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Gemeinnütziges.
Mr Kartoffeln ist und bleibt der bewährteste Dünger der feingemahlene rohe Peru-Guano, oder in sehr kräftigem Boden — gar kein Dünger, d. h. wenn es sich um Erzielung feiner Speisekartoffeln handelt. Bei Chilisalpeter-Düngung ist äußerste Vorsicht geboten. Denn sowohl im Jahre 1892 als auch 1893 waren größere Landwirthe gezwungen, die dergestalt gedüngten Kartoffeln in Folge schlechter Beschaffenheit zu jedem Angebote loSzuschlagen.
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Pflanzenstecklinge sollte man niemals unmittelbar nach dem Schneiden derselben pflanzen, sondern immer erst eine gewiffe Zeit darüber hingehen lassen. Bei Stecklingen von Fuchsien, Pelargonien genügen eine oder zwei Stunden, um die Schnittwunden zu schließen. Für Arten mit milchigen, harzigen u. s. w. Säften, z. B. für Ficus, Artocarpus, Euphorbia, Nadelhölzer u. a. m. muß man mindestens einen halben Tag warten, ehe man zur Pflanzung schreitet. Bei anderen Arten wie Ananas, Coreus, Epiphhllum u. s. w. läßt man der Wunde einen ganzen Tag, um gehörig abzutrocknen.
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Uever das Bespritzen der Pflanze«. Da die trockene Zimmerluft auch eine trockene Verdunstung der Feuchtigkeit veranlaßt, so muß man, um sie zu ersetzen, die Pflanzen häufig überspritzen. Man braucht zu dem Ueber- spritzen nun nicht gerade einen eigenen Apparat, sondern kann denselben noch wirksamer ersetzen, wenn man eine harte Bürste in Wasser taucht und über dieselbe mit der Hand nach sich zu streicht, jinfolge dessen die Nässe in Gestalt eines feinen RegenS über die Pflanzen zerstäubt. Namentlich ist das Bespritzen oder Bestäuben bei Hellem Wetter recht oft in Anwendung zu bringen. Sehr gut ist es, Pflanzen von härterer Consistenz und solche mit festen lederartigen Blättern im Sommer, besonders an warmen Tagen, im Winter, wenn solche beständig der trockenen Zimmerluft ausgesetzt sind, an passender Stelle allwöchentlich einmal mit einer feinen Brause abzuprausen. Das hierzu zu verwendende Wasser muß jedoch gut verschlagen (lauwarm) sein und die Pflanze auf die Erde niedergelegt werden.
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Die Verbesserung der Blumentopferde. Bekanntlich wird die Topferde leicht sehr fest, dadurch unzugänglich für die Luft und sauer. In Folge dessen mangelt es den Wurzeln an Luft zur Athmung, und die Pflanze kränkelt dann. Gutes Gegenmittel ist außer Beimischung von grobem Sand und einer ca. 2 Centimeter starken Gandbedeckung der Zusatz von geriebenem, getrockneten Moos und Holzkohlenpulver.
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Zu den reizenden Zimmerzierven gehört die Ampel, d. i. ein entsprechend verziertes, schalenförmiges Gefäß, welches mit Schnüren zum Aufhängen an der Decke des Zimmers, am Fensterbalken u. s. w. versehen ist. Sie dient zur Ausnahme solcher Gewächse, deren meist dünne, fadenförmige Zweige graziös Überhängen und hierdurch eine gewisse Abwechselung in die sonstigen Arrangements von Topfpflanzen bringen. Dem mehr oder weniger herabhängenden Wüchse der Pflanzen entsprechend, ist die Ampel in angemessener Höhe des Zimmers anbringen. Gewöhnlich werden die betr. Gewächse mit dem Topfe in die aus Thon, Porzellan, Naturholz re. bestehenden Ampelschalen hineingesetzt.
