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erbleichten merklich. Vergebens bemühte er sich, seine Auf­legung zu verbergen.

Ja, das ist wohl hart", bestätigte er zerstreut, und dann fragte er eifriger:

Sagten Sie nicht, Fräulein Grace sei bereits dabin abgereist?"

Ja, ich glaube gestern."

Wie kommt es, daß dieser Farmer zu ihrem Vormund bestimmt wurde?"

Er war ein Schulfreund des verstorbenen Herrn Hathaway, glaube ich."

Wo liegt denn seine Farm?" (Forts, folgt.)

Nr. 132.

Nr. 128.

sowie den Aermeln sind

Nr. 131.

der Pariserin kleiden. Während die englische Mode so viel als möglich Len Stil der Herrenmode nachahmt, findet man in der Pariser Mode

vorderen Mitte bestehen aus weißem Flanell und sind mit hellblauen Posamenten verschnürt. Ein weißer Ledergürtel umgiebt die Taille In dieser Zusammenstellung wirkt das Costüm allerliebst und dient zualeikb den sportlichen Zwecken auf's Beste.

Wenden wir nun unsere Aufmerk­samkeit noch kurz den Costümen für sommerlichen Sport zu, dem ja in jedem Badeort in irgend einer Form gehuldigt wird. Vorherrschend und allgemein verbreitet sind Croguet, Lawntennis. Die Hauptanforderung, die der Sport an die Kleidung stellt, besteht neben der Kleidsamkeit der Costüme in Leichtigkeit und Bequem­lichkeit, die freie Bewegung gestattet. Die Mode bietet in ihrer jetzigen Form auch für solche Zwecke passende und reichliche Auswahl. Die so be­liebten englischen Blousen sowie auch andere leicht eingereihte Blousen in ihren verschiedenen Variationen eignen sich besonders gut dazu. Die Röcke arbeitet man für solche Zwecke meist ohne Futter und fußfrei; höchstens der untere Rand wird durch einige Steppleinen geziert. Mit unserer Ab­bildung Nr. 131 haben wir ein der­artiges Costüm wiedergegeben. Aus hellblau und weiß karrirtem Flanell gefertigt, ist die einfache Blouse mit weißem Flanell ausgestattet. Die Epauletten, die Aermelmanschetten, sowie die breiten Streifen in der

Nr. 132 a.

rnanns Geschmack, wie man

genannten Mitteln erreicht werden kann, beweist uns das Costüm Nr. 132a, welches auf der Stranvpromenade höchst vortheilhaft von den zum Theil über­ladenen und dadurch geschmacklosen An­zügen abstach. Gleichfalls aus Rock und Zacket bestehend, war «igentlich nur das Herstellungsmaterial bestechend, denn dasselbe bestand aus weißem Flanell. Ein rosa Seidenfutter wurde beim Oeffnen des Jackets und Heben des Rockes sicht­bar und eine rosa Seidenblouse oder eine weiße Batistblouse ergänzte in passender Weise diesen höchst einfachen Anzug, dem jedoch gewiß Niemand die distinguirte Eleganz absprechen wird. Der einzige Fehler dürste vielleicht die etwas zu große Empfindlichkeit dieses Materials sein, denn wenn einmal die erste Frische verloren gegangen ist, so läßt sie sich wohl schwerlich völlig wieder erneuern. Praktischer waren in dieser Beziehung die zahlreich vertretenen weißen Piquäcostllme, welche auf ganz ähnliche Weise aus Rock und Zacket be­stehend, besonders von den jungen Mädchen viel zur Strandpromenade getragen wurden.

