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KsMeinnütziges.

Bessere Erhaltung des Schuhwerkes durch praettsche Behandlung. Das Schuhwerk spielt im wirthschaftlichen Leben der Familien eine so große Rolle, daß es uns recht nützlich erscheint, die Frage der besseren Erhaltung des Schuhwerkes einmal näher zu erörtern- Zunächst ist es unbedingt zur besseren Erhaltung des Schuhwerker nothwendig, daß man dieselben Schuhe oder Stiefeln nicht jeden Tag trägt, sondern mit einem anderen Paare wechselt- Dadurch dunstet der Schweiß wieder langsam aus dem Leder und nach der Reinigung und dem Wichsen oder Einschmieren erhält das Leder das ein* oder zwei Tage ruhenden Schuh Werkes an­nähernd seine frühere Beschaffenheit wieder. Wie wir einer Mittheilung der Schuhfabrik Dorndorf in Berlin vernehmen, ist ferner ein zu plötzliches Trocknen des Schuhwerkes zu ver­meiden, denn dadurch wird das Leder hart und bricht leicht- Es giebt noch immer Leute, welche nach einem tüchtigen Marsch oder nach Regenwetter den durchnäßten Schuh auf den Ofen zum Trocknen stellen. Dabei wird dem Leder aller­dings die aufgesogene Feuchtigkeit schnell und gründlich ent­zogen, gleichzeitig aber auch das im Leder enthaltene und ihm unentbehrliche Fett; das Oberleder wird in Folge dessen hart und brüchig, es fei vom feinsten oder vom stärksten Leder. Weiter ist es von Wichtigkeit, jeden Stiefel oder Schuh wenigstens jede Woche einmal gut einzufetten. Genaue Ver­suche haben ergeben, daß von derart behandeltem Schuhwerk 2 Paare, wechselweise getragen, so lange gehalten haben, als 3 Paare, eines nach dem andern ausgenutzt. Ein besonderes Augenmerk ist auf die im Handel befindlichen Sorten Wichsen zu richten, die ausnahmslos theils mehr, theils weniger Schwefelsäure enthalten. Das jetzt im Handel befindliche Karnobin ist ein empfehlenswerthes Wichsmittel. Beachtung verdient noch der Umstand, daß bei starker Transpiration des Fußes alaungare Ledersorten (Glacskid, Gerns« und Chevreauxleder) nur künzeste Zeit dem zerstörenden Einfluß der Ausdünstung Stand halten, während fetthaltige Ledersorten (Roßleder, Kalbleder rc.) sich als widerstandsfähiger erwiesen haben- Alles Schuhwerk von feineren Ledersorten wie Gems­leder, Wiener Ziege, Chevreaux, russisches Glanzkalbleder wird am Besten mit einem wollenen oder Lederlappen abgerieben und alsdann mit Glycerole oder Peelaß-Gloß behandelt, da­gegen find Wichsen, Fette und Oele bei Schuhwerk aus diesem Leder zu vermeiden. * ,

Gefettetes Leder schimmelt bei längerem Lagern in feuchten und dumpfen Räumen. Solches Leder muß deßhalb von Zeit zu Zeit gründlich abgebürstet und dann wieder leicht gefettet werden. Zu letzterem Zwecke eignen sich am besten Mineralschmieröle. Beim Aufbewahren des Leders in trockenen, luftigen Räumen wird der gerügte Uebelstand verschwinden-

Flecken ans Marmor zu entfernen. Fettflecken sollen aus Marmor laut demD. Steinbildh." durch wieder­holtes Behandeln mit Salmiakgeist beseitigt werden. Wenn dieselben nicht alt find, soll es sogar nicht schwer sein, mit diesem Mittel schnell einen Erfolg zu erreichen. Weiter wird empfohlen, eine ziemlich dicke Schicht gepulverter französischer Kreide auf den Flecken aufzutragen und tüchtig mit Benzin zu befeuchten. Um das rasche Verdunsten des Benzins zu ver­hindern, bedeckt man die Schicht mit einem wollenen Lappen- Rach 5 bis 6 Stunden wird die Schicht erneuert und damit fortgefahren, bis die Flecken verschwunden sind. Wirkt Benzin nicht, so nehme man eine Mischung von Chloroform und Benzin oder Chloroform allein. Auch Rostflecken lassen sich aus Marmor entfernen und zwar auf die Weise, daß man die verunreinigend wirkenden Metalloxyde in Schwefelver- bindungen überführt und diese löst. Zu diesem Behufe wird

Schwefelammonium mit Thon zu einem Brei angerührt und dann auf den Fleck aufgetragen, wobei die Vorsicht gebraucht werden muß, daß der Teig nicht über den Fleck hinaus gedeckt wird, weil der Marmor, hauptsächlich der weiße, durch Schwefelammon grün gefärbt wird. Der Teig wird 10 Minuten liegen gelassen, dann abgewaschen und wenn die Stelle noch etwa» roth schimmern sollte, noch einmal Schwefelammon aufgetragen, das nach 5 Minuten entfernt wird. Die Stelle wird abgewaschen, getrocknet und dann ein Teig von weißem Bolus und einer Cyancalilösung 1:4 aufgetragen.

