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Rauchen ist eine angenehme Sache. Ich bin selbst auch Raucher und meine Frau weiß ebenfalls eine gute Cigarre zu schätzen, nur manchmal - wissen Sie - manchmal, wenn--Er begann zu stottern, fühlte aber in diesem
Augenblicke einen sanften Rippenstoß in der Seite, die seiner Frau zugekehrt war und beeilte sich, mit schnellem Verständniß das wohlgefüllts Ctgarren-Etui aus der Brusttasche zu ziehen dann bot er es mit einem liebenswürdigen „darf ich mir er« lauben?" seinem Gegenüber bar.
„Danks sehr - sehr freundlich, mein Herr; aber ich bin noch versehen. Der Andere sagte es ziemlich kurz und zeigte augenblicklich Neigung, wieder in seine frühere nach, denkliche Stimmung zu verfallen.
Das wollte nun Frau Emilie um keinen Preis ge. schehen lassen. Wenn jedoch eine allgemeine Unterhaltung bei dem ablehnenden Gebühren des Fremden nicht in Fluß kommen wollte, so brauchte man ihn ja nur bet seinem Standesbewußtsein zu nehmen, ihn in sein Fahrwasser zu bringen, ihn gesprächig zu machen, um sich so in seinen Augen rehabilitiren und das Vorgefallene vergessen machen zu können.
„Ja, ja, es wird eine schöne Hochzeit werden und wissen Sie, worauf ich mich besonders freue? — Auf die Traureds Ach, so eine schöne Traurede höre ich gar zu gern! Das' wirkt so feierlich und erhebend und man denkt gerührt dabei an die eigene Trauung zurück. Eine solche Traurede muß aber eigentlich recht schwierig sein — nicht wahr?"
Gespannt sah sie ihm in das nachdenkliche Gesicht, das er ihr, noch immer mit dem Ausdruck leiser Verwunderung, zugekehrt hatte. Aber er blieb vollkommen gleichmüthig und antwortete allgemein und ziemlich obenhin:
„O ja, o ja! Es gehört eben Uebung und Zeit dazu."
War das nicht ein Fingerzeig? Zeit wollte er also haben. So unliebsam ihr das auch erschien, Frau Emilie mochte ihm gegenüber nicht als unzartfühlend gelten und be« schloß daher, ihn ferner nicht zu stören.
Aber dem Galten war in diesem Augenblicks etwas eingefallen, das er unbedingt an den Mann bringen mußte. Mit viel Eclat kramte er sein Portefeuille hervor und reichte dem Fremden mit einem höflichen „Gestatten Sie?" seine Karte.
„Eduard Knispel, Gutsbesitzer D . . . Hausen." Der Fremde hatte es gelesen, erwiderte die Verbeugung und sagte kurz: „Brandes ist mein Nams — Franz Brandes."
Warum tauschte er seine Karte nicht aus? Warum unterließ er es, „Franz Brandes — Pastor" hinzuzufügen? Die Gatten sahen sich auf einen Augenblick fragend und zweifelnd an.
Sollte ntän sich dennoch getäuscht haben? —
„Brandes — Brandes, der Name ist in Hannover sehr gebräuchlich," meinte Herr Eduard, um der Sache auf einem Umwege näher zu kommen.
»Ganz recht, Herr Knispel, Hannover ist mein Geburtsort."
„Aber ich finde, Sie haben nichts mehr vom Dialect dieser Stadt."
„O, das schleift sich ab; wenn man überdies so viel und wechselreich in der Welt herumgekommen ist. Sehen Sie, da war ich in Leipzig, in Halle, kurze Zeit in Jena und sogar oben in Kiel."
,, Also doch! Verständnisinnig stießen sich die Gatten heimlich an, als sie die Namen der Universitätsstädte gehört.
Da hielt der Zug. Die Endstation der Bahnfahrt war erreicht und im Aussteigen gewahrte Frau Emilie auch schon den flotten Landauer, den ihnen der Vetter zur Abholung herübergesandt hatte. Man übergab dem Kutscher die schwereren Gepäckstücke und bemerkte zugleich, wie der Reisegefährte von der anderen Sette den Bock zu besteigen im Begriffe war.
„Mein Gott, Herr Brandes, Sie werden uns doch im Wagen Gesellschaft leisten," bestürmts ihn Frau Emilie. „Einmal geht es ja nicht anders und dann die Ehre —
„Sie sind sehr liebenswürdig; aber ich kann die Luft
im geschlossenen Wagen nicht gut vertragen und wenn ich untauglich ankäme —!"
