896
E Strahl, blick d Soweit Erntest Die Äi ersten < halt ra „l Ai schloßar sechzig: schultert hielt. ! Augen, besaß ei schnitte! Erschein keinen ! Soldate langen so hörte Untergel niemals
Di sitzer de Herrsche oben i Schlesw gestände, hier aus und echt ein Edel seiner C
Redaetion- I. V.: Hermann Elle. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) m G'eßen.
Chocolade auf Schwindsüchtige und Lungenkranke hat man iedt noch zu erhöhen verstanden durch die Fleischchocolade, die stch als vorzüglich nährend und stärkend für Hectiker und Schwächlinge aller Art erweist. Sie wurde zuerst von Banttgny aus Eacao und Osmazom, dem Kraft- und Riechstoffe der Fleischbrühe, hergestellt und Philigieno genannt. Als ein ausgezeichnetes Linderungs- und Wiederherstellungsmittel für Lungenkranke hat stch die Isländische Moos- chocolade bewährt, die aus geschälten Cacaobohne«, Zucker, reinem, isländischen Moospulver und etwas Salepwurzel bereitet wird. In Spanien und Südfrankreich benutzen Arme die Erdeichel oder Erdnuß (Arachis hypogaea) zu Chocolade.
In allen den Culturstaaten, in denen die Chocolade nur ein Luxusgetränk bildet, wird das Product Mexicos desto mehr in fester Form bevorzugt, in deren taufendgestaltiger, reizvoller und erfindungsreicher Herstellung einheimische und ausländische Chocoladefabrikanten mit einander wetteifern. Was darin Bewundernswerthes geschaffen wird, das zeigen die lockenden Schaufenster ihrer großstädtischen Niederlagen am vorteilhaftesten um di« Weihnachts- oder Osterzeit. Da prangen oft wahre Kunstwerke von riestgen Maßverhältnissen, Jagden, Landschaften, Bauwerks, Figurengruppen aus Märchen re. darstellend, neben der mannigfaltigen Menge kleinerer Erzeugnisse der unermüdlich schöpferischen Chocolade- Industrie, die alles für ste Darstellbare in der glänzenden braunen Masse nachzuahmen sucht.
Statt des Chocoladetrankes aber schmeichelt sich der entölte Cacao, dem durch Auspreffen das dicke, fette, talgartige Öe[ genommen ist, die sogenannte Caeaobutter, die in den Apotheken zu Salben u. dergl. verwendet wird, immehr mehr als tägliches Getränk ein und versucht Kaffee und Thee durch Anpreisen seines Nährstoffes aus der Gunst der Menschheit zu verdrängen. Wollte man nach der auffälligen Reclame der verschiedenen Cacaofabriken in Tagesblättern und Zeitschriften und wer weiß, wo noch, urtheilen — auf . der Berliner Stadtbahn genießt man in einemfort die Aus- sicht auf riesengroß und bunt an leere Gibelwände gemalte Schristzeichen: van Houtens Cacao ist der beste! — Gaedtkes Cacao ist unübertrefflich! — Blookers Cacao die beste Marke! so könnte man vermuthen, Cacao bilde bereits das Allerweltsgetränk. ____________
Gemeinnütziges.
Artischocken mit Krebssauee. Man präparirt die Artischocken wie gewöhnlich, kocht ste in Salzwasser, dem man etwas Butter und den Saft einer Citrone beigefügt hat, ab und richtet ste auf einer heißen Schüssel an. Inzwischen schlägt man 3 bis 4 Eidotter, */< Pfund Krebsbutter, einen Eßlöffel Mehl und Vr Liter kräftige Auflösung von Liebigs Fleischextract nebst etwas Muscatblüthe so lange, bis eine dicke Sauce entsteht, die man über die Artischocken gießt.
Um Mepfel mit Namenszug zu erzielen, klebt man einen in Papier ausgeschnittenen Namen auf den Aepfel, bevor die Sonne denselben geröthet hat. Wo das Papier die Sonne abhält, bleibt der Apfel blaßgrün, sodaß später auf der rothen Frucht der Name sichtbar ist.
