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Vermischte*

«rtaction: I. Hermann«<. »ruck und Verlag der Brühl',chen UnivtrsttStS-Buch. und Sttindruckerei (Pietsch & Sch.Yda) in «ießen.

Wir sind in einem zweifenstrigen Raume- etwa zwanzig I Personen machen sich hier zu schaffen, schnapstrmkend hockt dort ein Haufe, Andere liegen auf den Holzpritschen, em bis litt Hüfte nacktes, weibliches Gespenst wascht tn einem Holzbottich, Kinder schreien und zerren sich an den Haaren. Keiner kümmert sich darum. Mit lauter Stimme liest em jugendlicher Mensch aus einer Zeitung, denPelz tragt er auf dem nackten Leibe, das Gespenst scheint sein einziges Hemd zu waschen. Man achtet nicht auf den Eintretenden, die widerlichsten Flüche erschallen. Im andern Zimmer dasselbe Bild: man scheint kein Geheimniß vor einander zu haben- vor den Augen der Kinder spielen sich unbeschreibliche Scenen ab, kaum kann man glauben, daß hier liebende Wesen der­selben Gattung Hausen, die uns in den Theatern und in den Prachträumen der großen Petersburger Welt durch ihre Schönheit, ihren Geschmack und ihre Anmuth entzückt.

Der entsetzlichste Ort des Wjäsemskidom oder der Wjäsemskojalawra (Kloster), wie es der Volksmund nennt, ist die berüchtigteGlasgallerie", eines der Hauser, ein langer Flur, spärlich erleuchtet, mit vielen Abzweigungen und dunklen Treppenschlünden und Winkeln, die Hauptver­kehrsader desKlosters". Hier drängt und stößt sich trepp­auf treppab das Volk umher- was hier geflucht, gesungen und gethan wird, spottet jeder Beschreibung. Der Gefft des KuselS herrscht hier in der allergemeinsten Weise, Gleich­giltigkeit und Schamlosigkeit sind seine Begleiter. Einmal in den sich vorwärts schiebenden Menschenstrom gerathen, findet man eS schwer, ihm zu entfliehen. Athmet man endlich wieder reine Lust, so meint man doch noch lange, den Druck von Staub, Schmutz und dem Gemisch der entsetzlichen Düfte des Klosters" auf der Brust zu fühlen. Wer es über sich ge­winnen könnte, hier einige Tage zu verleben, wurde des Seltsamen viel entdecken- doch wie der Ertrinkende nach der

Druckfehler. Der Baron bestieg mit seinem Sohne den Berg, seinen Ruppsack mit der Hand umklammernd.

Beurtheilung.Nun, wie war der Bräutigam Deiner Schwester heute?" Backfisch:Furchtbar wort­karg, er küßte tun!" * ,

Milderungsgrund. Bertheidiger:Und dann bitte ich die Herren, auf den Geisteszustand des Angeklagten Rücksicht zu nehmen er hat vier Mal geheirathet.

Sportmoden. Zu Radfahrcostümen verwendet manHomespunes Cheviot und Lawn-tennis-©toffe mit zarten Durchzugsstrerfchen, zu Rett­kleidern Cashemire-Kammgarn. .Von Radsahrermnen wird der rückwärts getheilte, vorne offene Rock bevorzugt; doch auch Kostüme, die ohne Muhe zu einem Straßenkleide umgestaltet werden können, sind lehr zu em­pfehlen. Im letzterschienenen Heft 14 derWiener M-d«" find sehr hübsche Modelle dieser Art zu sehen. Das, genannte Heft enthält zahlreiche Sportcostüme, so Bicykle-, I.avn-tsnms-, Tounsten-, Ruder- Meltionten viel entdecken; vorn rote oer isrrmnrruvl nuu, V». > und Reitkleider, und viele andere reizende Totlettm. *! . /

Sufi, I- ftr-bl auch d-r niuMIg-S-fuch--Ichl-unlO wl-d-r I»»»« » W. »»«'

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die Elendesten der Elenden und sträubt säumen""das°°in Md" und"°Wort stets tonangebende Modenjournal

Versuch, ihm seine Opfer zu entreißen. Betäubung, um den ! mit bunter Fächer-Vignette, .Verlag John

