Sie: „Ich denke, Du machst Dir nicht« au« Ochsenschwanzsuppe?"
Er: „Nun ja, viel nicht, aber —"
Sie: „Weßhalb hast Du sie denn bestellt, wenn Du sie nicht gern ißt?"
Er (scharf): „Aber die Suppe hat gar nichts mit meiner Geschichte zu thun!"
Sie: „O, das weiß ich wohl (beleidigt). Ich begreife nicht, wie Du wegen einer Frage so böse werden kannst. Fahre fort."
Er: „Also. Als wir die Suppe aßen, kam Lorenz Hildbach mit seiner Frau herein —"
Sie: „Die kamen herein?"
Er: „Das sagte ich ja eben —"
Sie: „Nun, nun, fahr' mich nur nicht so an!"
Er: „Sie kamen herein und —"
Sie: „Ist seine Frau hübsch?"
Er: „Sie ist ganz nett. Fritz stand auf und begrüßte sie
Sie: „Kennt er sie denn?"
Er: „Würde er sie denn begrüßt haben, wenn er sie nicht gekannt hätte? Ich wenigstens —"
Sie: „Wie war sie gekleidet?"
Er: „Das weiß ich nicht. Ich habe mich um ihre Kleidung nicht gekümmert, was ich erzählen wollte, ist —"
Sie: „Saßen sie dicht bei Euch?"
Er: „Ja, an dem Tische neben uns. Und während sie sich etwas erzählten, sagte Fritz, daß —"
Sie: „Konnten sie hören, was Fritz sagte?"
Er: „Du hältst Fritz doch nicht etwa für so dumm, daß er laut schreit, wenn er etwas von ihnen erzählen will? Du mußt lieber —"
Sie: „Höre einmal, wenn Du eine einfache Geschichte nicht erzähen kannst ohne in Aufregung dabei zu gerathen, kannst Du sie nur ruhig für Dich behalten. Was sagte Fritz?"
Er: „Er sagte, daß Frau Hildachs Vater gegen die Heirath gewesen war, und —"
Sie: „Wieso wußte er das?"
Er: „Siehst Du, nun fängst Du schon wieder an. Es ist zum Verrücktwerden!"
Sie: „Willst Du nicht bedenken, daß es Deine Frau ist, zu der Du so sprichst?"
Er: „Ach was, da mag ein Anderer ruhig bleiben, wenn Du immer wieder solch alberne Fragen —"
Sie: „Aber ich bitte —"
Er: „Immer wenn ich Dir etwas erzählen will, fällst Du mir in die Rede und —"
Sie (mit Würde ausstehend und in steifem Ton): „Ich brauche nach solchen beleidigenden Äußerungen nichts mehr zu hören."
Er: „Du hörst überhaupt nach nichts. Das ist es ja gerade! Wenn ich —"
Sie: „Wenn ich eine einzige Frage thue —"
Ec: „Nennst Du das eine einzige Frage? Du hast mich in der letzten halben Stunde mit hundert Fragen unterbrochen, bloß weil ich Dir erzählen wollte, daß Fritz Hellwig sagte, daß —"
Sie: „Ich mag gar nicht wissen, was Fritz Hellwig gesagt hat, wenn Du es nicht vernünftig erzählen kannst. Ich werde mein Mittagessen auf mein Zimmer bringen lassen, weil es Dich doch blos ärgern würde, mit solch einer albernen Person am Tisch zu sitzen." (Das Haupt in den Nacken werfend, läßt sie ihn allein, im Begriff, einen Ohnmachtsanfall zu bekommen.)
GEeinnÄtziges.
Im Gemüseketter geht jetzt 'rasch das Gemüse in Fäulniß über, darum muß hier fleißig durchgeputzt und bei
warmem Wetter, wenn über vier Grad, gelüftet werden. Sollten Erde oder Sand trocken werden, so wird vorsichtig in Gräben, die zwischen dem Gemüse zu ziehen sind, gegossen.
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Um frisch tapezirten Zimmern de« üblen Kleister- geruch zu nehmen, empfiehlt es sich, wie folgt zu verfahren: Man stellt in das betreffende Zimmer einen Behälter mit glühenden Kohlen, gibt eine größere Menge Wachholderbeeren darauf und verschließt das Zimmer allseitig. Nach etwa zwölf Stunden öffne man Fenster und Thüren, damit die frische Luft Zutritt hat und der unangenehme und ungesunde Geruch ist verschwunden.
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Ein französischer Journalist findet, daß ZeitungSpapirr nicht nur zum Verpacken Verwendung finden kann, sondern daß es auch, vermöge seiner Undurchlässigkeit für Luft, zu« Schutze gegen Winterkälte dienen kann (in Norddeutschland, Rußland und Skandinavien verklebt man im Winter die Fenster mit Streifen alten Zeitungspapiers), und daß sich wegen eben derselben Eigenschaft Eis im warmen Zimmer lange aufbewahren läßt, wenn man es in Zeitungspapier schlägt. Ferner wirkt die Druckerschwärze ans Motten so tödtlich wie Kampher, man braucht also Kleidungsstücke, Pelze u. s. w., um sie gegen Mottenschaden zu schützen, nur in alte Zeitungen zu hüllen. Schließlich gibt die Asche von Zeitungspapier wegen der darin enthaltenen Druckerschwärze ein vortreffliches Putzmittel für Messer und Gabeln ab. Also wer sich Zeitungen zum Lesen nicht hält, der halte sie wenigstens — gegen Mottenfraß und zum Mefferputzen.
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Braifirte Hammelsschwänze. Man blanchirt die Hammelsschwänze, läßt sie abtrocknen und bringt sie hieraus mit etwas Butter, Salz und Pfeffer in eine Kasserole. Sobald sie eine schöne bräunliche Farbe haben, fügt man Kartoffeln und in Scheiben geschnittene Zwiebeln hinzu, gießt etwas Weißwein und ebensoviel Auflösung von Liebigs Fleischextract hinzu und fügt die üblichen Küchenkräuter bei. Ist das Gericht gar, so richtet man die Hammelsschwänze mit Linsenpuree und servirt die Sauce auf einer besonderen Schüssel.
Hrrinsvistisches.
Wie man sein finanzielles Gleichgewicht herstellt. Die Naive: „Nun wie geht es Dir denn jetzt?" — Der jugendliche Liebhaber: „Großartig! Denk' Dir, es ist mir ein so großer Pump gelungen, daß ich meine Schulden bis auf den letzten Heller bezahlt habe."
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Berechtigter Vorwurf. Kaufmann: „Was wünschen Sie?" — Bettler: „Entschuldigen Sie, ein armer Reisender —" — Kaufmann: „Hinaus! Solchen geb' ich nichts!" — Bettler: „Aber warum schreiben Sie denn ans .Schaufenster, daß alles zum Reisen Nothwendige bei Ihnen zu haben ist?"
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Schlimmes Zeichen. „Sie sehen ja so betrübt aus, Herr Meyer. Was ist Ihnen denn?" — „Meine Schwiegermutter ist gekommen." — „Auf wie lange?" — „Weiß der Himmel, diesmal hat sie sogar ihren Abreißkalender mitgebracht." * *
Höchste Kulturstufe. „Jst'S denn immer noch so arg in Afrika?" — Reisender: „I bewahre, jetzt gib's dort sogar schon Beschwerdebücher."
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Nicht ganz richtig. „Du, wat ist denn bat, een Bakteriologe?" — „Dat is 'n Bäckermeester, der schtudirt hat/
Redaction: A, Scheyda. Druck und Berlag der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.
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