Ausgabe 
23.3.1897
 
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vor dem Du zitterst, ist nur der Schatten dessen, was die gegenwärtige Menschheit sich selbst bereitet ein Schatten der Zukunft. Für die Anderen ist Umkehr noch möglich, wenn sie erkennen, wohin sie treiben, für Dich ist die Frist verstrichen, wie mir scheint, und Dir bleibt nur eine kurze Zeit noch zur Reue."

(Fortsetzung folgt.)

Gein-iirirÄtzigeG.

Feuchte Wände mit Kautschnkleim radikal trocken zu legen. Bekanntlich ist es sehr schwierig, die Mauern der Häuser, namentlich in den Erdgeschossen, ganz trocken zu erhalten. Gewöhnlich dringt in die Mauern so viel Grund­feuchtigkeit, daß der den Malerfarben beigemengte Leim schimmelt und die Malerei absällt, oder, wenn das Zimmer tapezirt ist, die Tapete sich aufbläht und Flecke erhält. Das beste und zugleich einfachste Mittel, diesen Uebelstand radikal zu beseitigen, ist Kautschukleim (von der chem. Fabrik Busse, Hannover-Linden, aus Gummischläuchen gewonnen). Die Anwendung ist folgende: Die trocken zu legenden Mauern werden zunächst durch Abbürsten und Abreiben gehörig ge­reinigt, hierauf wird der zuvor durch Erwärmen flüssig ge­machte Kautschukleim mittelst einer breiten Bürste in einer gleichmäßigen Schicht, und zwar 20 bis 30 Centimeter höher, als die Mauer feucht erscheint, aufgetragen, und auf den Kautschukleim, so lange dieser noch klebrig ist, Papier auf­geklebt, welches sofort fest haftet. Oder aber, man streicht den flüssig gemachten Kautschukleim in einer gleichmäßigen Schicht auf Papier (Tapeten, Kautschukpapier rc.) und beklebt damit die feuchte Wand. Man kann unmittelbar auf dieses Papier Leimfarbe austragen, oder dasselbe mit Tapeten be kleben oder auch mit Gipsmörtel bewerfen. Wenn der Kautschukleim mit der nöthigen Sorgfalt aufgetragen wurde, das heißt, wenn alle Stellen, an denen man Feuchtigkeit be­merkte, damit überdckt sind, so ist die Mauer für alle Zeit trocken gelegt und nie mehr ein Abspringen der Malerei oder Tapeten zu befürchten. Auch Kellerräume kann man in gleicher Weise schützen. Kautschukleim klebt sehr fest auffallen Flächen, einerlei ob von Stein, Glas, Metall oder Holz.

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Nach der Aussaat im Gemüsegarten bleibt in der Regel von den einzelnen Sämereien mehr oder minder übrig und lassen sich diese Sämereien recht gut im nächsten Jahr noch verwenden, wenn man es versteht, ihnen durch richtige Aufbewahrung die Keimfähigkeit zu erhalten. Zu diesem Zwecke schütte man die verschiedenen Sämereien in kleine Medicinfläschchen, die unverkorkt mit einer Schnur um den Hals in einem kühlen luftigen Raum aufgehängt werden. Verkorkt dürfen die Fläschchen unter keinen Umständen werden, da sonst der Samen erstickt. Zur Kenntlichmachung der Samen klebt man auf jedes Fläschchen ein Stückchen weißes Papier, auf das man den betreffenden Namen schreibt.

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Kleiderbürsten zu reinigen. Es gibt gewiß noch manche Hausfrau, die gar nicht daran denkt, daß Kleiderbürsten auch einmal der Reinigung bedürfen, und doch ist dies so sehr nöthig wie das Kleiderreinigen. Man sollte sich daher , angewöhnen, wöchentlich einmal die Bürste so lange an einer Tischkante, über welche man ein reines weißes Papier ge­legt hat, zu streichen, bis das Papier rein bleibt. Ist die Bürste sehr schmutzig, so kann man sie auch in lauwarmem Seifenwasser reinigen und an der Luft trocknen lassen.

