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gestellte dasselbe.
Zungen treffen. Dem Küchenchef schließen sich vier Obcrköche im schottischen Hochlande —, so begleiten sämmtlichc An an, deren Gehalt je 8000 Mk. beträgt, das aber durch Koch- > ' 9 ' 10,6 4"'
lehrlinge noch verdoppelt wird; jeder dieser Oberköche hat seinen besonderen Bezirk und wird unterstützt durch einige Dutzend Köche, zu deren Bedienung wieder zahllose Mägde und Diener gehalten sind. Ein eigener Koch bereitet die auf der königlichen Tafel niemals fehlende geröstete Rindslende.
Der Oberkellermeister steht im Gehalt den übrigen Chefs gleich, ihm liegt das Pflegen, Auswählen und Versorgen des königlichen Weinkellers ob, außerdem hat er die Pflicht, bei jeder Mahlzeit das Einschenken und Serviren des Weines
Ist die Königin auf Reisen oder wird das Hoflagcr nach einer der anderen Residenzen verlegt — der Lieblings- aufenthalt der Königin ist das stille, weltentrückte „Balmoral"
Characteristisch für das volksthümliche, loyale Denken der hohen Frau ist neben vielen anderen ein kleines Ereignis, der jüngsten Jahre. Es war in Windsor, die Königin promenirte Abends allein im Schloßpark, als sie, betroffen stehen bleibend ein heftiges Schluchzen vernimmt und am Fuß der Hinteren Terrasse eine bildhübsche, weinende, fast fassungslose, junqc Dame findet. Der Herrscherin Mitleid war erweckt, und unerkannt in der Dunkelheit entlockt sie der Unglücklichen ihres Kummers Grund. Sie war die Gouvernante einer mit ihren Töchtern als Gast in Windsor weilenden Gräfin S. und die heimliche Braut des Bruders ihrer Gebieterin, eines hübschen Dragonerlieutenants, der jüngste Sproß eines ebenso vornehmen wie armen Geschlechts.
waltungschef unterstellt- in seiner Hand ruhen alle Fäden der Reorganisation, doch bedarf selbst die kleinste Aenderung oder Neuerung stets der Zustimmung der Königin. Sein anstrengendes und überaus verantwortungsreiches Amt trägt dem Verwaltungschef jährlich etwa 20,000 Mk. ein. Ein gleich hohes Salair bezieht der Küchenchef, der der Monarchin jeden Tag den Speisezettel vorzulegen hat, denn erst nach Gutheißung seitens der Königin darf derselbe seine Einrich-
Siedaction. «. Schrtzd», — Druck und Verlag per Brühl'schen UmverfitätS-Buch- und Stemdruckerei (Pietsch & Schcyda) in Vicßen.
Der feurige Liebhaber hatte in einem Brief der Schwester [ seilw Liebe offenbart und diese um ihre Hilfe gebeten — die Antwort war, daß die leidenschaftliche Lady, welche dem Bruder eine ältere, wohlhabende Verwandte zur Gattin bestimmt, sie vor ihren Dienstboten schmähte und ins Gesicht schlug!
Die Königin tröstete, ohne sich zu erkennen zu gebe», das unglückliche Mädchen und versprach zu helfen.
Es flog ein allmächtiges Brieflein nach der fernen Garnisonstadt des Liebhabers, ein anderes erforschte des Mädchens Vergangenheit — und schon wenige Tage später wurde die nichtsahnende Gräfin zur Königin befohlen. Eine großartige Ueberraschung harrte ihrer — die edle Frau präsentirte der verblüfften Lady einen neupatentirten Major, ihren eigenen Bruder und seine Braut, die mißachtete Gouvernante, deren Ausstattung und Nadelgeld die Monarchin spendete. Im Angesicht der Königin und übrigen Zeugen mußte die stolze Lady sich bequemen, die arme verachtete Gouvernante um Verzeihung zu bitten!
Und wie jene beiden Glücklichen sind es Hunderte und Tausende, die theils durch der hohen Frau directe Hilfe, theils durch segensreiche Spendungen und Wohlfahrten am bevorstehenden Ehrentage der betagten Monarchin aus vollstem Herzen und in tiefster Dankbarkeit einstimmen in das allgemeine' (rod save the Queen!
und Wehe dieses ganzen Heeres von Angestellten ist Königin Victoria genau unterrichtet, 'X:r' " > kennt ti-
näher und manch zaghaften/ ^eMMLufisch L von den streng beherrschen Gesichert,, manch Leid heilte ihre milde Hand. 1
zu überwachen. Veuve Cliquot, Burgunder, Sherry, Portwein sind der Königin Lieblingsgetränke. Der Monarchin servirt den Wein ein im vollen Hochlandscostüm comman- dirter Pfeifer von den Royal Highlander.
