Ausgabe 
25.7.1896
 
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schmalen Munde, den herabhängenden Lippen, dem glatten Kinn sah er wie ei« in die Falle gerathener Fuchs aus.

Der Thierarzt, welcher sein Mißtrauen bemerkte, sagte gutmüthig:Sie können ruhig sein, Thymoftäu» Javanicki, wir haben keine schlechten Absichten mit Ihnen. Wenn ich Sie gebeten habe, zu mir zu kommen, anstatt mich selbst zu Ihnen zu begeben, so geschah dies, weil mir daran lag, Ihnen meine Erklärung im Beisein von Zeugen abzugeben."

Thymoftäu» wich unmerklich zurück.

Uebrtgenr," fuhr Jener fort,will ich mich kurz fassen. Vor einigen Monaten haben Sie mir die Ehre ängethan, mir die Hand Ihrer Tochter zu bewilligen. Um diese Zeit trugen Sie hohe patriotische Gesinnungen zur Schau- Sie wissen, ich bin ein Mann au» einem Guß, der Verstellung und der Winkelzüge unfähig; ich habe Ihnen daher auf'» Wort geglaubt- Dann während der ganzen Dauer unserer Verlobung sind Sie nicht einen Augenblick au» der Rolle gefallen, sondern haben im Gegenthetl einen ungeheuren Eifer für die polnische Sache an den Tag gelegt. Leider war Alle» dies nur eine Maske, die Sie ebenso leicht abzulegen verstanden, wie Sie jedesmal die Gemälde vom Nagel nahmen, wenn die Bilder Pauls I. und Alexanders II. Ihrem Interesse dienlicher schienen, al» die Stephan Batorys und der Königin Wanda."

Der Pope erröthete heftig. Woher konnte der verteufelte Thierarzt alle diese Einzelheiten wissen?

Indessen, Ihre Tochter Binia liebte den Seminaristen nicht," fuhr Rayrki fort.

Verzeihung, Sie berühren jetzt ganz persönliche Dinge, und ich kann nicht dulden ..." Ä t m

Erlauben Sie, ich komme zur Hauptsache. Heute Nacht ist mit Hilfe de» Weine« und besonderer Umstände Ihr ge­schickt aufgebauter Plan eingestürzt und ich habe Ihr Benehmen gegen mich durchschaut. Wenn ich Ihnen meine Ansicht da. rüber ein bischen zu scharf ausgesprochen habe, so bitte ich deshalb um Vergebung. Heute, nachdem ich mir Alles über­legt habe, bin ich bereit, meinen Entschluß theilweise rückgängig zu machen, aber nur unter bestimmten Bedingungen, von denen ich entschieden nicht abgehe. Herr Thaddäus wird die Güte haben, Ihnen dieselben mitzutheilen- Und jetzt habe ich die Ehre, mich zu empfehlen." r k

Darauf erhob sich Vincenz mit großer Würde und ging, seine riesenhafte Figur hoch aufrichtend, hinaus, hinter ihm Hans, welcher feine Freude kaum verbergen konnte.

Die kleine, mit viel Ruhe vorgebrachte Rede hatte einen tiefen Eindruck auf Thymoftäu» gemacht. Was würde von hm verlangt werden? Er wandte den Blick fragend auf den Oberförster und sah so fassungslos und zerknirscht dabei au», daß es diesem leid that.

Die Bedingungen Ihre« Schwiegersohnes sind nicht sehr hart," sagte er lächelnd, «er verlangt einfach, daß Sie die Verlobung Binia» mit dem Seminaristen aufheben."

Der Priester bewegte den Kopf halb zustimmend.

Und daß Sie dieselbe meinem Schützling Janek zur Frau geben." ,

Ntematt!" rief Thymoftäu», roth vor Entrüstung. Wie können Sie auch nur daran denken ein Mensch ohne Papiere, ohne Familie!"

Ein ehrlicher, fleißiger Mensch, der in der ganzen Um« gegend geachtet ist," verbesserte ihn der Oberförster.

Dar wohl, aber jeder einfache Bauer würde sich be­denken, ob er ihn zum Schwiegersohn annehmen sollte."

Sie Übertreiben, Ehrwürden; da« Landvolk hat gesunden Menschenverstand und bei uns wird das Kind nicht für die Eltern verantwortlich gemacht."

Und was werden meine Freunde und Bekannten von dieser Heirath sagen; sie werden sich lustig über mich machen, mich verachten."

Lassen Sie ste reden."

