Ausgabe 
25.1.1896
 
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verhindert, daß dis Schleimhaut in Hals und Mund zu trocken wird oder gar ausspringt und dann Blutungen und heftige Schmerzen verursacht. _

Selbstverständlich darf Papa, so lange Hänschen Husten hat, nicht mit der Cigarre oder Pfeife ins Zimmer kommen. Wird doch schon mancher ganz Gesunde durch Tabakrauch zum Husten gereizt, wie viel mehr ein wirklich an Husten Leidender I

Die Hauptsache aber ist und bleibt, daß man dem kleinen Patienten immer und immer wieder zuruft:Mund zu!" Er soll stets nur durch die Nase und nie durch den Mund athmen. An der feuchten Schleimhaut der Nase bleiben dann alle mit der Athmungsluft etwa eindringenden Staub» theilchen haften und können in Hal» und Luftröhre keinen Hustenanfall Hervorrufen; auch wird auf diese Weise die trockene Luft angefeuchtet und die kalte erwärmt. Daher nochmals:Mund zu!" .

Beachtet und befolgt man all diese aus Erfahrung der täglichen Lebens geschöpften Vorschriften, welche vielleicht Manchem nebensächlich erscheinen könnten, 4n Wirklichkeit aber von großer Bedeutung find, wird man sich viele Sorgen und den Hustenden bedeutende Qualen und Schmerzen er» sparen. ____________

Hebe geben. Behüten Sie Alle», Ihren Namen und Ihr Geld, ich verzichte darauf und erbitte mir nur das Erbtheil meiner Mutter zurück, das sie ihrem armen Sohne einst mit­gegeben, um darin vielleicht die Gewähr einst zu finden,»daß auf seiner Geburt kein Makel ruht. Die» ist heute geschehen, ich erkenne darin die göttliche Gerechtigkeit, welche auch Ihnen, Hauptmann von Rautenstern, ein sichtbares Zeichen ihre» Waltens hat geben wollen.",

Er nahm bei diesen erbarmungslosen Worten sein Eigen- thum an sich und verließ, ohne dem alten Herrn noch einen Blick zu gönnen, das Zimmer. (Fortsetzung folgt-)

Pflege der Hustenden im Winter.

Von Dr. Otto Gotthilf.

. (Nachdruck verboten.)

Sehr unangenehm wird jetzt manche fürsorgliche Mutter in der Nacht geweckt durch da» beängstigende Huste« ihres Liebling». Am andern Morgen wird dann schleunigst zum Arzt geschickt, welcher lösende Trünkchen verschreibt. Bald erscheinen auch die verschiedenenlieben Tantchen," um noch ihren unfehlbaren Hustenthee dazu zu geben. Aber trotz Allopathie und Homöopathie, trotz Schwitzen und Gurgeln und hermetischen Abschließens gegen die rauhe Winterluft will es durchaus nicht besser werden mit dem kleinen Patienten, oder es tritt häufig nach einer Besserung wieder ein Rückfall ein. Woher kommt da»? , ,

Wohl gibt er hundert« von Ursachen hierfür, aber die meisten beruhen auf der aus Unkenntniß falschen Pflege jener so empfindlichen kleinen Patienten-

Onkel Doctor ist eben dagewesen und hat erklärt, Hänschen könne heute einige Stunden aufstehen. Nun wird der erfreute Patient schnell in dem halb warmen Schlaf­zimmer in doppelte oder dreifache Kleidung gesteckt, dann nimmt man oberflächlicheKatzenwäsche" vor, und husch hinein m's warme Wohnzimmer! Hierdurch gehen aber dem Kleinen alle jene wichtigen Bortheile verloren, welche dem Körper sonst jeden Morgen durch ordentliche» Waschen und durch Wechseln der Wäsche zu Theil werden. Daher muß Han» noch im Hemdchen gleich in Papa» dicken Schlasrock oder in Mama» wollenes Umschlagetuch gewickelt und an den Ofen der Wohnstube gebracht werden. Dort wird mit lauwarmen Wasser Schweiß und Staub vom ganzen Körper abgewaschen; denn da die Lungenathmung nicht regelrecht functioniert, so muß eben die Hautathmung ganz besonder» unterstützt werden. Nun erst wird reine durchwärmte Wäsche angezogen. Daraus werden Zähne, Gaumen und Rachen sauber gereinigt, um den in der Nacht verdickten Schleim vollständig zu entfernen, wodurch auch die Lust zum Essen be­deutend gehoben wird. , , L m

Zur großen Freude der sorglich beobachtenden Mama ist Han» heute viel munterer. Er spielt stillvergnügt mit Miezchen auf dem dicken Teppich. Plötzlich fängt er heftig an zu husten, und alle Hoffnung auf Genesung ist dahtn- Wodurch wurde die Schleimhaut so gereizt, daß der furcht bare Hustenreiz eintrat? Einfach durch einige kleine Staub- theilchen oder Wollfaserchen, welche beim Spielen vom Teppich ausflogen. Hinaus daher mit allen staubfabrizierenden Mo­bilien aus der Umgebung der Hustenleidenden! Ueberhaupt sorge man dafür, daß die Stubenlust nicht zu trocken ist, weil trockener Staub zu leicht aufgewirbelt wird. Es gibt ja so zahlreiche Mittel, um der Luft Feuchtigkeit zu verleihen. Lebende Blumen in Schalen verdunsten viel Wasser und gewähren noch einen gemütherheiternden Anblick. Die Topf­pflanzen auf Fensterbrett und Blumentifch dürfen im Winter nur wenig begossen werden, aber tägliches reichliches Bespritzen mit angewärmtem Wasser reinigt und tränkt ihre Stengel und Blätter, erfrischt die Stubenlust und belebt die Insassen Auch da» Ausstellen einer Schüssel mit Wasser thut seine guten Dienste. Durch die Feuchtigkeit der Luft wird auch

Stbaction: A. Schryda. - Druck und Verlag »er Brühl'schm UniversiMS-Buch- und Steindrnckerei (Pietsch & 6$e«)ba) in G-cßM.

Literarisches

Das in malerischer Gegend im östlichen Holstein ge­legene Städtchen Plön hat in jüngster Zeit wieder bte allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, weil demnächst in ihm bte beiden ältesten Söhne des deutschen Kaiserpaares ihren Aufenthalt nehmen werden. In dem Schlosse, welches das Städtchen überragt, ist fett dem Jahre 1867 eine Kadettenanstalt errichtet, und auf dieser sollen die beiden kaiserlichen Prinzen ihre Attsbildung erhalten. Als Wohnung wtrd den­selben ein in dem Parke des größeren Schlosses gelegenes reizend^ Barock­schlößchen dienen. Hübsche Ansichten von dem an dem gleichnamigen See gelegenen Städtchen Plön, sowie dem größeren und kleinem Schlosse und namentlich der innern Einrichtung des letzteren bringt bte soeben ausgegebene Nr 14 vonUtbtt 8a«v «Ud Wttt < S1 der gleichen Nummer befindet sich auch die Fortsetzung der interessanten Heerschau über die deutschen Prinzen, die diesmal bte Porträts von zehn beutschen Fürstensprößlingen bringt.

Die von uns bereits lobend erwähnte neue Ausgabe von ,Arma«d» AvsgewLhlt« «otnatu* ist bis Lieferung 12 vor­geschritten. lieber bas Unternehmen urthetlt bte ZeitschriftQuell­wasser für bas beutsche Haus," 19. Jahrgang Nr. 35 wie folgt:Die Ausqewählten Romane Armanbs (Weimar, Verlag bet SchnftenvertnebS- anstalt: Inh.: Verein für Massenverbreitung guter Schriften) eignen sich für bie Zwecke des Vereins in der That vortrefflich dadurch, daß sie mit' der Anziehungskraft einer spannenden Schretbwetse sittlichen Gehalt und literarischen Werth vereinen." DieRhetmsch-Westfältsche Zig. äußert sich in ihrer Nummer 124 gleichfalls anerkennend, indem sie be­merkt :Diese Ausgabe ist nicht etwa nur ein Abdruck der vergriffenen Werke Armands, sondern von berufenen Kräften auf das sorgfältigste durchgesehen, sodaß Inhalt sowohl wie Ausstattung den Anforderungen entsprechen, die man heutzutage an ein gutes Buch stellt. Wie uns die Verlagsbuchhandlung im weiteren mittheilt, ist ihr nicht nur eine große Anzahl der lobendsten Besprechungen von der Presse zu Theil ge­worden, sondern auch im Kreise des Publikums hat die neue, gegen früher so billige Ausgabe vonArmanbs Ausgewählte Romane" größten Beifall gefunben. Wir können baher unfern verehelichen Lesern nur empfehlen, sich in jeher beliebigen Sortiments- ober Colportagebuch- hanblung Probehefte von bem lobenswerthen Unternehmen zur Ansicht geben zu lassen, und wir sind überzeugt, daß dasselbe auch den Beifall unsrer werthen Abonnenten finden roirb.

Von dem im Verlag der Schriftenanstalt in Weimar erscheinenden Otfrid Mylius'schen RomanSietumatttt» ötbttt lobet $» gerauht« Testament" erhalten wir heute Heft 11 und 12 zur Be­sprechung. Gern kommen wir dem Wunsche genannter Verlagshandlung nach, unsere verehrlichen Leser wiederholt auf bas verdienstvolle Unternehmen aufmerksam zu machen, haben wir doch nun selbst lernten gelernt, was für den geringen Preis von 10 Pfg. ein solches Heft an Text und Ausstattung bietet. Und eben diese äußerst billige Bezugs- roeife ermöglicht jedem Freund einer guten unterhaltenden Sectüre, sich den RomanBienemanns Erben ober Das geraubte Testament" zu er­werben; kein Abonnent wirb bie Anschaffung des gediegenen und spannenden Werkes bereuen. Probehefte sind in jeder Buchhandlung zur Einsicht zu erhalten und werben daselbst Bestellungen gern entgegen­genommen.

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