Ausgabe 
7.5.1898
 
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K ancher stößt und drängt sich weiter, Unbekümmert um das Wie, Ist er aber auf der Leiter, Heißes, der Mann hat Energie. Aber war sein Müh'n vergebens, Weil das Glück ihn hat verfehmt, Jede Regung seines Strebens Nennt die Welt dann unverschämt.

Das Fräulein.

Roman von E. Ve ly.

(Fortsetzung.)

Die vorher so sehr belebte Miene der Dame wurde plötzlich starr, sie hüstelte leicht als jetzt der Diener mit dem Kaffeebrett erschien, rief sie Jacqueline, deren Amt es war, die Taffen zu füllen und zu vertyeilen, zu:Recht stark für mich, um meine Nerven zu beruhigen, Fräulein von Arabin!"

Joachim von Monken trat an den Kaffeetisch, um zu verhindern, daß die junge Dame ihm bedienend entgegen­komme. Die Tasse aus ihrer Hand entgegennehmend, flüsterte er:Ich habe nichts bei Tische gethan, als darüber nach- gcdacht, welch ein Wechsel der Verhältnisse Sie so in dies Haus gebracht!"

Sie hob das blasse Gesicht mit den ruhigen Augen zu ihm empor.

Herr von Monken, sollte das so schwer zu errathen sein, nach dem, was sie von uns" sie stockte, als schmerze es sie, das zu äußern,schon gesehen?" Dann flackerte es plötzlich in den Blicken, ihre Züge wurden erregt.Wenn ich Sie bitte, beschwöre, mir und den Anderen gegenüber nie die Vergangenheit zu berühren, Jenen nichts zu erzählen von dem, was Sie wissen"

Er verbeugte sich chevaleresk.

Wenn Sie es so wollen!"

Ich werde es, mißverstehen Sie mich nicht, als eilte Wohlthat betrachten, wenn Sie eben der Vergangenheit halber mich möglichst ignoriren!"

Sie befehlen es!" dann trat er zurück, kopfschüttelnd, immer noch erregt und interessirt.

Es war Zufall, daß Jacqueline dem Hausherrn die ; letzte Tasse bot.

Wissen Sie," sagte er, während drüben die dröhnende j Stimme seines Vaters immer noch von der abenteuerlichen Begegnung mit dem nordischen Monarchen berichtete,daß ich mir einbilden könnte, es sei etwas, wie eine kleine Vernachlässigung"

Wie sollte ich dazu kommen?"

Er rührte in dem schwarzen Trank.

Wäre auch gänzlich unverdient, gänzlich, denn >as mich betrifft" ein bedeutungsvolles Lächeln und ein langsames Hervorstoßen der nächsten Worte:ich zum Bei­spiel, würde außerordentlich erfreut sein, wenn Sie sich in meinem Hause recht wohl fühlten, mein Fräulein!"

Es ist der Fall die Kinder haben sich jetzt an mich gewöhnt, Herr Consul."

Er beachtete die Antwort nicht.

Sie sind noch jung und haben Ansprüche an das Leben."

Ihre Lippen zuckten.Ich mache sie nicht in meiner Lage hat man gar kein Recht darauf."

Kein Recht so jung noch, so schön ha, von so pieanter Schönheit"

Herr Consul!" wehrte sie ab.

Das ist erlaubt, zu sagen! wir thun das in der Ge­sellschaft hundert Mal in einem Athem, mit weit weniger Grund" fiel er hastig ein.

Ich bin keine Dame der Gesellschaft, ich bindas Fräulein."

Er stand in steifster Haltung.

Wie herbe Sie sind aber das sind Sie eben, weil es Sie kleidet, Sie wissen das sehr genau! O mir sind alle diese liebenswürdigen kleinen Künste bekannt, welche sich mit den Worten Koketterie und Flirtation decken, und die wir schwachen Herren der Schöpfung nun einmal so außerordentlich reizvoll finden."

Herr Consul Lund, ich bin unter Ihrem Dache!"

Dafür segne ich bett Zufall, preise den Himmel, was Sie wollen! Oder den deus ex machina, in diesem Falle meine findige, kleine Frau!"

Sie konnte nicht gehen, sie konnte nicht zurückweichen, zwischen Tisch und Wand stand sie aber sie schwieg jetzt und biß nur trotzig die Lippen auf einander. Sie fühlte es, dieser Mann nahm ihre Hülflosigkeit auch für gemacht.

Und meine Frau wollte Ihnen ja auch Anfangs eine mehr gesellschaftliche Stelle einräumen, sie liebt die Nüaneen)