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„Noch immer zu zweifeln und vor Allem tbut dies mein eigenes Blut, die Verwandten, die ich seit dem Tags der Bei« setzung Deine» Vaters nicht wiedergesehen habe."
(Fortsetzung folgt.)
Gsine?niMtziges*
Frühes Verpflanzen von Stachelbeer- ftränchern. Wer Stachelbeeren an« oder umpflanzen will, der nehme dies recht bald vor, im März, oder sobald der Boden solches zuläßt. Dieselben treiben bekanntlich sehr bald aus und kommen, wenn sie schon Blätter haben, dann weniger gut fort. Bei einem frühzeitigen Verpflanzen ist allerdings mit Frost zu rechnen u>d ist es da zweckmäßig, nach ge- schehener Anpfl nznng den Boden um die Sträucher herum mit einer dünnen Schicht Laub, Streu oder M st zu be« decken, damit die Wurzeln so weniger vom Frost zu leiden haben. #
Zum Treiben von Gurken kann man die Kerne bereits j tzt in Kistchen säen, die int warmen Zimmev» stehen und mit feuchtgehaltenem Torf oder mit Sägespähnen gefüllt find. Später sind die Pflänzchen in kleine, dann in größere Töpfe, je einzeln, und schließlich ins Mistbeet zu versetzen. Zum Begießen ist nur warmes Wasser zu verwenden, namentlich für die noch kleinen Pflanzen-,
Wann und wie werden Nelken vermehrt? Die geeigneteste Zeit ist der Februar. Man nimmt von den gesündesten Pflanzen kräftige, junge Triebe, schneide oder reiße dieselben, st-cke sie in reinen Sand bei einer Bodenwärme Nicht über 10 Grad R. und halte dieselben gleichmäßig flucht; allzu starke Sonne ist zu vermeiden, und müssen die Stecklinge dann schattirt werden. Nach Verlauf von fünf bis sechs Wochen sind die meisten bewurzelt und können entweder in ganz kleine Töpfe einzeln oder aber auch in Handkasten pikirt werden; nachdem dieselben eingewurzelt sind und sich ge- kräftigt haben, müssen sie abgehärtet werden und kommen in einen Kasten, wo so viel als möglich gelüftet werden muß. Im Mai werden die Stecklinge ins Freie gepflanzt.
Die Anemouen können im Frühjahre, sobald es die Witterung erlaubt, gepflanzt werden. Die Knollen werden je noch der Größe 6 bis 10 Centimeter von einander und 3 Centimeter tief gelegt. Blüihezeit bei Herbstpflanzung April und Mai, bei Frühjahrspflanzung Juni und Juli. Sie gedeihen in einem einigermaßen fetten, gut zubereitetem Boden und lieben Feuchtigkeit und Schatien. Sind nach der Biüthe Stengel und Blätter welk geworden, so nimmt man die Knollen aus der Erde, trocknet sie an der Sonne, damit sie hart werden und bewahrt sie an einem trocknen Orts auf.
Um schädliche Pilze, Jnsecten rc in Kellern, Hühnerställen rc zu tödten, nehme man ein Gesäß mit Salz und gieße darüber Schwetelsäure und stelle solches einige Stunden in den dicht verschlossenen Raum. Die sich entwickelnden Gase vernichten alles Ungeziefer. Später ist natürlich tüchtig zu lüsten., ,
Gegen das übermäßige Haaren des Hundes ist folgendes Mittel arzuwenben: 100 Gramm Leinöl mit circa 20 Tropfen Terpentinöl gut umgejchüttelt. Damit feuchte man einen wollenen Lappen an und reibe den Hund vom Schwanz bis zur Schnauze und zurück ca. 10 Minuten lang tüchtig ab, welches wöchentlich einmal zu wiederholen ist, bis das Haar gesund und glänzend erscheint.
