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den besteckten Teil der Sonne du£, bis der Fleck verschwunden ist, und wiederholt das Verfahren, wenn es nötig fein sollte.
KesundHettspflege.
Die Blätter der Klette (Lappa officinalis) haben eine ganz besondere Heilkraft. Eine aus denselben bereitete Salbe kann mit größtem Erfolge bei faulenden und entzündeten Geschwüren angewendet werden. Diese Salbe wird hergestellt, indem man entweder die gedörrten und zu feinem Pulver geriebenen Blätter kurze Zeit mit Schweinefett kochen läßt oder den Saft der Blätter auspreßt und ihn mit Schweinefett gut vermengt. Großartige Erfolge wurden mit dem Kraut der Klette bei Krebs und Lupus erzielt, indem mit einem Absud desselben die kranken Stellen gewaschen wurden. Den sichersten Erfolg kann man haben, wenn man gleichzeitig durch Wasserbehandlung, dem Körper ermöglicht, die kranken Stoffe durch die Haut auszuscheiden. Auch hat sich die Klette bei vergifteten Geschwülsten und beginnenden Lungengeschwüren als sehr heilkräftig erwiesen.
Gegen den Bandwurm. Man esse jeden Morgen, etwa 30 Tage hindurch, 4 bis 5 Kürbiskerne; dieses sehr einfache Mittel soll sich schon in vielen Fällen als sehr wirksam erwiesen haben. (Prakt. Wegw., Würzburg.)
In keiner Familie, besonders wo Kinder sind, sollte reiner Bienenhonig fehlen. Bei Halskrankheiten, wie Bräune, Diphtheritis, Katarrh, Heiserkeit re., leistet derselbe unschätzbare Dienste. Ein Liter Milch mit */? Pfund Honig gekocht, oder auch Lindenblüten- oder Hollunder- blütenthee stark damit versüßt, wird stets besten Erfolg haben. Die Hauptsache ist, daß bei diesen Krankheiten der Honig nicht roh genossen wird, da er gekocht oder in kochend heißem Aufguß aufgelöst, viel milder ist. Geistig angestrengten Personen ist zu empfehlen, abends vor dem Schlafengehen einen Löffel voll g>onig zu nehmen. Auch Frauen, die ihrer Entbindung entgegengehen, wird morgens beim Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen ein Löffel Honig sehr gut bekommen.
Isür die Küche.
Sensbirner». Eine angenehme, pikante Zuspeise bilden die Senfbirnen. Man stellt dieselben in folgender Weise her: 5 Liter reife, noch nicht völlig weiche, ungeschälte Birnen läßt man, gut mit Wasser bedeckt, solange kochen, bis man sie leicht mit einer Gabel durchstechen kann, und bringt sie dann zum Abtropfen und Abkühlen auf einen Durchschlag. Völlig erkaltet, packt man sie mit reichlichem Gewürz: etwa 16 Lorbeerblättern, 10 Gramm schwarzem Pfeffer, 10 Gramm Nelkenpfeffer, 20 Gramm Nelken, einigen Schoten Cayennepfeffer, einer halben Stange in feine Scheiben geschnittenen Meerrettich recht dicht in einen Steintopf. Dann kocht man */* Pfund Zucker mit 1 Liter Wasser klar, thut dazu J/2 Liter guten Weinessig, läßt solches gut aufkochen, fügt 100 Gramm ganzen oder gemahlenen gelben Senf hinzu und gießt das Ganze völlig abgekühlt über die Birnen, die aber jedenfalls gut davon bedeckt sein müssen. Der Topf wird gut zugebunden und im Keller aufbewahrt.