Kammer der Welt nicht zu fühlen, Stillung des Hungers Henry Schwerin, Berlin emzusehen und darauf zu abonmren. ,Jede

und der tdierischen Liebe in ihrer rohesten Form, das sind I vierzehntägige Nummer mit mustergültigem Schnittmusterbogen, auch

selten spülen die Wellen der Canäle dürre Körper ans Land, Ach l, Im belletristischen Theil finden tmr u. A. ein

die vordem in dem Wjäsemskidom gelebt, gelitten und ^(chtiges humorvolles Bild-. Eine Negerhochzeit wMackville-der

Modentheil bringt wahrhaft künstlerische Holzschnitte aus den eigenen

gesündigt hatten. , «, a Mnter fidi I Ateliers mit ganz reizenden Moden-Genrebildern. Auch Kindermoden,

Hat man die schauerliche Statte des Elends hinter sich Äteiters m» s°nz » vertreten.Große Modenwelt" -

gelassen und nach einem Bade, einem gründlichen Wechsel der I $ wechseln mit Blättern ähnlichen Titels! ist nur für Mk. i LuLSUiie.LA««..«»».*» ist... Zeit in dem Wjäsemskidom zu Verbrechern und Taugenichtsen ^nal-Ansichten reich begleiteter Aufsatz, der soeben in Heft ,15 heranwachsen müssen. I der vornehmen Halbmonatsschrift ,,V»m FtlS zum Meer" (Union

-------------- 1 Deutsche Verlagsgesellschaft) erschienen ist und großes Jntereffe bean­sprucht. Dies um so mehr, als Landeshauptmann Leutwem, dessen Gantporträt mit asrikalandschastlicher Staffage auch den Artikel schmückt gerade zur Zeit einen dreimonatlichen Erholungsurlaub m Dentschland verbringt. Aus dem sonstigen, so überaus mannigfaltigen und an­regenden Inhalt heben wir noch hervor die Gemälde von P. Salinas, Th. Gruft, poesievolle Zeichnungen und farbige Photographien von R. Mahn; vom letzten großen Münchener Künstlerfest re. rc. Alles in Allem eine prachtvolle Zeitschrift, die dringend genug zu empfehlen ist.

Unsere Kinder sind unser Stolz und unsere Freude. Nicht Geist und Gemüth allein, auch ihr Aeuheres soll Zeugmß ablegen vom wachsamen Auge des Vaters, der sorgsamen Pflege der Mutter, die mit dem Scharfblick der Liebe Gutes und Schlechtes unterscheiden und vom Guten das Beste für ihre Kinder auszuwählen tm Stande sind. Den Müttern erweist sichDie Modenwelt", ^"strikte Zeitung für Toiletten und Handarbeiten, als ein unentbehrlicher Rathgeber. Die Modenwelt" (nicht zu verwechseln nutKleine Modenwelt undGroße Modenwelt") ist zum Preise von vierteljährlich Mk. 1.25 durch lebe Buchhandlung und Postanstalt zu beziehen.

Er kann es sagen. Bekannter (zum Arzt, der sich hauptsächlich mit Entfettungskuren befaßt):Was machen denn Ihre Patienten?" Arzt (würdevoll):Sie nehmen ab!'

Verplappert. Herr*Warum wollen Sie mich denn verlassen, Jean?" - Diener:Weil Sie mir jeden Tag vorwerfen, ich rauche Ihre Cigarren sie schmecken mir schon lange nicht mehr,!" *

Schwieriger Fall. A.:Die Vertheidigung dieses Clienten ist also eine sehr schwierige?" Advocat: Allerdings! Sie glauben nicht, was für Mühe ich mit dem Menschen habe, daß er nicht gesteht!"

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Ländlicher Familiensinn. Der Michel kommt mit einem Recepte für sein krankes Schwein in die Apotheke. Der Apotheker verlangt für die Arznei 90 Pfennige.Ei, sagt Michel, ,,i' bin ja in der Krankenkass'!Das glaub' ich gern, daß Sie Mitglied der Krankenkasse sind, aber Ihr Schwein doch nicht!" -Ja, warum denn das nit auch? I' bin do' mit allen meinen Angehörigen versichert!" ______________

Literarisches