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ist also der Beweis geliefert, daß der Oleander, und zwar nicht nur seine Blüthen, sondern auch die Blätter durch ihre Ausdünstung eine Vergiftung des menschlichen Organismus herbeiführen können. In südlichen Gegenden, wo der Oleander häufig ist, kennt auch das Volk diese gefährliche Eigenschaft recht wohl. Von besonderem Interesse ist übrigens noch die Thatsache, daß die Ausdünstung der Blätter genau dieselbe Wirkung auf das Nervensystem ausübt, wie die der Blüthen. Daß die Theile der Pflanze selbst sämmtlich stark giftige Eigenschaften besitzen, ist dem Botaniker seit Langem bekannt.
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Zur Herstellung guter Gartenwege hebe man dieselben auf eine Tiefe von mindestens 60 Zentimeter aus, fülle die Sohle der Wege mit einer 30 Zentimeter hohen Schicht Steinkohlenasche auf, bringe darüber etwa 20 Zentimeter groben Kies und hierauf schließlich 10 bis 15 Zentimeter feinen Gartenkies, der mit i/i Sand durchsetzt ist.
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Petroleumlampen nnv -Kocher schnell und leicht zu reinigen. Als einfaches Mittel zur schnellen und gründlichen Reinigung der Lampen empfiehlt die „Jllustr. Zeitung f. Blechind." trockene Holzasche, mit welcher man Brenner und Glasbecken von innen und außen (ganz ohne Wasser) mit weichem Papier abreibt. Das Becken wird spiegelklar und darf nur noch mit einem trockenen Tuche nachgewischt werden. Besonders Küchenlampen und Petroleumkocher lassen sich auf diese Weise schnell vollständig säubern, da die Asche alles Petroleum aufzehrt. Zieht man zu der Arbeit ein Paar alte Handschuhe an, so bleiben die Hände ganz rein, weil das Putzen ohne Anwendung irgend einer Feuchtigkeit geschieht. Dieses Putzen mit Asche ist dem vielfach gebräuchlichen Auskochen mit Seife und Soda bei Weitem vorzuziehen, da dieses Verfahren nicht nur viel umständlicher ist, sondern mit der Z it auch die Trennung des Brenners vom Becken zur Folge hat. Die scharfe Natronlauge löst nämlich die Alaunverkittung, welche innen beide Theile verbindet, auf.
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Schwarzfärben von Messirrgtheilen. Jene vollkommen glanzlosen sammetschwarzen Ueberzüge, wie man solche bei aus Messing gefertigten optischen Gegenständen häufig findet, kann man leicht auf folgende Weise Herstellen: Man wärmt die Gegenstände zunächst unter Luftabschluß bis auf circa 100° Z. an, was man am zweckmäßigsten durch Eintauchen in siedendes Wasser erreicht, wobei zugleich die Luft ferngehalten und ein Anlaufen der Metalle vermieden wird. Sobald die Gegenstände die Temperatur des Wassers angenommen haben, taucht man sie einige Sceunden in eine Lösung von Kupfer in überschüssiger Salpetersäure und hält sie sodann über Kohlenfeuer, bis die schwarze Farbe zu erscheinen beginnt. Man wiederholt das Anwärmen, Eintauchen und über Feuerhalten einige Male und reibt die Gegenstände mit in Oel getauchten Lappen sorgfältig ab, wodurch man sehr schöne gleichmäßige Ueberzüge erhält. Diese Ueberzüge, welche sehr festhaften, bestehen aus sehr fein verteiltem Kupferoxhd. Will man dem Ueberzug eine dunkelbraune Färbung ertheilen, so muß man anstatt Kupfer Wismut in starker Salpetersäure auflösen.
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Entfernen des Rostes von Stahlgegenständen. Ist der Rost noch frisch und nicht eingefressen, so nehme man einen mit Oel befeuchteten Kork und reibe damit die verrosteten Stellen ab, wodurch sie Reinheit und Glanz zurückerhalten, ohne durch Kratzen beschädigt zu werden. Hat der Rost dagegen schon weitere Fortschritte gemacht, so empfiehlt es sich, die angerosteten Stellen mit einem Gemisch aus feinem Trippel und Schwefelblüthe, welche mit Hilfe von Olivenöl zu einem Teige geknetet werden, zu bestreichen und nach einiger Zeit mit einem weichen Leder abzureiben. Dadurch werden die
betreffenden Stellen, soweit cs überhaupt möglich ist, zu ihre« ursprünglichen Aussehen zurückgebracht.
