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Geineiirnützig-O.

Ich Unglücksrabe!

Ueber die Herstellung von Ostereiern wird Erieben: Am einfachsten sind die schlicht gefärbten Eier herzustellen, die zwischen den reicher verzierten nicht fehlen rS' hat verschiedenartige Färbemittel, die man sich leicht verschaffen kann. Zwiebelschalen oder eine Abkochung von Buchweizenähren färben gelb (von Saffran zum Gelb- färben ist besser abzurathen, da dieser giftig ist und vom Färb« stoff beim Kochen leicht etwas durch die Poren der Eier AM, dunkle, im Sommer gesammelte und getrocknete Malvenblätter oder auch Spinatsaft färben grün; rosafarbene

E r?ün Pernambukholz, braune durch die grüne Schale der Wallnuß und für violette Eier nimmt man Blauholz oder Braunspähne. Uebrigens giebt es jetzt auch mannigfache käufliche giftfreie Eierfarben, mit denen man ver- fchiedene Schattierungen Hervorrufen kann. Sowie die Eier gekocht sind, reibt man sie mit einem Tropfen Oel oder mit einer Speckschwarte ab, wodurch sie einen matten Glanz et< halten- - Auch goldene und silberne Eier dürfen nicht fehlen, ^^,/van durch Ueberstreichen mit Broncelösung erhält. Noch hübscher sehen die gefärbten Eier aus, wenn sie eine Ver« Mung erhalten, die man anbringt, ehe man sie kocht. Die Eier werden gewaschen, mit etwas Essig abgerieben, damit sie zweifellos rein werden, dann im Ofen ein wenig angewärmt und mit Name, Spruch oder Zeichnung versehen, indem man sm eÄetM ^chen aufträgt, das man in geschmolzenes Wachs taucht. Diese Stellen bleiben dann beim Kochen mit Farbstoff weiß und werden nach dem Kochen vom Wachs be­freit. Will man bereits gefärbte und gekochte Eier ähnlich verzieren, kann man den Spruch oder die Zeichnung mit C tronensäure einätzen. Kunstgeübte Hände können auch Tusch, zeichnungen oder Sprüche in Goldschrift auf diesen Eiern an- bringen. Sehr hübsch find marmorirte Eier, die außer etwas Geduld nicht viel Kunstfertigkeit verlangen. Man braucht zu ihrer Herstellung Leinwandläppchen, gleich lang geschnittene Fäden, rohes Sauerkraut, Kerbelkraut, trockene gestoßene Eier« K/sn, f gepulverte Zwiebelschalen, zerkleinerte Farbhölzer (Blauholz, Rothholz, Gelbholz, Pernambukholz, Safran rc.) und in möglichst lange Fäden gepflückte Tournesolflecke. Jedes vertheilt man für sich in kleine Behälter. Die Eier werden gut gereinigt und in eine Schale mit Wasser gelegt. Auf

- - «u «,ail I Ä?L"^"bläppchen legt man ein gleichmäßiges Polster von

war da natürlich wach geworden. Mir egal! Krabble auf Dann verziert man die feuchten Eier, drückt

sn^» -x ... - - I Blättchen des Kerbelkrautes darauf, bestäubt das Ei mit sehr

wenig von den verschiedenen Farbstoffen und etwas gestoßenen Eierschalen und belegt es mit Tournesolfäden, wobei man ledes Et verschieden ausschmückt. Bei Anwendung von Safran und Malvenblättern ist Vorsicht am Platze, da sie leicht zu ^nkel färben. Jedes vollendete Ei wird in das mit dem Sauerkrautpolster versehene Leinwandläppchen gewickelt und mit Fäden gut umbunden. Sind alle Eier vorbereitet, so bringt man sieinciii weites Gefäß mit kochendem Wasser, K AÄrS}iSutlbce1 und läßt sie so lange in einer

Schüssel abkühlen, bis man sie berühren kann. Dann wickelt man sie aus, nimmt Alles, womit man sie belegte, herunter, reibt sie mit dünner Gummilösung ab, damit sie Glanz erhalten, und stellt sie bis zum völligen Erkalten in Salz.

Der Kerl nebenan wettert weiter. Mir Wurst! Kleide mich an, und dann hinunter in's Gastzimmer, wo ich auf nem abgeschlissenen schwindsüchtigem Kanapee noch anderthalb Augen voll Schlaf mitnehmen konnte, bis zur Reinemachezeit ^^,-^^ubenbesen mich weckte. Danach ein Spaziergang; endlich gegen sieben, kam ich just recht zum Frühstück. Natür- ttch mit Familie Ditto.

