Ausgabe 
24.12.1896
 
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ben Winterschlaf, letztere besonders verschlingen sich

Sftfdje frieren ost völlig im Eise ein und bleiben Engere Zeit im Zustande gänzlichen Scheintodes, bei langsamem Auf« thauen kehren fie jedoch wieder ins Leben zurück, und ihre Munterkeit bezeugt, daß ihnen die Einsperrung nichts g^chadet hat. Schon an Goldfischen kann man diese seltsame Erschet- nung beobachten, wenn man das Glas in einem kalten Zimmer ^^Von^den Jnseeten überwintern viele im Ei-, Larven- oder Puppenzustande, ein großer Theil aber auch im Zustande des vollkommenen Thieres. Man kann sich hiervon überzeugen, wenn man in den Wald geht und unter dem dürren Laube, dem Moos oder großen Steinen, die sich in die Erde einge­bohrt haben, Nachforschungen anstellt. Da findet man eins Menge der verschiedensten Jnsecten, die sich hierher zur Ab­haltung de« Winterschlafes zurückgezogen haben, Fliegen, Wanzen, Spinnen, Käfer, Wespen und anderes Gethier aller Art Sehr oft verwundern wir uns über die von rührigen Laien mitte« im Winter den Zeitungsredacteuren überbrachten und in den Zeitungen als Naturmerkwürdigkeiten besprochenen Maikäfer oder Schmetterlinge. In Wahrheit geht die Sache ganz natürlich zu. Der Maikäfer, unser alter brauner Jugend- bekannter, entwickelt sich schon im October oder November au« der mehrere Fuß tief in der Erde liegenden Puppe, all- mählich arbeitet er sich au« der Höhle in die Höhe und kommt im Mai an die Oberfläche. Daß man ihn also beim Nach- graben oder Ackern hin und wieder findet, ist kein Wunder. Ebenso verhält e« sich mit den Schmetterlingen. Der große Forstspanner erscheinst erst Ende Oktober oder Anfang No- vember, der kleine Frostspanner sogar erst im November oder December. Die Weibchen mehrerer Arten, z. B. de« schönge­färbten Tagpfauenauges, de« großen Fuchses u. s. w. über- wintern, daher erblicken wir oft schon im März oder noch früher an warmen «Tagen flatternde Falter.

Wenn deshalb in Kurzem Eis und Schnee die Fluren und Wälder bedeckt und der Frost Menschen und Thiers durch- schauert, so brauchen wir uns um den größten Theil unserer Lebewesen nicht mehr zu beunruhigen; die Natur hat für sie gesorgt. Die Bienen verbringen den Winter in halbem Schlafe in ihrem warmen Stocks, der durch die sorgende Hand der Menschen noch unzugänglicher für die Kälte gestaltet ist; die anderen Beleber unserer Sommerlandschaft befinden stch, so- weit ihr kurzes Leben über die Wintermonate hinwegdauert, in warmen Zufluchtsorten, wo der rauhe Nord ihnen nichts anzuhaben vermag. Wie bewunderungswürdig zeigt sich auch hier wieder die Natur! Den kleinen Schläfern aber wünschen wir von Herzenwohl zu schlafen" und rufen ihnen ein freundliches:Auf Wiedersehen im schönen Frühling!" zu.

Spekulatius V, Pfund Butter, >/, Pfund Zucker, 1 Pfund Mehl und 2 Eidotter werden auf einem Baavrett mit einem Päckchen Dr. Oetker« Backpulver unter ein­ander gemengt, dann zu einem Kuchen gut mesierrückendick auseinander gewellt, mit Blechformen ausgestochen und auf ein mit Butter bestrichene« Blech gelegt. Dann werden Mande n fein gewiegt, mit Zucker und Zimmt gemengt, die Küchlein vorher mit Eigelb bestrichen, mit Mandeln bestreut und im Backofen schön knusperig gebacken. Es empfiehlt sich, das Ge­bäck in Blechdosen aufzubewahren, damit es längere Zeit knusperig bleibt. Die tausendfach bewährten Recepte zu Topf­kuchen, Puffer, Königskuchen re. erhalten Sie gatis von den besten Droguen- oder Colonialwaaren-Gefchäften jeder Stadt.

