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In der guten alten Zeit-

Singweise:Keinen Tropfen im Becher mehr".

wohl aber ich möchte blos wissen, welches von den neuen Mitteln ihn eigentlich curirt hat." Im Restaurant. Gast.Also nichts ist da wie Eier und Eierkuchen- wozu rathen Sie mir?" Kellner:Hm, Eier würde ich nicht nehmen, die sind gewöhnlich schlecht- nehmen Sie Eierkuchen, da sind keine Eier d'rin!"

beanüaen. I

Einige Fleischstücke warfen wir in aller Eile noch in die Kajaks, dann ging es fort. Aergerlich sahen wir die Möven sich in den Besitz unserer schönen Beute setzen- auf dem halb abgezogenen Leibe saßen einige dicht beieinander und hackten in das Fleisch, während andere sie mit heiserm Kreischen umkreisten. Das Gesindel kehrte sich nicht an Sturm und Unwetter, sondern war ganz damit zufrieden, in Gesellschaft so vielen Fleisches einen Abstecher aufs Meer hinaus zu machen.

Es war unsere Absicht, über die Scholle nach dem Rande auf der Windseite zu gehen, nach dem festen Eise, das noch nicht aufgebrochen war, überzusetzen und die Kajaks dann ans Land zu ziehen. Inzwischen wurde der Wind immer heftiger und riß immer mehr kleine Schollen los- | wir konnten im Doppelkajak nicht weiter kommen, sondern mußten uns trennen und Jeder für sich rudern. Festes Eis erreichten wir nicht, es war nun auch nach diesem wett, der Sturm hatte es bis tief hinein ausgebrochen. Das Haupt­viertel mit dem Specke mußten wir fahren lassen, worauf sich die Möven sofort darüber hermachten. I

Jetzt begann eine schwere Fahrt nach dem Lande, theils im schäumenden Wasser zwischen kleinen Schollen mit dem Schlitten hinten auf dem Kajak, theils auf halbaufgelösten Schollen mit dem Kajak auf dem Schlitten. Wir trieben nach Nordwesten, an unserm Bärenfleische und an der Höhle" vorbei. Entsetzlich, es sah aus, als sollten, wir noch einmal mit dem verhaßten Treibeise ins Meer hinaus treiben! t

Wir hatten endlich nach dem Lande zu eine ziemlich große Strecke offene See und schifften, uns nun zum letzten Male ein. Nansen ruderte voran, ich hinterdrein. Aus Furcht, das Ruder zu verlieren, ruderte ich mit bloßen Händen- die See ging dwars, was für mein Kajak nicht sehr gut war, da es schon unter normalen Verhältnissen nach Backbord hinüber lag, dies jetzt aber noch mehr that, weil das Walroßfleisch und das Gewehr sich im Kajak auf der Leeseite hielten. Nansen sah sich bisweilen um, um sich zu überzeugen, ob ich nachkäme. Es war ein heißes Ringen, aber zu unserer unendlichen Freude sahen wir, daß es, wenn auch nur langsam, dem Lande zuging. Endlich konnten wir uns, erschöpft und durchnäßt, an die feste Eiskante des im Nordwesten derHöhle" gelegenen Landes klammern und dort keine Eisstückchen abbrechen, um unfern brennenden Durst zu löschen.

Das eisfreie User ließ sich am Landeise bequem er­reichen. Dort zogen wir die Kajaks aufs Land und rangen unsere Kleider ein wenig aus - dann steckten wir uns in den Sack, aßen Beefsteak von Bärenfleisch und schliefen bald ein, müde und froh, daß wir aus diesem Abenteuer so glücklich davongekommen waren.

Hrrnrsristisches.

AusLustige Welt", Verlag von Georg E. Nagel, Berlin SW. Vierteljährlich Mk. 1,30, Einzelnummer 10 Psg. Schrecklich. Dame:Ach, lieber Doctor, ich bin ganz > unglücklich!" Arzt:O, das ist sehr bedauerlich, wo fehlt ; es denn?" Dame:Ach, schrecklich! Heut' Morgen ließ > ich aus Furcht vor meiner Migräne den Ball absagen, auf j

seewärts getrieben werden. Diese Furcht war nur zu wohl , dem ich mich stets so amüsirt habe, und nun habe ich meine Efinhet8 benn kaum hatten wir das erste Walroß zur! Migräne gar nicht einmal bekommen!" - Medizin. Herr: Hülste abgezogen, so merkten wir auch schon, daß wir imWarum so bedenklich, Herr Doctor? Sie haben Ihren Treiben wa°reL. W sahen, daß wir «st unserer Beute | Patienten ^« Lanzerch Ä '££

nicht fertig werden konnten, hofften aber, das halbe Fell mit dem Specke daran noch zu bergen. Die Messer arbeiteten mit aller Macht in der dicken Haut, wir mußten aber doch auf die Hälfte verzichten und uns mit einem Viertel

In der guten alten Zeit Waren zwar die Förstersleut' Muster nicht der Tugend - Doch bierehrlich waren sie, Stellten Ihren Mann und wie!

Kraft geschonter Jugend.

Als Studenten ihren Durst

Löschten sie und völlig Wurst

War die Zahl der Seidel - Manche schöne Winternacht Haben kneipend sie durchwacht, War auch leer der Beutel.

Auch gestrebt ward hie und da, Aber immer, wenns geschah, Ward drin Maß gehalten - Dadurch ward der Kopf geschont Und's Gehirn, das darin thront, Blieb gesund den Alten.

Heut' der jüngste Forstmann hat, 'S ist erschrecklich in der That, Magen schon und Nerven -

Ein gehör'ger Umtrunk kann Einen solchen Förstersmann Unter'n Tisch schon werfen.

Ganze trinken giebts nicht mehr,

Halbe wird schon riesig schwer, Können's nicht vertragen -

Junger Wein wirkt alsogleick

Wie das schlimmste Teufelszeug

Auf den armen Magen.

Daran schuld ist offenbar, 's ist unglaublich, aber wahr, Uebermäß'ge Tugend -

Denn mit lauter Studium

Brachten sie die Zeit herum

Ihrer blühenden Jugend.

Gingen ja sie auf die Kneip', Tranken niemals sie beileib'

Irgend einen Zweiten -

Einen Kater mußten ja Bei dem Ernst der Studia Aengstlich sie vermeiden.

Lobe mir die alte Zeit, Wo der Forstmann war gescheit Und gehörig zechte -

Denn es ist der Förstersmann,

Der nichts mehr vertragen kann, Sicher nicht der echte. Ney.

Kedaction: I. Hermann «Ile. »ruck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch & Sch-Yda) in Gießen