Diese, aus England stammende, etwas steife Mode ist jedoch nicht Jeder-

durchweg die echteste Weiblichkeit vertreten. Da besteht Alles aus Chiffon, Spitzen, Rüschen, Bändern, alles duftig, möglichst zart und farbenfreudig, bauschend und flatternd. Es ist, als ob diese Mode den Sonnenschein und Blumenduft selbst repräsentiren wollte, so echt sommer­lich und duftig wirkt sie. Dabei ist sie, wenn mit Verständniß angewandt, im höchsten Grade kleidsam. Dies wissen unsere Damen sehr wohl, denn wie oft fällt uns auf der Promenade diese oder jene Erscheinung als ganz besonders ätherisch und elegant auf. Würde die Trägerin jedoch an Stelle der duftigen Pariser Toilette ein nüchternes Costüm gewählt haben, so wäre der größte Reiz verschwunden. Dabei läßt sich jedoch nicht verhehlen, daß eine derartige Mode sehr leicht überladen wirken kann und es gehört ein ganz besonders geschulter Geschmack dazu, aus allen diesen zarten und bunten Einzelheiten ein harmonisches Ganze zu schaffen. Deshalb müssen wir auch hierbei wieder einer gewissen Einfachheit das Wort reden. Wir ver­anschaulichen mit Nr. 128 eine, wenn auch einfache, so doch nicht minder kleid­same Promenadentoilette. Aus hell­grünem, durchsichtigem Grenadine ge- fertigt, zeigt die Taille die allgemein beliebte Blousenform. Ein kollerartiger Einsatz aus gleichfarbiger, feingefalteter Seide füllt den tiefen Ausschnitt der Blouse und wird von einem Volant vom

Stoff des Kleides begrenzt, welcher der neuen Moderichtung zufolge nicht ein­gereiht ist, sondern die Falten durch den Serpentineschnitt erzeugt. Diesem Volant, [uiuic ven reermem ]tnt Keile von Seide aufgesetzt, welche mit Seiden.fchnüren überlegt sind. Auf gleiche Weise sind die Streifen in der vorderen Mitte ausgestattet. Der Rock ist ganz glatt und garnitur­los.

Mericht über Sommermoden, bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaetur, Dresden Reichhaltiges Modenalbnm und Schnittmusterbuch für 50 Pfg. daselbst erhältlich.

zu beobachten vielfach Gelegenheit hat. Vielmehr sieht man viele Damen, welche sich mehr nach dem Geschmack

lose Jacke schließt in der vorderen Mitte mit verdeckter Leiste, und am Hals endigt das Costüm mit Umlegekragen und kleinem Revers; die einzige Eleganz eines der­artigen Anzuges dürfte eigentlich nur in schönem, dazu passenden Seidenfutter bestehen, denn alles Andere, wieSoutache- näherei, Moireerevers und überhaupt reicher Besatz raubt dem Costüm die Einfachheit und somit auch die .Zweckmäßigkeit. Natürlich muß gerade bei solchem Anzuge die tadellose Arbeit und der gute ebensolche Schnitt die elegante Wirkung erzielen helfen.

Wie vollkommen letztere mit den

Wer die Sommermoden studiren will, der hat die beste Gelegen- Heit dazu in einem modernen Badeort, denn dort, wo sich die Haute volee aus aller Welt zusammenfindet, kann man die elegantesten Costüme jeden Genres und jeden Geschmackes sehen. Ja, man kann sogar bei einiger Aufmerksamkeit schon ein Nrtheil über bte nächste Mode gewinnen.

Das Reisen freilich, bei dem der Grundgedanke der ist, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu sehen, ist eine Art Sport geworden, auf den besonders auch in einer einfachen praktischen Garderobe Rücksicht genommen werden muß Nichts Abgeschmackteres, als wenn man auf solchen strapaziösen Touren vorjährige Ausgehkleider aus falschen Sparsamkeits­rücksichten verwenden will, die schon nach kurzer Fahrt im Coupe zerdrückt, staubig, unansehnlich geworden sind. Wie angenehm sticht dagegen das ein­fache Lodencostüm ab, welches weder zerknüllt wird noch schmutzt. Der ein­fache Rock wird durch eine Jacke und eine leichte Hemdblouse ergänzt, welche beide trotz ihrer Bequemlichkeit keinen legeren E ndruck machen. Unser Modell Nr. 132 veranschaulicht ein derartiges Reisecostüm aus Loden Die nur vorn