„O bitte, Herr Brandes, wir öffnen beide Fenster, wenn Sie wünschen; das bischen Zug kann ich schon aus- halten bei dem lauen Wetter heute."
Kein Sträuben und kein Vorwand half ihm, die Gatten ruhten nicht eher, bis er sich neben Frau Emilie im Fond niedergelassen, da Herr Eduard, das Hochzeitsgeschenk zu verwahren, mit diesem den ganzen Rücksitz eingenommen.
Natürlich hat er nur deshalb neben dem Kutscher sitzen wollen, dachte Frau Emilie, um Zeit und Muße für die Vollendung seiner Rebe zu haben- Nun, so wollte sie zartfühlend bleiben und über Störung sollte er sich am wenigsten beklagen zu haben. Schweigend fuhren die drei in den klaren Herbstmorgen hinein.
Man passtrte ein schmuckes Dörfchen und als Frau Emilie das saubere Kirchlein inmitten der rothen Ziegeldächer und Obstbäume aufragen sah, konnte ste sich nicht enthalten, zu Herrn Brandes gewandt, dennoch einzuwerfen:
„Wie stimmt doch der Anblick einer Kirche, und sei ste auch noch so bescheiden, so ernst und feierlich!"
Der Fremde gab keine Antwort, aber Frau Emilie, einmal im Zuge, mochte sich nicht sogleich wieder den harten Zwang des Schweigens auferlegen, zudem hatte sie etwas zu sagen, das unbedingt den letzten Rest von Ungehaltenheit in der Predigerbrust zerstreuen mußte.
„Ach ja, wir gehen eigentlich jeden Sonntag zur Kirche, obgleich sie von unserem Gute ziemlich entfernt ist. Aber welcher Mühe unterzieht man sich nicht, um in Andacht dis Worte des Herrn zu hören!"
Der Gatte sah sie verwundert an — wie schön sie reden und die Unwahrheit sagen konnte!
„Oder fast jeden Sonntag — wenigstens sehr häufig, gehen wir zur Kirche," fuhr Frau Emilie unbeirrt fort, „und wenn wir keine Zeit finde«, bann lesen wir wenigstens eine Prebigt zu Hause. Und es giebt ja so schön gedruckte Predigten, wir haben zwei ganze Bände davon."
„Ja, die giebt’s," murmelte Herr Brandes, wie es schien, nicht sonderlich berührt von diesem Thema; bann lüftete er den Hut und fuhr mit dem Tuch über die perlende Stirn.
„Wie Kopfarbeit doch anstrengt!" dachte Frau Emilie und rückte Hut und Umhang zurecht, denn zwischen den Baumkronen tauchte soeben das Gut des Vetters auf. Stattlich und flaggengeschmückt dehnte es sich aus, der neue Flügel glänzte in der Sonne und war reich geschmückt mit Guirlanden und Tannenzweigen. Ueber der Einfahrt prangte ein mächtiges „Willkommen" und der Weg zwischen den Ulmen« reihen, der zum Wohnhaus führte, war farbenbunt mit Blumen bestreut.
Sie rollten als die Letzten in den Gutshof. Schon hatte sich Alles mit der auf dem Lande üblichen Gewohnheit des Frühbereitseins eingefunden und mit der Elite feiner Gäste stand der Vetter unter dem blumenvergrabenen, triumphbogen-ähnlich aufgeputzten Portal, um die letzten lieben Anverwandten zu begrüßen.
Frau Emilie freute sich insgeheim auf den Augenblick, wo sie neben dem würdigen, fo allgemein verehrten Pastor würde aussteigen und mit ihm zugleich in Ehren empfangen werden. Zudem hatte sie unter den Harrenden Frau Knallfeld gewahrt, eine ehemalige Busenfreundin aus den Mädchenjahren, der sie damit ganz besonders zu imponiren gedachte. Denn bekanntlich pflegen selbst die besten Freundinnen nach ihrer Verheiratung Rivalinnen zu werden, um so hartnäckiger, je mehr sie die einstige intime Beziehung vor der Welt aufrecht zu erhalten bemüht sind.
Herr Brandes war ein wenig unruhig geworden und es hatte ganz den Anschein, daß er lieber früher ausgestiegen wäre, um, wie sich Frau Emilie dachte, dem lärmenden Schwarm der Gäste zu entgehen. Als nun jedoch der Wagen hielt, nöthigte sie den „Herrn Pastor" aufs Liebenswürdigste, zuerst amzust.igrn und laut, daß es Niemand entgehe, be-