Da war ich s vollends leid. Hatte so das dumpfe Gefühl, es müsse was Extraes geschehen, donnere deshalb noch einmal mit dem Arm gegen die Wand, daß mir's bis in die Finger­spitzen kribbelt. So'n Schmerz am Ellenbogen macht den Menschen nicht zahmer. Ich mit einem Sprung aus dem Bett, als gälte 's 'nen Alarm gegen Franktteurs. Klad«

- klingling! - Natürlich der wackelige fichten- hölzerne Nachttisch! Da lag er! Zugleich ein mordsmäßig Gepolter im Nebenzimmer - aber nicht in der Schnarchbude, sondern m dem zur anderen Seite und dazu ein Donner- weiter, das mir selber Ehre gemacht hätte. Irgend ein Gast

Anderthalb Stunden verstehen Sie, so das Stück zu zweihundert Minuten, lag ich als Beute meiner Verzweiflung und zählte die Athemzüge drüben. Es waren siebzehn in der Minute. Hatte nämlich Licht gemacht, um nach der Uhr zu sehen. Halb zwei. Zuletzt blies ich's aus und verlegte mich wieder aufs Turnen. Bis ich dennoch schlief. Beinahe wenigstens. Da gab s nebenan 'ne neue Tonart. Das Monstrum hatte sich umgedreht. Nun sägte es in dur. Ich war gerädert. Drei Stunden Fußmarsch, Süßholz geraspelt wie ein Fähnrich, Strand gewatet, beinahe Verse gemacht, und nun diese Nacht­ruhe oder vielmehr Unruhe! Zuletzt wurde ich wild. Trommelte an der Wand Generalmarsch. Ein paar Minuten war's still dann ging das Gebohre und Gefeile vom Frischen los. '

Sonny Wonne--- Wonne Lonny** - schlief

ich wirklich ein? Merkwürdig, wie man sich beim Ein- duseln der Thatsache des Schlafens feibst bewußt werden kann. Gott fei Dank nun schlief ich! Da--rraps

rraps--Herr des Himmels und der Erden, gab's denn

keine Rettung?

Bums! stieß ich mit dem Ellenbogen an die Wand und machte damit Effect. Das Gefäge schwand dahin, 's dauerte aber lange, bis mein Aerger dasselbe that und meine Nerven an Schlaf dachten.

Französtsches Ragout von Geflügel. Dasselbe wird aus den vom Tische kommenden Resten von Geflügel auf folgende Weise hergestellt: Man macht eine Helle Butter- &&^Tpi9^on8' Bersins und gehackte Schalotten ^». mischt e n Glas Weißwein und etwas aufgelösten Liebigs Fleischextract darunter und läßt diese Sauce 25 Minuten allein und dann noch 5 Minuten mit den Geflügelresten still kochen. Beim Anrichten garnirt man das Gericht ringsum mit in Butter gerösteten Brodschnitten. 0

dem Boden 'rum und suche nach der Streichholzdose. Unglaub­lich, wie viel Stuhlbeine so'n kahler Fremdenkäfig hat, wenn's dunkel ist! Stieß mindestens an zwanzig an. Als ich endlich Feuer geschlagen hatte, stand natürlich nur ein einziger Stuhl: denn den Kofferschemel konnte ich nicht rechnen.

«x ^öp8 m,rrap8 ~ rraps es war tatsächlich Schnarchen. Nebenan.

Sommerfrischenbau - frische Sommerbauten ist natürlich richtiger - das kennt jeher, wie? Genug, die Wand schien eigentlich nur als Schallleiter zu dienen nein, als Schall­verstärker.

da--meine Herren, faetisch da sägt wer. Oder

ei» Pferdestall in der Nähe. 19 er

Ich fahre auf.

Lonny einfach zum Freffen in ihrer Hellen Sommerfahne Wissen Sie, so 'was Werthers Lotte-Artiges. ' 9

(Fortsetzung folgt.)

Hatte mich nun gern die nächtliche Misere von der Leber runter räsonnirt, aber - können sich's denken den Damen gegenüber ging's doch nicht! Und deren Gesellschaft war mir momentan lieber als die Herrn Dittos. Calculire also folgen­des zusammen: Läßt Dir nachher vom Kellner ein anderes Zimmer für die nächste Nacht anweisen, inzwischen machst Du Dich möglichst angenehm und fühlst so nebenher der Ma­dame Ditto auf den Zahn, was Lonny wohl dazu sagen würde wenn na, wenn! 1