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kann. Die frisch aus der Erde gehobenen Wurzeln sind schmackhafter als die im Sand oder in der Erdmiethe auf- bewahrten, doch wird die letztere Aufbewahrungsmethode der Bequemlichkeit halber vorgezogen und zwar in der Weise, daß beim Einräumen im Herbst die Schwarzwurzeln zuletzt an die Reihe kommen.

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Zwiebelsarnen recht bald säen. Bei zu spät ge­machten Aussaaten werden die Zwiebeln vielmals nicht gut reif und taugen dann nicht zur Winteraufbewahrung; man muß Zwiebelsamen deshalb möglichst frühzeitig aussäen, sobald es Ausgang Winters oder im Frühjahr im Garten trocken geworden ist.

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Durch Aussaat von Kresse in flache, mit Wasser­abzug versehene Holzkästen, die wir hell am Küchenfenster hinstellen, können wir jetzt eine willkommene Zuthat zu Kartoffelsalaten bereiten.,

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Zur Gemüsecnltur. Sämmtliche Gemüsearten ver­langen außer Stickstoff und Phosphorsäure sehr viel reines Kali. Bekanntlich wirkt eine reiche und besonders frische Stallmist-Düngung auf viele Gemüsepflanzen mehr nach­theilig,- es empfiehlt sich deshalb, nur eine halbe Stallmist- Düngung zu geben und zugleich die fehlenden Nährstoffe, besonders Phosphorsäure und Kali in Form künstlicher Dünger aufzubringen. Die Phosphorsäure wird zweckmäßigst in 3 Centnern Thomasschlacke zugeführt/ das Kali dagegen, falls solches nicht im Herbst in Form von 3 Centnern Kainit geschehen kann, in einem reichen concentrirten Kali­salze gegeben, und -zwar in einer Gabe von 1 Centner salpetersaures Kali. Ueberhaupt aber sollte man namentlich für die feinen Gemüse nur sogenannte concentrirte Salze verwenden, als phosphorsaures und salpetersaures Kali. Da diese Salze schädliche Bestandtheile nicht enthalten, können sie im Garten zu jeder Zeit als Kopfdünger oder auch als Düngerguß mit bestem Erfolge angewandt werden.

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Eine vorzügliche Düngermischung für alle Gartengewächse, Blumen und Topfpflanzen ist folgende: 70 Pfund Thomasmehl werden mit 30 Pfund Kalisalpeter gemischt, und von dieser Mischung pro Stock oder Blume 5 Gramm auf jeden Liter Erde 12 Mal im Frühjahr und Sommer angewandt. Im freien Lande genügen von dieser Mischung auf jeden Quadratmeter 40 Gramm, zwei Mal im Jahr gegeben.

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Von Johannisbeeren, Stachelbeeren und der­gleichen mache man jetzt etwa 20 Centimeter lange Steck­linge, welche mit scharfem Messer glatt unter einem Auge geschnitten werden. Diese binde man in Bündchen und schlage sie wie die Edelreiser ein, um sie im März auf ein gut gegrabenes Beet bis an das oberste Auge schräg einzeln in die stets feucht zu haltende Erde stecken zu können, wo sie bald Wurzeln machen.

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Roseucultur. Hochstämmige Rosen müssen beim Pflanzen gut beschnitten werden, höchstens auf 35 Augen. Auch pflanze man sie nie tiefer, wie sie gestanden haben. Niedrige Rosen können eher etwas tiefer gepflanzt werden, da bei ihnen an der Veredlungsstelle sich gerne Wurzeln bilden. Nach dem Pflanzen empfiehlt es sich, die Hochstämme sogleich in die Erde zu legen und die Krone erst bei trüber Witterung nach fünfzehn Tagen bis drei Wochen aus der Erde zu heben.

Schadhafte Gummischuhe ohne fremde Hülfe zu repariren, soll auf folgende Art und Weise leicht ausführbar sein. Man trenne von einem Stück Kautschuk einen für die beschädigte Stelle erforderlich großen Rüster ab; beschneide diesen mit einem recht scharfen, naß gemachten Meffer derart, daß er sich nach dem Rande zu an allen Seiten spitz ab­flacht,- bestreiche nun die schadhafte Stelle des Schuhes, sowie den Rüster vermittels eines Pinsels mit Terpentinöl, nachdem die betreffenden Stellen vorher ordentlich gesäubert und ge­trocknet worden sind; lege endlich die mit diesem Oele be­tupften Stellen aufeinander und setze sie etwa 24 Stunden lang einem mäßigen Drucke aus, die Reparatur ist damit beendet. Dauernd zusammenkitten kann man Gummi mit Gummi nur mit flüssigem Gummi, welcher in Gummifabriken erhältlich ist.

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Brandflecke«, die durch zu yeitzes Bügel« ent­standen, ohne daß die Fasern zerstört sind, bestreicht man mit in Wasser aufgelöstem Borax und bügelt dann die Stelle trocken. Oder man bestreiche den Fleck mit einem Brei aus Thonerde, Zucker, Stärke, Gummi und Waffer und lasse ihn trocknen.

Hrnnsvistisches.

Vorsichtig. Professor Dusler (der auf der Straße einen Bekannten trifft):Sie sehen ja so verstimmt aus, Herr Müller?" Müller:Ja, denken Sie, ich habe gestern in einer Droschke meine Brieftasche mit hundert Mark Inhalt liegen lassen. Das Geld ist so gut wie verloren!" Dusler:Dergleichen könnte mir nicht passiren. Wenn ich etwas in einer Droschke liegen lasse, merke ich mir immer die Nummer."

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Theures Erkennungszeichen. (Aus dem Briefe des Studiosus Bummel an seinen Onkel.) . . Es freut mich unendlich, lieber Onkel, daß Du mich am nächsten Montag besuchen willst ich werde pünktlichst am Bahn­hofe sein. Da wir uns aber noch nie gesehen, so bitte ich Dich, als Erkennungszeichen einen Hundertmarkschein in der rechten Hand zu halten'" (Flieg. Bl.)

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Gemüthlich.So, so, Sie wollen also die Wohnung miethen?" Haben Sie Kinder?"Nein, Herb Hauswtrth." Haben Sie Hunde?"Nein."Eine Nähmaschine?" Nein, aber ich habe einen alten Theekessel, der singt zuweilen, Wenns Wasser kocht hoffentlich genirt Sie das nicht!"

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Heimgeschickt. Student (nach einer Zänkerei mit seiner jüngeren Schwester):Du bist überhaupt ein ganz naseweises, dummes Ding!" Backfisch:Und ich wette doch, daß ich noch eher meinenDoctor" mache als Du!"

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Ein Schmeichler. Dienstmädchen (beim Bäcker): Na, Ihre Semmeln werden alle Tage kleiner."Bäcker: Für Ihren kleinen Mund sind sie noch immer viel zu groß, Fräulein."

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Ein Grobian.Wollen Sie mir aus mein ehrliches Gesicht etwas geben?" --Ja, a Watsch'n!"

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Am Billetschalter:Nach Neuendorf!"Retour?" Nee, erst hin I"

Redactian: M. Druck uab Verlag der Brühl'sche» vui»erfitSls-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Schcyda) in Gießen.