Behandlung schlecht gewordener Butter. Hat man Butter, die alt geworden ist und schon einen schlechten Geschmack angenommen hat, so kann man dieselbe wieder wohlschmeckend machen, indem man sie einige Male gut mit frischer Milch durcharbeitet und dann so lange mit kaltem Wasser nachwäscht, bis dasselbe ganz klar bleibt. Dieses höchst einfache Mittel giebt der Butter ihren ursprünglichen frischen Geschmack wieder. Ein Hauptaugenmerk, um Butter lange frisch zu erhalten, hat man auch darauf zu richten, stets für einen zweckmäßigen Aufbewahrungsort für
dieselbe zu sorgen. Da außer der Wärme auch das Licht sehr nachtheilig auf den Buttergeschmack wirkt, so muß man daher die Butter immer an einen kühlen und zugleich dunklen Platz bringen. * *
*
Der Werth des Hühnermistes kommt fast dem von peruanischem Guano gleich, nur daß er mehr Wasser enthält. Die Düngung damit liefert bei allen Feldfrüchten ausgezeichnete Resultate. Man sollte daher nicht versäumen, in die Hühnerställe Gyps, Kalkmehl oder trockene Erde einzustreuen, wodurch der Hühnermist trockener gemacht wird.
Der Kehricht ans Mühlen nnd Bäckereien ist vermöge seines großen Mehlgehaltes ein sehr guter Dünger, ebenso der Inhalt der sogenannten Löschkübel, mit deren Wasser nach beendigter Feuerung der Backofen gereinigt wird.
* *
Rothweinstecken. Frische Rothweinflecken entfernt man aus der Tischwäsche am schnellsten durch kochende Milch. Der mit der heißen Milch begoßene Fleck bleicht sofort; je nach- dem Farbstoff im Wein enthalten ist, muß der Aufguß wiederholt werden. Man reibe den Flecken etwas mit einem Läppchen. Veraltete Flecken entfernt man mittelst Schmierseife, indem man erst den Flecken einreibt und ihn durchziehen läßt, um ihn alsdann herauszuwaschen. *
Eiereonserviruttg. Eine ausprobirte Methode, Eier längere Zeit aufbewahren zu können, besteht darin, daß man eine Messerspitze übermangansaures Kalt in zwei Liter Wasser löst, in einer solchen Lösung die vorher gut gesäuberten Eier eine Stunde lang liegen läßt, sie dann gut abtrocknet, in reines Papier einwickelt und?, in einen Korb oder eine Kiste verpackt, an einem trockenen, oder frostsrelen Ort aufbewahrt. e ,
♦
Ersparung von Kohlen beim Kochen. Wenn die Kohlen durchgeglüht und Alles an den Ösen Gesetzte am Kochen ist, wirft man ein paar Hände voll Gemüseabfalle auf das Feuer und schließt alle Thüren. Blätter und Schalen verhindern das rasche Verbrennen, und man hat noch den Vortheil, daß das Essen langsamer gar wird, was viel zu dessen Wohlgeschmack beiträgt. Hat man jedoch anderweitige Verwendung für die Gemüseabfälle in der Wirthschast, so kann man an deren Stelle eine dünne Lage schwach angefeuchteter Asche über das Feuer legen, was gleichfalls dar Feuer sehr lange erhält.
humoristisches.
De r Ped a n t. Professor: „Es ist doch wirklich zu toll, nun bringt das dumme Mädchen wieder den Topf ohne Thee! _ Professor (belehrend): „Aber, liebe Frau, das wäre 1» ein Unding, das wäre ja ein Opf.l"
Kutscher.Bosheit. Gigerl: „Kutscher, fahren Sie mich rasch wie möglich nach dem Affentheater. Die Vor- stellung beginnt in einer Viertelstunde." — Droschkenkutscher. „Sie wirken wohl schon im ersten.Acte mit?"
Unter Collegen. Professor Kleber: „Haben Sie schon gehört: Man hat dem Professor Streber den Character als Geheimer Rath verliehen." — Professor Leber: „Ausgezeichnet, nun hat er wenigstens diten!"
Grob. Gatte: „Für ein weibliches Wesen muß er doch eigentlich schrecklich sein, alte Jungfer zu bleiben. - Gattin: „Sonst würden ste wohl nicht manchmal so grüß liche Kerle heirathen, um diesem Schicksal zu entgehen.