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Bei Fächerpalmen kommt es nicht selten vor, daß die Stiele der neu erscheinenden Blätter sitzen bleiben, d. h. sie erreichen bei weitem nicht die Länge der übrigen Stengel. Diese Erscheinung hat gewöhnlich in einem unrichtigen Stand­ort der Pflanze ihren Grund. Ist derselbe nicht warm und sonnig genug, so tritt der "erwähnte Uebelstand ein. Man sehe daher auf genügend warmen Standort der Pflanze.

V-vnMeht-s.

Fachgemäßes Urtheil. Dame:Da fährt wieder der reich gewordene Metzgermeister! . . . Was sagen Sie zu seiner neuen Equipage?" Artillerielieutenant:Feudaler Protzkastenl"

» *

In der Leihbibliothek. Zimmermädchen:Ich wünsche ein Buch. - . . Haben Sie für meine Gnädige nicht was recht passendes Unpassendes?"

Literarisches

Von Dr. Ottos universal HauS'LexttiM, '.diesem hervor­ragend nützlichen und in jebent Haushalt unentbehrlichen Werke, liegt nunmehr Band 1 (umfassend Heft 1 bis 15) vollständig vor. Wir heben aus dem so überaus-reichen Inhalt der letzterschienenen Hefte folgende beachtenswerthe Artikel hervor: Harzfirniß, Hasen, Hausapotheke, Hausfriedensbruch, Hausgymnastik, Hausmittel, Hauspomade, Haus­schwamm, Hausseife, Hautpflege, Hecht, Heizung, Heizen, Heilpflaster, Hectograph, Hering, Herrengarderobe, Herzklopfen, Heuschnupfen, Hexen­schuß, Himbeere, Hirschbraten, Hirse, Hitze, Hitzschlag, Hochzeit, Hoss- mannstropfen, Holzarbeiten, Honig, Honigbier, Honigpslaster, Honigseife, Hopfen, Hortensie, Huchen, Hüftweh, Hühner, Hühneraugen, Hühnerhabicht, Hülsenfrüchte, Hufsalbe, Hummer, Hunde, Hundswuth, Husten, Hüte, Hyazinthen, Hypochondrie, Jagdregeln, Jagdzeiten, Jmmatriculation, Impfung, Jmprägnirung, Ingwer, Jnlet, Insektenpulver, Insektenstiche, Jnvaliditäts- und Altersversicherung, Johannisbeeren, Jrrthum bei straf­baren Handlungen, Isländisches Moos, Jubiläum, Jucken, Jugendliche Verbrechen. Jugendspiele, Justizdienst, Kabeljau, Käfig, Kälte, Kämme, Käsebereitung, Käsestangen, Kaffee, Kaffeevisite, Kahlköpfigkeit, Kaiserbrod, Kakadu, Kaktus, Kalbfleisch, Kali, Kalmus, Kaltes Büffet, Kaltschale, Kamelie, Kamille, Kampfer, Kanarienvogel, Kaninchen, Kantharidensalbe, Kapaun, Kapern, Karausche, Karbunkel, Karbolsäure, Karotten, Karpfen­zucht, Karthäuserlikör, Kartoffeln, Kaschmir, Kastanien,?Katarrh, Kattun, Katze, Kaviar, Kefyr, Kegelspiel, Kehlkopfkrankheiten, Kellerungeziefer, Kerbel, Kesselstein, Keuchhusten, Kindbettfieber, Kinderpflege, Kinder­erziehung, Kirschbaum, Kitt rc. rc. Der zweite Band bringt weitere Kittrezepte sür alle möglichen Gegenstände und ferner Artikel über Kitzeln, Klärung, Klage, Klauenfett, Klauenseuche, Klebstoff, Kleidung, Kleienthee, Klettenwurzelpomade, Klöße, Klops, Klystier, Knochenbruch, Knödel, Knüpfen, Knüppelkuchen, Knurrhahn, Kochsalz, Kochtöpfe, Kölnisches Wasser, Kohl, Kraut, Königskuchen, Körperhaltung, Körper­verletzung, Kognak, Kohlenpulver, Kohlensäurehaltige Bäder, Kohlmeise, Kohlrabi, Kolik, Kollodium, Kompaß, Konfekt, Konkursverfahren, Kon- serviren, Kopfschmerz, Kraftsuppe, Krampf, Krankenpflege, Krankenspeise, Krankenversicherung, Krebse, Krebskrankheit, Kresse, Kreuzschnabel, Kriebelkrankheit, Kronentritt, Kuchen, Küchengeschirr, Küchenhygieine, Küchenkräuter, Kündigung, Kühlende Getränke, Kümmel, Kürbis, Kuh­euter, Kummerfeld'sches Waschwasser, Kumys, Kupferausschlag, Kupferne Geschirre, Kupfervergiftung, Kuppelei, Kwaß, Laberdan, Lachs, Lacke, Lähmung, Lakritzen, Lammbraten, Lampen, Landfriedensbruch, Land­gerichte, Landmesser, Landwirthschaftliche Arbeiten, Lattichsuppe, Lat­werge, Laubfrosch, Lavendel-Riechkissen, Lebensbalsam, Lebensdauer, Lebensregeln, Lebensversicherung, Leberspeisen, Leberblümchen, Leber­flecke, Leberkrankheiten, Leberthran, Lebzelten rc. rc.

Redaction: I. V.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.