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Da der Gommer dem Geflügel den Tisch sehr reichlich deckt, meint man vielfach, die Thiere bedürfen zu dieser Zeit keiner besonderen Fürsorge. Wir erinnern aber nur
daran, daß es bei starker Hitze durchaus nothwendig ist, den Hühnern re. bei Tags über öfters frisches Wasser zum Trinken zu geben und zwar in nicht zu flachen Gefäßen, da solche meist sehr rasch auStrocknen. Man glaube nicht, auf dem Lande sei das Verabreichen von Trinkwasser überflüssig. Es ist dies längst nicht immer der Fall- sehr oft steht den Thieren nur schmutziges, jauchiges Wasser zur Verfügung. — Sind die Rasenflächen durch die Hitze sehr versengt, dann gebe man den Hühnern öfters möglichst viel Salat zu fressen, der ihnen sehr gut bekommt. — Die Stallungen sind stets auf Ungeziefer zu untersuchen und peinlich rein zu halten. Namentlich habe man ein Auge auf die Hühnermilbe, welche die Thiere ihrer Nachtruhe beraubt, indem jene in großen Mengen aus ihren Verstecken, in welchen sie sich Tags über aufgehalten haben (meist die Sitzstangen), hervorkriechen und die schlafenden Thiere überfallen. Sowohl die Beunruhigung als der Blutverlust schwächen die Thiere so sehr, daß fte in Kürze sehr herabgekommen aussehen. Die Vermehrungsfähigkeit der Milben ist sehr groß- dadurch und weil sie ihrer Kleinheit wegen leicht der Nachsuche entgehen, ist es schwer, der Hühnermilbe Herr zu werden. Jndeß gelingt eS immerhin, wenn die wiederholt erwähnten Maßregeln beharrlich angewendet werden. Dieselbe Fürsorge ist auch bei einem anderen Parasiten des HauShuhneS — der Krätzmilbe —, welche die Thiere in abscheulicher Weise entstellt, indem sie Schorfungen herbeiführt, nöthig.
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Da bei dem Eierkochen in dem bisherige« Verfahre« sich nicht immer der erwünschte Zustand des Eies ergab, hat man neuerdings statt der Uhr das Thermometer zu Hülfe genommen und folgende Norm sestgestellt: Legt man Eier in das Wasser, sobald eS eine Temperatur von 50 Grad R. zeigt, so ist in ihnen, wenn dieselbe auf 70 Grad gestiegen, daS Weiße eben im Beginn des Festwerdens, das Gelbe aber dünnflüssig- bei 73 Grad zeigt daS Weiße sich vollständig fest, das Gelbe jedoch im Beginn deS Festwerdens, bei 75 Grad erreicht eS den Zustand der beliebten „Pflaumenweiche," bei 76 Grad ist auch das Gelbe fest, nur seine Härte steigert sich, je länger man es kochen läßt.
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Del- und Fettflecken auS Fussböden zu entfernen. Del- und Fettflecken in Fußböden muß man möglichst entfernen, so lange dieselben noch frisch sind und sich noch nicht tief in das Holz eingezogen haben, man beschmiert solche Flecken mit grüner Seife, läßt dieselbe einige Stunden darauf einwirken und wäscht sie dann mit heißem Wasser gut auf. Sind die Flecken aber schon älter und haben sich in das Holz eingezogen, so mischt man recht fetten Lehm oder Thon mit Essig oder Branntwein, Wasser thut es auch, zu einem dünnen Brei und streicht denselben auf die fleckigen Stellen, läßt sie trocken werden und entfernt den Lehm dann von dem Fußboden. Ist der Flecken noch nicht vollständig verschwunden, so wiederholt man das Aufträgen des Lehmes, bis nichts mehr von dem Flecken zu sehen ist.
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Entfernung de- unangenehmen Geruches a« de« Gtzbeflecke«. Den Eßbestecken haftet nach dem Genüsse von geräucherten, besonders aber von gesalzenen Fischen ost ein recht unangenehmer Geruch an- derselbe wird schnell entfernt, wenn man einen Brei von Lauge und Asche bereitet und die Messer und Gabeln damit abreibt. Man kann sich dabei eines Läppchens bedienen, das an einem Holzstäbchen befestigt ist. Bei Häringen bietet übrigens der mehr oder weniger strenge Geruch ein Kennzeichen zur Beurtheilung ihres Alters, da wirklich neue Matjeshäringe an den Bestecken nur einen so leichten Geruch oder Geschmack hinterlassen, datz derselbe dem einfachen Abwischen weicht.
Redactüm: Ä. Echeyda. — Druck und «erlag der Brühl'scheu Universitttr-Buch- und Steindruckerei (Pietsch L Scheyda) m Hetzen,


