebe an.
Ausgezeichnete Kletterrosen-Neuheiteu sind die Crimson Rambler-Varietäten. Nähere Beschreibung siehe Rosenkatalog, welcher umsonst versandt wird.
Um ein sicheres Anwachsen bei Roseitanlage« zu erzielen, sei empfohlen „Schmidt's Rosenbefeuchter" I. C. Schmidt, Erfurt. Die besten und billigsten Pfähle für hochstämmige Rosen sind Bambusstäbe.
Der März ist der geeignetste Monat zum Versetzen der meisten Topfgewächs-. Nachdem wir uns die erforderlichen Töpfe und die nötige Erde beschafft haben, richten wir uns einen derben Tisch zu unserer Arbeit vor. Die Pflanzen werden zum Versetzen wie folgt ausgetopft: Man nimmt den Stamm der Pflanze zwischen Mittel- und Zeigefinger der linken Hand, dreht den Topf um, schlägt ihn einmal kräftig mit dem Rand auf die Tischplatte auf und hebt dann den dadurch losgelösten Topf mit der rechten Hand vom Wurzelballen herunter. Mit einem spitzen Holz lockert man nun den Topfballen auf, schneidet dann bei den, meistens mit vielen seinen Wurzeln ausgestatteten Pflanzen, die losgelösten Wurzeln etwas zurück und nimmt hierauf das Versetzen vor. Der neue Topf soll so groß sein, daß der Wurzelballen bequem hineinpaßt und genügend Spielraum für frische Erde bleibt. Ist das Abzugloch mit einem Scherben bedeckt, dann wird soviel Erde eingefüllt, daß der eingesetzte Wurzelballen nicht tiefer als bisher zu stehen kommt. Mit der linken Hand hält man nun den Ballen in der richtigen Lage und mit der rechten Hand füllt man Erde ein, die durch Verwendung eines schmalen Holzes zwischen Topf und Ballen zu bringen ist. Die Erde muß fest, aber nicht zu fest, angedrückt werden.
Zur Kultur der Lordeerdäume. Trotzdem der Lorbeer eine der genügsamsten und widerstandsfähigsten Pflanzen ist, wird er wunderbarerweise trotz seiner geringen Ansprüche häufig genug zu Tode gepflegt. Einen großen Teil der Schuld zum Nichtgedeihen des so stattlichen Baumes trägt die zu geringe Wasserzufuhr im Sommer und das zuviel Gießen im Winter. Das Umpflanzen des Baumes muß, ehe der Trieb beginnt, also sehr zeitig im Frühjahr, erfolgen: Die Erde wird aus Kuhdung-, Laub- und lehmiger Garten- oder Komposterde gemischt, der man, um den Boden durchlässiger zu machen, Torfbrocken, Ziegelstückchen, auch etwas Sand zusetzt. Da der Lorbeer namentlich bei großen Exemplaren viel Luft im Topfe braucht, ist auch für Drainage durch eine Scherbenetnlage in den Kübel zu sorgen. Das Ungeziefer sucht den Lorbeer, so lange er gesund ist, wenig heim- zeigt sich der Zustand des Kränkelns am Gelbwerden und Abfallen der Blätter, so muß er sehr stark zurückgeschnitten toerben. Das Beschneiden zum Zwecke der Erhaltung einer schönen Kronenform hat zu gleicher Zeit mit dem Umpflanzen oder nach fertigem Trieb im Sommer zu erfolgen. Während der Vegetationszeit bedarf der Lorbeer im Kübel viel flüssiger Düngernahrung, auch das Belegen der Erdoberfläche mit Kuhdünger ist zu empfehlen. Hohlstehen des mit Luftlöchern im Boden versehenen Kübels ist eine weitere Bedingung zum Gedeihen des sehr vieler Lust benötigenden, stolzen Baumes.
Humoristisches.
Seufzer. Ehemann (ein von seiner Frau gemaltes Stillleben betrachtend): „Ach, wenn sie nur das auch kochen könnte!"
Verlag der Vrühl'schen Universitäts-Buch- und Gteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen


