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Vermischtes.
Mein Vater"
Haarschwund mW Kahlköpfigkeit.
der „Tgl. Rdsch." äußert sich ein Arzt über dieies wichtige Thema folgendermaßen: „Da die Kahlköpfigkeit bekanntlich durchaus nicht verschönt, im Gegentheil oftmals recht verunziert, so ist es sehr natürlich, daß Jemand, wenn er bei sich einen allzu reichlichen Ausfall der Haare bemerkt, in nicht geringe Bestürzung versetzt wird. Bemerkt mag hier werden, daß auch ein regelmäßiger Ausfall von Haaren vorkommt, daß also bei ihnen stete Erneuerung sich vollzieht. Bet den Augenwimpern beträgt zum Beispiel die Lebensdauer jedes einzelnen Haares, wie sorgfältige Beobachtungen gezeigt haben, durchschnittlich 125 Tage, nach deren Ablauf die Wimper ausfällt und durch eine neue ersetzt wird. Handelt es sich al o nicht um einen solchen, sondern nur um einen bedeutend reichlicheren Ausfall von Haaren, für die ein Ersatz nicht wieder stattfindct, so ist die Bestürzung allerdings berechtigt. Gewöhnlich werden dann Aerzte und Laien um Rath gefragt und bald dieses, bald jenes Mitiel zur Bekämpfung des Haarschwundes empfohlen und angewandt. Die Zahl dieser Mittel zur Stärkung des Haarbodens ist ungeheuer groß, und einzelne sind auch recht sonderbarer Art- daß sie indeß alle recht wenig leisten, beweist die That- sache, daß die Glatze trotzdem durchaus nicht aus der Welt geschafft ist, sondern immer häufiger wird. Von dem Haarausfall nach Jnfectionskrankheiten will ich hier nicht reden, zumal da nach ihnen, wie z. B. beim Typhus, die Haare später fast immer vollkommen sich erneuern. Auch von einem ziemlich seltenen, durch eine bestimmte Bacterienart hervorgerufenen, immer in Kreisform erfolgenden und daher mit einer Tonsur verglichenen Haarausfall und dessen Bekämpfung will ich hier nicht reden, sondern nur von dem scheinbar ohne jeden Grund erfolgenden Haarausfall. Bei Aerzten und Laien ist die Ansicht sehr verbreitet, daß der Haarschwund eine Folge der sogenannten Schuppenbildung auf der Kopf-
Wie die beiden Dumas arbeiteten und lebte« „Mein Vater" - so schreibt Dumas fils an den Schrift- steller Maurice de Fleury auf eine diesbezügliche Anfrage —
1 Hetzen zum Theil aus abgestoßenen
’ der Kopfoberhaut, zum Theil sind cs vertrocknete Auk-
^eidungen aus den kleinsten Hautdrüsen. Es sollen diese S Haarboden ungünstig beeinflusse». Gegen diese nbcffen Beobachtung, daß bei einer großen
Zahl von Leuten mit einer überaus zahlreichen Schuppen- mÄftT HENmchs nicht allein besteht, sondern A d.^stehen blecht. Wenn nun die Schuppenbildung nicht die Ursache des Haarausfalles ist, welche andere Gründe giebt die den Haarwuchs ungünstig beeinflussen? Zunächst dazu das zu häufige Schneiden der Haare.
Bekannt ist, daß Frauen, die sich dem Haarschneiden selten oder gar mcht unterziehen, zumeist den schönsten und dichtesten Haarwuchs zeigen, und daß bei Chinesen ein Haarschwund nur an den nicht zum Zopf verwendeten Haarmaffen einzu- treten^ pflegt, ^edes Haar stellt einen Cylinder dar, der beim schneiden an der einen Seite blosgelegt wird und dort mechanischen, chemischen, thermischen und bacteriellen Ein- rÄ r ns.ens.16eqUerm.en Angriffspunkt bietet. Rach dem Haar- schnitt sind die auf dem Scheitel wachsenden Haare mit ihrem nach oben offenen Ende irgendwelchen Schädlichkeiten viel mehr ausgesetzt als die sich dachziegelförmig deckenden Partien dec Nacken- und Schläfenseiten und ist es daher erklärlich, b" Scheitel gewöhnlich zuerst kahl wird. Einen Beweis für die Thatsache, daß mechanische und thermische Schädlich- ke ten, z. B. also Druck und Behinderung des Luftzutrittes, ein wesentlich schädigender Grund für den Haarwuchs sind hat eine Modethorheit geliefert, die in den sechziger und siebziger Jahren bei der Damenwelt sehr beliebt war, ich meine den Chignon, eine Modetracht, bei der das Haar in ktoetl^-^eUte^^nri^en. zusammengeschlungen und auf dem Scheitel durch einen Kamm befestigt wurde, wobei fast ™ei z^ Verschönerung und Vergrößerung der Frisur falsche Haare Verwendung fanden. Es zeigte sich nun bald, daß am Scheitel, auf den die ganze Haarmaffe drückte und wo der Luftwechsel verhindert war, sich eine kahle Stelle bildete, aus welchem Grunde das schöne Geschlecht diese Haar- tracht dann bald wieder durch eine andere ersetzte. Ungünstige Lüftungsverhältnisse ohne gleichzeitigen Druck sind an und für sich auch schon geeignet, den Haarwuchs zu behindern. Die im Allgemeinen bedeutend geringere Luftdurchgängigkeit der männlichen Kopfbedeckung gegenüber der weiblichen trägt demnach dazu bei, daß die Zahl der kahl- kopstgen Manner ganz erheblich größer ist, als die der Frauen. Leider wird es nicht für fashionable gehalten, selbst rn der wärmsten Sommerzeit den Cylinder oder Filzhut mit dem bei Weitem zweckmäßigeren Strohhut zu vertauschen doch die Strafe kommt über sie und über ihre Häupter nämlich in der Gestalt der Glatze. Eine der in hygienischer Beziehung für die Haare ungeeignetsten Kopfbedeckungen ist der Helm, aus welchem Grunde langjährige Träger eines solchen auch zumeist nicht allzu großen Ueberfluß von Haaren zu besitzen Pflegen. Von wie großem Einfluß ferner der ungehinderte Zutritt von Luft und Licht auf die Entwickelung der Haare ist, lehrt die Erfahrung, daß falls Körperstellen, die für gewöhnlich bedeckt gehalten werden, des Experimentes halber oder aus anderen Gründen, längere Zeit offen getragen werden, sie mit der Zeit einen stärkeren Haarwuchs erhalten. Aus den obigen Erörterungen folgt also, daß die wirksame Bekämpfung des Haarichwuudes und der Kahlköpfigkeit fast ausschließlich auf hygienischem Gebiete möglich ist. Die Vermeidung eines allzu häufigen Haarschneidens, ferner das Tragen von leichten und luftdurchgängigen Kopfbedeckungen sind die besten Mittel, den Haarwuchs zu erhalten oder zu kräftigen
den Schultern, halb angekleidet warf sie sich auf das Bett unb ,°9 [tarr„om.1 krampfhaft gefalteten Händen, wehrlos, ™ bem kein Weib entrinnt, wenn der sieghafte Mann ihre Seele überblickt. 9
Als Wulfsen in seinem Zimmer die Mappe fand und die Hand darauf legte, stieg ihm das Kindergefühl vor der SX '**' ei" D»st, -in AH--N, eine
Dann vertiefte er sich in die Mappe.
Bei aller Hast hatte Hilde doch mit dem blitzschnellen Verstände zugegriffen, möglichst Einheitliches, sich Entwickelndes
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Liebli^bitd^ SQtt trsU9 bie Inschrift: Copie eines Lieblingsbildes. Es war dem Datum nach vor fünf Jahren angefertigt, tti äußerst zarten Wasserfarben gleichsam idealisirt, daß es Einer Fata Morgana ähnlich wirkte, obwohl es nur einen schlichten Weidenschlag zeigte, an dem vorbei ein hellgetretener Wlesenweg auf ein Bauerngehöft und weiterhin zu einer Windmühle führte.
Diese Windmühle wirkte als Ziel des träumerischen Bildchens lustig frei und keck- in wahrem Frohmuth iah man das lose Ding an, hinter dem ein bläuliches Wasser schimmerte, von Hellen Segeln befahren, während das Häuschen vor ihm süßen Geheimniß gleich versteckt und vereinsamt lag. Das Bildchen hatte sie ebenso auf ihr inneres Handrund malen können, so winzig waren seine Verhältnisse, so über- ra chend aber auch seine Perspective. Auf dem Hellen Wlesenweg, dem Häuschen zu, gingen zwei Menschen, nur angedeutet, doch erkennbar und eng aneinander geschmiegt.
Heinrich sah es lange und immer wieder an. Ein Lieblingsbild aus ihrer Kinderzeit? Das hätte er auch lieb gehabt, obwohl er zweifelte, mit solchen Augen gesehen zu haben, ehe er sie kannte. '
(Fortsetzung folgt.)