Für das Serviren — die Königin wird durch zwei eingeborene Inder bedient —, zur Versorgung der Grills, der Oefen und zu all den übrigen Hilfsleistungen bedarf es eines ganzen Heeres von Dienern und Mägden. Diejenigen, welche den Vorzug genießen, ihres Amtes in unmittelbarer Nähe der Königin walten zu können, sind stets alte, erprobte Leute, die als Groom begannen. Zu diesen rechnen auch der Silbermaster und Wäscheverwalter.
Die Lieferung für die königliche Küche besorgen die großen Stores in London, die ihre Sendungen täglich schicken. Eier und Butter liefern ausschließlich die königlichen Molkereien, und es folgen die dicht verschlossenen Büchsen mit der ungesalzenen Butter dem königlichen Hoflager überall hin.
Ein besonders großer Consumartikel ist der Thee, der aus einem kleinen Laden in „Pall Mall" bezogen wird,- es ist einfacher schwarzer Chinathee, gemischt mit etwas Pecco, das Kilo zu 9 Mk. Der jährliche Verbrauch stellt sich auf etwa einen Centner.
Die ersten Mahlzeiten der Königin, break fast und lunch, sind äußerst einfach. Thee, Kaffee, Eier, ein wenig kaltes Fleisch für das späte erste Frühstück, und zum Luncheon nur einige kalte und warme Gänge. Für das späte Diner werden jedoch große Vorbereitungen getroffen. Der Speisesaal er- ! strahlt im Schein zahlloser Wachskerzen und Lampen, unschätzbares Gold und Silber flimmert auf den Tafeln, denen ein Flor der herrlichsten Blumen ein entzückendes Gepräge gibt. Das Porzellan ist altes Meißener und Worcester.
Die Speisen werden auf dem zur Seite stehenden Anrichtetisch durch den Küchenchef angcrichtet, dieser hat auch gleichzeitig, nach uralter Sitte, den Namen derselben laut auszurufen. Die Folge ist eine schnelle. Während der Tafel wird nur wenig gesprochen, da auch Niemand die Königin ansprechen darf.
Niemals darf ein Diner, selbst ein Galadincr mehr als 1000 Mark kosten.
Wild aller Art, vorzugsweise Geflügel, ferner Rind- und Hammelfleisch liefern die Braten- Lachs, Bachforellen aus den schottischen Hochlanden und Zander sind die beliebtesten Fffche, zur Saison auch Hummer, Krebse, Krabben und Seefische.
Der Nachtisch, Butter, Brot und Käse, letzterer in Würfelform geschnitten, wird ausschließlich auf Crystall servirt. Das Dessert, aus dem auserlesensten Obst bestehend, bietet oft die seltensten Kostbarkeiten.
. hunderte von fleißigen Händen sind täglich beschäftigt, um die kontglrche Tafel zu versorgen, und von dem Wohl |
Hrrmsviftisches.
Neuester Liebesschwur. Amelia: „Schwör' nicht beim Mond, dem unbeständigen Mond, Geliebter!" — Carl: „Bei was soll ich denn schwören?" — Amelia: „Schwöre bei dem, was Dir das Höchste ist . . . ohne das Du nicht leben kannst!" — Carl (stürmisch): „O, süße Amelia, so schwöre ich Dir denn bei meinem Bicycle ... ich liebe Dich!"
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Zeitgemäß. Herr (zu einer alten Dame): „Gnädige Frau lernen Radfahren?" — Dame: „Ich muß wohl, um meine Tochter überallhin begleiten zu können!"
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Ja so! „Also Sie wollen nach Leipzig?" — „Ja — ich hab' was im Ooge!" — „Ach gar! Da wollen Sie zu einem Professor?" — „I nee!" — „Oder zu einem berühmten Augenarzt?" — „Ei, warum denn gar?" — „Ja, was haben Sie denn im Ooge?" — „($’ Geschäft hab' ich im Ooge?"