Gegen das Erfrieren der Ohren, welches ein außerordentlich schmerzhaftes Gefühl ist und hauptsächlich bei solchen Personen vorkommt, welche schon des Morgens sehr

frühe der größeren Kälte ausgesetzt sind, gibt e« ein probater Mittel, dem Nebel vorzubeugen; e« besteht, darin, daß man sich de« Abends wäscht und Morgens nur das Gesicht mit einem feuchten Schwamm abwischt, ohne die Ohren zu berühren, denn nur durch Feuchtigkeit erfrieren dieselben.

Ein sicheres Mittel gegen Frostbeulen ist die Zwiebel. Man reibe die von Frost befallene Stelle, ehe man sich niederlegt, tüchtig mit Zwiebel ein, oder man binbe die Hälfte einer Zwiebel auf die Beule und lasse sie über Nacht liegen. Diese Anwendung muß wiederholt werden und die Heilung erfolgt. * ,

Ein einfaches Mittel, in nasie bezw. feuchte Stiesel leicht einschlüpfen zu können: Bor dem Anziehen wird ein brennender Fidibus von der Länge der Schäfte in den Stiesel gehalten und dann unmittelbar darauf der Stiefel angezogen. Man schlüpft dadurch sehr leicht ein und empfindet ein ange. nehm warmes Gefühl am Fuße. Sind die Stiefel besonders naß, wird da« Experiment so lange fortgesetzt, bi« der Ansangs erlöschende Fidibus gänzlich verbrennt. Man mache den Versuch I *

Angerostete Stellen bei Schlittschuhe« bestreicht man mit Petroleum und reibt fie hierauf mit hetßgemachtem, feinem, weißem Sande oder heißer Steinkohlenasche ab.

Zum Reinigen verpanzttr oder staubig gewordener Nähmaschinen benützt man eine Flüsstgkeit, die ans 3 Thsilen Benzin und 1 Theil Petroleum hergestellt ist. Mittelst de» bekannten Oelschmierkännchens träufelt man diese Flüssigkeit in die zum Deien der Maschine vorhandenen LScher, setzt die Maschine 4 bi« 5 Stunden in Gang und reinigt bie Maschine, wenn das verpanzte Oel aufgeweicht ist, mittel« eines sauberen Läppchens. Parfümirten Benzin liefert jeder Droguist und Apotheker-

Mattgewordene Spiegel zu putzen. Mallge- wordenen Spiegeln und Spiegelgläsern gibt man rasch wieder Crystallreinheit und Durchsichtigkeit, wenn man sie mit Mag­nesia und Spiritus putzt. * *

Butter, ranzige. Man schmelze die Butter, schäme fie ab und thue sodann in das Gesäß eine auf beiden Seiten wohlgeröstete Brodrinde. Die Butter wird sofort den un­angenehmen Geschmack verlieren. *

Dem Knarren der Thüren kann man abhelfen, wenn man den knarrenden Theil des Kegels oder Scharniers daran mit der Spitze eines gewöhnlichen Bleistifts etwa« reibt. Graphit bildet bekanntlich ein gutes Schmiermittel.

Gegen Stearinflecken hat sich das Abreiben mit starkem Weingeist vorzüglich bewährt.

Kartosielbrod für Pferde. Die Kartoffeln werden auf die gewöhnliche bekannte Weise gedämpft.. Wenn sie weich sind, werden sie in zwei ober mehrere Kusen geschMetun darin nach einer halben Stunde zerstampft, dann mit Getreid mehl durch fortgesetztes Stampfen vermengt, wobei mit e m Schaufel die Maffe wiederholt gewendet wird. Die Bro werden jetzt zu je 2 Kilo geformt und bleiben dann lo b« 18 Stunden im Ofen. Man gebe einem leben arbeittnde Pferde täglich vier solcher Brobe, und zwar in drei JW geiten, des Morgens ein dreiviertel Brod, des Mittag« eben soviel und de« Abends den Rest; außerdem füttere mau M jedes Pferd etwa 5 Kilo Heu. Kartoffelbrod ist zuträM, für junge sowie für alte Pferde, weil es die Zähne sehr sch - Auch die Schweine, Kühe, selbst da« Geflügel fressen -«sehr gerne-

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