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Steirischer Lungenbraten. Der Lungenbraten wird entsprechend geschnitten, das Fett etwas entfernt, geklopft,

gesalzen und gepfeffert, leicht mit Mehl gestaubt,- hieraus gute Butter zerlassen (nach Belieben kann auch gutes, selbst­zerlassenes Schweinefett genommen werden). Die Stücke werden hineingelegt und sehr langsam gedünstet, wo man von Zeit zu Zeit etwas Wasser daran gießt (am Besten Rindsuppe) und etwas guten Weinessig. Wenn es schon ziemlich weich gedünstet ist, kommt dann saurer Rahm dazu, den man dann noch etwas aufdünsten läßt, wobei man dasselbe noch früher etwas staubt und entsprechend Pfeffer und Essig dazu gibt. Zum Dünsten nimmt man auch etwas fein zerhackte Peter- silienwurzel, Zwiebel und sehr wenig Muscatblüthe, zur Rahm­sauce etwas Petersilienkraut. Auf diese Weise werden auch Rost­braten gemacht) besonders zu Wild ist dies eine vorzügliche Sauce.

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Gewöhnliche Spützlein. Man nimmt Mehl in eine Schüssel, nebst etwas Salz, macht daraus mit Eiern und Wasser einen festen Teig und klopft ihn recht. Wenn das Wasser siedet, taucht man das Spatzenbrett darein, thut von dem Teig darauf und schneidet mit einem guten Messer beliebige Streifen oder Stückchen davon ins siedende Wasser. So ost das Brett geleert ist, werden die Spätzlein herausgenommen und mit heißem Wasser abgeschwenkt, damit der Schleim weggeht. Man kann sie entweder trocken, mit Zwiebeln geschmälzt, oder mit Fleischbrühe und Schnittlauch zu Tische geben.

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Gekochtes Rinvsteisch ä, la poulette. Uebrig ge­bliebenes Suppenfleisch schneidet man in ziemlich große Würfel, bringt dieselben mit einem Stücke Butter, gehackten Schalotten und Zwiebeln in eine Casserole, streut während des Schmorens ein wenig Mehl darüber und gießt etwas Auflösung von Liebigs Fleischextraet bei. Dann fügt man die üblichen Küchenkräuter sowie etwas Knoblauch hinzu und läßt Alles i/t Stunde dünsten. Nunmehr gießt man die Brühe durch ein Sieb auf das Suppenfleisch, läßt das Gericht abermals eine halbe Stunde leise dünsten, bindet hierauf die Sauce mit zwei Eigelb und fügt schließlich etwas Weinessig und gehackte Petersilie hinzu.

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Schwavzvrodsuppe. Das feingeschnittene Roggenbrod wird mit siedendem Salzwasier angebrüht, mit etwas Pfeffer und Muskatnuß gewürzt, mit zwei Löffeln heißem Schmalz, m welchem eine feingeschnittene Zwiebel schön gelb geröstet wurde, übergossen, zugedeckt, etwas in der Wärme stehen gelassen und dann aufgetragen.

Komische Antwort.Ach, Sie Aermster, Sie waren schon 'mal ein Jahr als geisteskrank im Irrenhaus? Wie war es denn dort?"Ach, da war's zum Verrücktwerden.

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Eine gute Freundin. Bräutigam:Nun, «em Liebchen, wem schicken wir denn eigentlich unsere Verlobung - anzeige zuerst?" - Braut:Meiner Freundin Paula die ärgert sich am meisten!"

Kindliche Auffassung. Emmy (zu dem vor dem Exerzierplatz postenstehenden Soldaten):Du, weshalb s p r Du denn nicht mit?" *

Höhere Bildung. Verwalter:Der Steinhofbauer hat seiner Toni wohl eine feine Erziehung gegeben Bauer:Dös will i' meina - das Madel hat sogar Nerven!" ____

Redaction: A. Scheyda. Druck und 38erlag der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Schcyda)

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