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Der Schleier und die Sehschärfe. Die Aerzte haben offenbar dem Schleier den Krieg erklärt. Etwas spät (jm dieser Kampf begonnen, denn man weiß, daß der Schlei« durchaus keine Neuheit aus den letzten Tagen ist. Vor Kurzem machte ein Arzt darauf aufmerksam, daß der Schleier im Winter die Nasenspitzen der Damen arg gefährde. Nunmehr geht man noch weiter und macht den Schleier für eine ganze Reihe von schädlichen Erscheinungen verantwortlich, die sich bei den Damen einstellen, so für die Herabsetzung der Sehschärfe, für Kopfschmerzen, Schwindel und Uebelkeiten. Diese Zustände sollen durch die Anstrengungen hervorgerufen weiden, welche das Auge machen muß, um durch ein Hinderniß hindurchsehen zu können. Besonders sollen die jetzt so beliebten Muster mit großen Tupfen dieses Hinderniß noch verstärken. Im Allgemeinen steht die Beeinträchtigung in birectem Ver- hältniß zur Zahl und Größe der Maschen. Doppelte Fäden desMaschengewebes sind zu verwerfen. Ein einfacher Schleier ohne Zeichen und Tupfen mit großen Maschen und einfachen Fäden ist relativ am unschädlichsten. Schwache Augen sind naturgemäß eher geneigt, die üblen Folgen des Schleiertragens zu verspüren, und sollten vor Allem das Lesen durch den Schleier vermeiden. — Ob unsere Damen diese Warnung beherzigen werden?
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Chantilly-Suppe. Ein halbes Liter Linsen stellt man in kaltem Wasser aufs Feuer und kocht sie mit einer Zwiebel, Petersilie und dem nöthigen Salze gar. Alsdann schüttet man sie durch das Sieb, worauf man das Linsenpurse in eine Kasserole bringt, nach Bedarf Fleischbrühe oder Auflösung von Liebigs Fleischextract beigießt, ein Stück Butter hinzufügt und das Ganze rasch aufwallen läßt. Man richtet diese ebenso vortreffliche wie einfache Suppe über gerösteten Brod- schnitten an.
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Um Gier zu Schnee zn schlagen, wird jetzt in Frankreich ein ebenso einfaches als auch practisches Geräth benutzt, das diese sonst so mühselige Arbeit nicht nur in der schnellsten, sondern auch in der besten Weise ausführt. Das kleine Geräth besteht in einem oben offenen und unten geschlossenen Zylinder, der in seiner Wandung dicht über deut Boden mit kleinen Löchern versehen ist und in dem zwei übereinander an einem Draht ungeordnete, ebenfalls mit Löchern versehene runde Scheiben, ähnlich wie ein Kolben mit Kolbenstange, auf und ab bewegt werden und das Schlagen des Eiweiß zu Schnee bewirken. Das chliuderförmige Gefäß wird in eine Schüssel gesetzt, in welche das Eiweiß gebracht ist, und dann werden die durchlöcherten Scheiben mit der Drahtstange so lange auf und ab bewegt, bis man Schnee erlangt hat, was schon nach kürzester Zeit der Fall fein wird.
Literarisches
Verbesserung der Frauenkleidung ist das augenbnküche Schlagwort. In richtiger Erkenntniß hat die bekannte »ModtNvtU die gute Sache zu der ihren gemacht und der „Verein für Verbesserung der Frauenkleidung" hat die ausschließliche Veröffenlichung seiner Wodeu diesem Blatte übergeben. Die große Verbreitung desselben macht möglich, den Leserinnen immer neue Ueberraschungen zu bereiten, neue - dings vergrößertes Format, doppelseitig bedruckte farbige Moden-pan - ramen und statt wie bisher eines Schnittmuster-BogenS im Monat ve zwei im extragroßem Format, und mit einer Fülle von erprobten PM - Mitteln, die auch der ungeübten Hand das Schneidern zum Vergimg machen. Berliner, Wiener und'Pariser Toiletten bieten der verlocken Vorbilder genug. „Die Modenwelt", gegründet 1865, ist Nicht zu . wechseln mit den Titel-Nachahmungen „Kleine Modenwelt und » Modenwelt".
Redaction: 8L Scheyda. — Druck und Verlag der Brühlfchen Univerfitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) m