Suppe von Kalbsheffe mit Reis. 10 Personen. Bereitungszeit 3 Stunden. Zuthaten: 21/3 Kilo Kalbshesse, 5 Eßlöffel geschnittenes Wurzelwerk, 3 Liter Wasser zur Suppe, 18 Gramm Liebigs Fleisch-Extrakt, Salz nach Geschmack, 150 Gramm Reis, gekocht in 3 Liter Wasser. — Die Kalbshessen werden querdurch in Stücke geschlagen, gewaschen, mit dem Wasser auf's Feuer gesetzt, sobald dies kocht, geschäumt, mit dem Wurzelwerk und Salz versehen, langsam weich gekocht. Das Liebigs Fleisch-Extrakt fügt man nach etwa 2 Stunden bei. Der sauber gewaschene Reis wird in das siedende, gesalzene Waffer gethan, 25 Minuten
scharf gekocht, in ein Sieb geschüttet und so lange mit kalten! Wasser überfüllt, bis sich die Körner einzeln lösen. Inzwischen gießt man die fertige Bouillon durch ein feines Sieb, legt die Fleischstücke in die Terrine, hält sie in dieser warm, gibt die Brühe noch einmal in den Topf zurück, schüttet, sobald sie zu sieden beginnt, den Reis hinzu, läßt diesen rasch aufkochen und serviert die Suppe.
Literarisches.
Im Verlage der I. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart erscheinen: Heinrich Seidels Erzählende Schriften. Ausgabe in 53 Lieferungen zu 40 Pfg. Alle 14 Tage eine Lieferung. Die 53 Lieferungen bilden 7 Bände mit folgendem Inhalt: Band 1: Leberecht Hühnchen. Band 2 und 3: Vorstadtgeschichten. Band 4 und 5: Geschichten und Skizzen aus der Heimat. Band 6: Phantasiestücke. Band 7: Aus meinem Leben. — Heinrich Seidel hat in seinen erzählenden Dichtungen unvergängliche Typen geschaffen, die unserem Volk an's Herz gewachsen sind. Jedermann kennt und schätzt seine liebenswürdigen Sonderlinge, die ihr stilles Glück im kleinen Kreise, in engen Verhältnissen hegen unb bewahren, die mit ihrem innigen GemütS- leben gegen alle Dürftigkeiten und Dunkelheiten des Daseins siegreich Stich halten. Für ihre Schicksale sand er den echten, schlichten Erzählerton, jenes klare, natürliche Deutsch, dem alles Aufgeputzte und Gesuchte fremd ist. Anmut und Heiterkeit sind über die Welt des Dichters gebreitet, der das Leben von der Sonnenseite zu betrachten geneigt ist. An ihm erwärmt sich unser innerstes Fühlen, durch ihn stärkt sich unsere Freude an der Natur, deren feinster Kenner rind Zeichner er ist, bei ihm finden wir sanften Humor, herzliches Lachen, feinen Spott bis zum derben Spaß, der erfreut, aber nie verletzt. So ist Heinrich Seidel immer mehr ein Liebling des deutschen Volkes geworden. Die billige Lieferungsausgabe seiner erzählenden Schriften ist dazu bestimmt, die Anschaffung derselben für's Haus nunmehr den weitesten Kreisen zu ermöglichen. Bisher gelangten zur Ausgabe Lieferung 1 bis 8. — Möchte reicher Absatz des Verlegers Hochherzigkeit lohnen
I. C. Schmidts Abreißkalender für 1900 mit täglichen. Ratschlägen für die Gemüse-, Obst-, Blumen- und Pflanzenzucht, Land- und Forstwirtschaft ist erschienen und macht wie immer durch seine gediegene und praktische Ausstattung seinem Herausgeber Ehre.
100 Volkslieder — 100 Freunde, alte, liebe, erprobte, vereint in einem schmucken, hübsch kartonnierten Bändchen, das sich bequem in die Tasche stecken läßt und überall zur Hand ist, wenn man sein bedarf im stillen Heim oder im Kreise sangesfroher Genossen, erschien im Verlag von P. I. Tanger, Köln, zu dem billigen Preise von Mk. 1.—. Die leichte Klavierbegleitung (Melodie auch in der rechten Hand) ermöglicht auch weniger geübten Spielern, das Bändchen zu gebrauchen.
Rösselspririrg.
(Nachdruck verboten.)
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Auflösung folgt in nächster Nummer.
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Wohlthnn trägt reichliche Zinsen.
IRrtahtoa: «. Burkhardt. — Druck und Verl», der Brühl'schen UniverfitätS-Buch. und Stewdrnckerei (Pietsch Erben) in Sie-en.