Wasserdichte Gewebe lassen sich herstellen durch Be« streichen nut einer Mischung aus Leinsamen-Brei und Spanisch
Weiß, Ocker, Kreide, Talk oder Bimsstein. Der Leinsameü, Brei wird durch Kochen von Leinsamen mit Wasser bärge» stellt und soll ungefähr die Steife der Stärke, wie sie zur Wäsche verwendet wird, haben. Durch Pressen durch ein Tuch wird er von dem Sarnen befreit und mit Spanisch Weiß oder Ocker u. s. w. gemischt. Auf 1 Liter Leinsamen- Abkochung nimmt man etwa 100 Gramm Erde. Da» mit der Mischung bestrichene Gewebe erhält nach völligem Aus« trockenen zwei oder drei Anstriche von ungekochtem Leinöl, welchem etwa 2Va Procent Bienenwachs und etwas Siccatif beigemischt siud. Nach jedem Anstrich läßt man acht bi» 10 Tage trocknen und reibt mit Sandpapier an.
Kitt für Holz, Horn und Perlmutter. Da es feine Schwierigkeiten hat, Holz, Horn und Perlmutter gut zu kitten, so sei zu diesem Zwecke nach einer Notiz der L. Ztg. eine Mischung aus erweichtem Leim mit einer entsprechenden Quantität starken heißen Essigs, V« Liter Alkohol und ein wenig Alaun auf's Bests empfohlen. Der Kitt, dessen Bindekraft eine ganz außerordentliche ist, läßt sich in einer verschlossenen Flasche,gut ausbewahren.
Reinigen der Goldrahmen von Fliegeuschmutz.
Die Reinigung kann in folgender Weise vorgenommen werden: 10 Gewichtstheile Eiweis werden mit 4 GewichtStheilcn Kochsalz durch tüchtiges Schlagen ober Quirlen vereinigt und hiermit die Rahmen entweder mittelst einer weichen Bürste gehörig abgebürstet oder mittelst weicher Wolllappen sauber und behutsam abgerieben. Hierdurch wird der Schmutz vollständig entfernt und der Rahmen erhält seinen ursprünglichen Glanz wieder.
VevnrMhtes.
Sie kennt sich aus. „Baronin, warum haben Sie bett kräftigen Menschen als Kutscher angenommen?' — „Gr ist noch nicht verherrathet." — „Da» ist ja gerade gut. Muß denn Jbr Kutscher verheirathet sein?" — „Gewiß. Verheiralhete Männer folgen viel ,besser."
Mit Gefahr verbunden. Herr Süffle im Seebade: „Ah! dar thut aber wohl! Wenn nur da» Baden nicht mit solcher Gefahr verbunden wär'! Ich hätte beinah — Wasser geschluckt!" ,
Grenze. Dame: „Sie dichten, Sie singen, Sie malen . . . ." — Lieutenant: „Lieutenant kann Alle» — nur nicht alle Liebe erwidern!" <
Aus einem Soldatenbrief. !!•••* Lebe wohl! — zwischen uns, Leni, sind sämmtliche Würste der Welt zerschnitten !"
Lakonisch. Gläubiger (empört): „Natürlich, wenn Sie Champagner trinken, dann können Sie Ihre Schulden nicht bezahlen!" — Schuldner: „Heute reden Sie doch 'mal vernünftig, Meister!"
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Gemüthlich. Zahnarzt (zumPatienten, der jämmerlich aufheult): „Schreien Sie nur, Mann, dann ärgert sich wenigstens mein Concurrent drüben — der hat die ganze Woche noch keinen Patenten gehabt!"
Maxl's Entschluß. Nicht wahr, Papa, zu meinem Gebmtsrag schenkst Du mir einen Ziegenbock?" — „Ja, Maxl, aber nur, wenn Du mir versprichst, bi« dahin jeden Tag von früh bis Abend» ganz artig zu sein!" — (Nach längerem Ueberlcgen): „Papa, schenk mir lieber keinen Ziegenbock!"
SHMrtien: N. Gchryda. — Druck und Vrrlag der Brühl'schen Unlv»rsiMZ-Buch- und ©temfcructaei (Pietsch & Scheyd«) in Vi«M»