Ich verstehe den Thierarzt gar nicht, ein Mann ivon so guter Herkunft, der au« einer adeligen Familie stammt und einen solchen Schwager nicht verschmäht!"

Herr Rayrki hat ein edle« Herz, dar über solche elende Kleinigkeiten erhaben ist."

Mein Gott," stöhnte der Priester,war wird meine arme Diotyma sagen?"

Nun, sie wird Ihnen vor Freude um den Hal» fallen und Sofrony» auch. Denken Sie doch an die Seligkeit der armen jungen Frau, die einer Scheidung aus dem Wege geht. Es ist abgemacht," fuhr der Oberförster fort,daß der Thier­arzt feine Gattin gleich, nachdem das Aufgebot Ihrer Tochter mit Jrnek erfolgt ist, abholt; deshalb bitte ich Ste, mit der Mutter des jungen Mannes sobald als möglich in Unterhand­lungen zu treten."

Man traut mir also nicht," brummte der Pops zwischen den Zähnen.

Thaddäus hielt es für besser, nicht zu antworten-

Einige Minuten später beobachteten Vincenz und Janek, hinter den Gardinen im Speisezimmer versteckt, voller Freude die Abfahrt des Popen, der jetzt ganz demüthig und fügsam geworden war und in voller Erle der ziemlich weit entfernt liegenden Wohnung der Favronka zujagte.

Vor zehn Jahren hatte er sich hartnäckig geweigert, dem armen Brunnenmacher auf demselben Wege zu Hilfe zu eilen, auf dem er jetzt sein Pferd zum Galopp antrieb.

Meine Tochter dem unrechtmäßigen Sohne eines Bauern geben I" stöhnte er, vor Wuth erstickt.

Das hinderte ihn jedoch nicht, als er in der Hütte an- gekommen war, die Mutter Janek» mit abgezogenem Hut um >ie Hand ihres Sohnes für seine Tochter Binia zu bitten und seine Rede mit honigsüßen Worten, die ihm die Furcht eingab, zu würzen.

Und al» die Bäuerin traurig, aber doch mit stolzer Haltung sagte:Sie wissen, Ehrwürden, daß mein Junge ohne Papiere ist," antwortete der Priester, ein liebenswürdiges Lächeln erzwingend, Janek habe sich selbst schon einen Namen gemacht, der so ehrenhaft wäre, daß seine Frau stolz sein könnte, ihn zu tragen.

XXII.

E» war des Abends spät; die Sterne blitzten am klaren, mondlosen Nachthimmel. Han» und Binia saßen in ihrem Hochzeitsstaat auf einer Bank im Garten-

Weicher Blumenduft schwebte zitternd in der Luft und das tiefe Schweigen wurde kaum von Zeit zu Zeit durch dar Lied eines Heumachers oder das Pfeifen eines von den Wiesen heimkehrenden Hirten unterbrochen.

Dicht aneinandergeschmiegt, beobachtete das junge Paar, wie in der Ferne die weißen Dünste, die vom Flusse aus- stiegen, längs den Usern emporquollen und seltsame Gestalten annahmen. Sie sprachen nicht, ihr Glück war noch so neu und jung, daß es ste fast erschreckte.

War es denn kein Traum, daß Thymoftäu» vor einigen Tagen ihre Hände in Gegenwart der ganzen Familie ineinander- gelegt, Diotyma sie gerührt alle Beide geküßt hatte und daß jetzt Janek an der Familientafel neben der strahlenden Binia den Platz de» Seminaristen einnahm? Am Sonntag waren sie in der großen Kirche der Stadt aufgeboten worden und es schien ihnen, als hörten sie noch unter der holzgetäfelte« Wölbung des Gotteshauses ihre Namen erklingen, die der alte, ehrwürdige Priester den erstaunten Zuhörern als unlöslich verbunden verkündete.

Und waren sie nicht heute Morgen endlich für» ganze Leben vereinigt worden? , , ..

In ihrer naiven Dankbarkeit wären ste wirklich bereu, zu glauben, daß der liebe Gott, von ihrem Unglück gerührt, ganz besonders für sie ein Wunder gethan und ein Stückchen Paradies auf die Erde versetzt hätte.

Im Eßzimmer waren einige wenige Gäste um den Popen und seine Familie versammelt; zuerst Janek» Mutter, dann Thaddäu», einige Förster au» der Gegend; aber ein Geladener fehlte doch: Vincenz, den Sofrony» seit dem frühen Morgen schon mit fieberhafter Ungeduld erwartete. Warum kam er nicht, um seine Gattin zu holen? Warum hielt er sei» «er