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Rittershaus.
Die vor einem Hauch zerfällt. Doch die Pflicht, die treuerfüllte. Die die Menge nimmer preist, Einst an Deinem Sterbelager Steht sie als ein guter Geist.
as mit Ehren lohnt die Erde, Was mit Kränzen krönt die Welt, Ist nur eine Stundenblume,
Das Kind der Tänzerin.
Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann.
(Fortsetzung.)
Wer mochte es wohl sein? Durch die zertrümmerte Thür des alten Boothauses blickte Ethel zu ihm hinaus, wo er ohne Schutz in dem furchtbaren Regen sich mit der bäumenden und zu Tode erschrockenen „Sultana" abmühte. Wer war er? Ein Sommergast in einem der Hotels? Es kam ihr nicht wahrscheinlich vor. Seine Kleidung aus gewöhnlichem grauem Tuch und sein schlichtes, anspruchsloses Wesen rechtfertigen diese Annahme nicht. War er ein Bewohner von Blackport — vielleicht ein Fischer? Nicht unwahrscheinlich. Er war von hoher, kräftiger Statur und hatte ein offenes, ziemlich hübsches, aber sonnverbranntes Gesicht. Seine grauen Augen hatten einen ernsten, festen Ausdruck.
Je mehr Ethel den Mann betrachtete, desto räthselhafter kam er ihr vor; hatte sie ihn wohl schon gesehen? Vergeblich zerbrach sie sich den Kopf, um eine Antwort auf ihre Frage zu finden. „Sie werden ja ganz durchnäßt!" rief ste ihm endlich zu; „kommen Sie doch herein unter dieses Dach; es ist Raum genug für zwei Personen hier, und „Sultana" könnte — könnte an — etwas angebunden werden."
„Ich danke Ihnen," erwiderte er, seine Stimme war jetzt das einzige Trockene an ihm. „Der Regen schadet mir nicht; es ist nichts vorhanden, woran ich das Thier an« binden könnte."
Ethel bot einen merkwürdigen Anblick, wie fie so, selbst halb durchnäßt und mit aufgelösten Haaren, in dem Schuppen stand. „Wenn ich nicht gewesen wäre," stammelte sie, „hätten
Sie vor dem Ausbruch des Unwetters ein Obdach erreichen können."
„Das hat durchaus nichts zu sagen."
„Es ist aber sehr unangenehm für Sie."
„Ganz und gar nicht," lautete die Antwort.
Stärker und stärker ergoß sich der Regen herab, der Donner krachte, die Blitze zuckten in greller, schwefliger Pracht und die Wogen des Meeres brachen sich schäumend an dem Strande.
„Kommen Sie herein!" rief Ethel wiederum. „Sie können „Sultana" unter der Thür halten!"
Der Fremde schien sie nicht zu hören.
„Sie stampfte mit den Füßen vor Ungeduld. „Ich befehle es Ihnen; Sie werden da draußen ja ertrinken!"
Er gehorchte endlich und trat triefend unter das Dach des Boothauses, gefolgt vom Kopf und Hals der armen „Sultana".
Ethel zog sich soweit zurück, als es der enge Raum gestattete, und die Beiden verblieben nun in dem Schuppen, bis der Sturm vorüber war; er blickte schweigend auf die See hinaus, während sie mit ihrer Reitpeitsche spielte und sich wiederholt fragte, ob dies wohl ein Bewohner von Blackport sein könne.
Endlich begann der Regen nachzulassen; der Donner verhallte in der Ferne; die Sonne brach hell und klar durch die Wolken hervor; das Gewitter war vorüber.
Der Mann legte nun den trockenen Sattel auf „Sultanas" nassen Rücken und war Miß Grehlock beim Aufsteigen behülflich.
Ethel spielte einen Augenblick mit dem Zügel; dann stammelte sie mit bezauberndem Lächeln: „Sie waren sehr gütig, und ich danke Ihnen herzlich; bitte, verzeihen Sie mir die unhöflichen Worte, die ich Ihnen draußen am Strande wegen — wegen — des Briefes sagte."
„Von Herzen gern; sprechen Sie nicht mehr davon."
Sie blickte ihn forschend an und sagte: , Haben wir uns vielleicht schon früher getroffen."
„Nie!"
„Sonderbar; Sie er nnern mich an eine Person, die ich einmal gesehen haben muß, ob wohl ich mich nicht mehr entsinnen kann, wann und wo es geschah. Leben Sie wohl!" Sie nickte ihm freundlich zu.
Er nahm höflich den Hut ab und verbeugte sich. Im nächsten Augenblick flog „Sultana" mit der Reiterin Grehlock Woods zu.
Mr. Godfrey Grehlock pflegte spät aufzustehen; Ethel


