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par J. Korest, lemande par C. F.
Pfg. Verlag von a Jahren als Lehrer andelslehranstalt in Werk geschaffen, das nmnisfe der französi- e Weise in die kauft einzuführen wohl ge- ,e der kaufmännischen Anzahl der verschie- ;rs berücksichtigender nmerkungen, deutsche ich und eine Phraseo- inden sich in der in spondenz in deutscher französischen Anmerk-
yd a) in ließen.
Untechaltungsblalt zum Gießener Anzeiger Drneral-Anzriger).
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Schwester Ilse.
Roman von Clarissa Lohde.
(Fortsetzung.)
»Siehst Du, Ilse, stehst Du?" rief Frau von Bellin mit triumphirender Miene. „Der Herr Pastor sagt auch, wenn eine Scheidung unvermeidlich sein sollte- Aber sie ist nicht unvermeidlich, sie darf es nicht sein. Du wirst Deine Rechte vertheidigen und ohne Deine Zustimmung ist die Scheidung unmöglich."
„Ich habe meine Zustimmung bereits gegeben, Mama, daran ist nichts mehr zu ändern."
das geschah in der Erregung, das hat keine Giltigkeit, nicht wahr, Herr Pastor? Schon um Deiner !Familie willen darfst Du jener Amerikanerin nicht ohne Abwehr Deinen Platz einräumen. Nein, das darfst Du nicht. Bruno sagte gestern schon, als wir von Ilse die ganze schmachvolle Geschichte erfuhren, daß ihm eigentlich nichts übrig bliebe, als jetzt auch nach Italien zu reisen und den Baron zu fordernI Ja, das sagte er."
„Das müssen Sie dem Bruno ausreden, gnädige Frau," mahnte der Pastor. „Ein Duell vermag solche Conflicte am wenigsten zu lösen. Warten wir vorläufig ab; auch Ilse» Gemüth muß sich erst beruhigen und sprechen wir von der Sache zu Niemandem."
L „Als wenn unser Schweigen etwas helfen würde," warf Frau von Bellin achselzuckend ein. „In ganz Hertheim und Umgegend — ich möchte darauf schwören — spricht man heute schon von nichts Anderem, als von der unerwarteten Rückkehr Ilses."
„Lassen Sie die Menschen reden; wenn Sie und Bruno «ur schweigen, werden sie sich bequemen müssen, mit ihren neben aufzuhören und abzuwarten gleich uns."
«Das glauben Sie nur nicht," warf Frau von Bellin em. „Hat man doch in Radnitz beim Grafen Wölben schon davon gesprochen, selbst vor Bruno, der gestern dort zur «uerhahnjagd eiriMaden war, obwohl natürlich mit Zurückhaltung. Sie haben wohl gehört, daß der Legationsrath von
Menzelen, gerade wie im vorigen Jahre auch, beim Grafen Wolden als Gast weilt?"
«Der Legationsrath von Menzelen?" fragte der Pastor Überrascht.
, „Ja- haben Sie es denn nicht in der Zeitung gelesen? Seitdem der Gattersberger als hergestellt betrachtet wird und Baron Axel seine Strafe abgebüßt und mit dem Erbe die Braut verloren hat, ist er ein Gegenstand des allgemeinsten Interesses und bei seinen Vorgesetzten geradezu persona arrada geworden. Graf Wolden protegirt ihn besonders lebhaft und man erzählt sich, daß er ihn zu seinem Schwiegersohn aus« ersehen habe, eine Partie, die ihn zugleich reichlich für die eingebüßte Erbschaft entschädigen würde."
«Hm, hm," machte der Pastor, „und war hat Bruno beim Grafen gehört?"
»Nun, daß dis ehemalige Braut de« Legationsrath» augenblicklich in Corfu weile. Irgend Jemand aus der Gesellschaft sei ihr in Rom begegnet, dem sie ihre Absicht, nach Corfu zum griechischen Osterfest zu gehen, mitgetheilt habe- Da man nun den Baron in Corfu weiß, außerdem seine frühere heiße Bewerbung um die Amerikanerin kennt, und Ilse nun hierher allein zurückgekehrt ist, so macht man natürlich seine Combinationen, die sicher nicht weit von der Wahrheit liegen. Warum kam sie auch gerade hierher? Sie hätte in irgend einem anderen fernliegenden Orte die Entwickelung der traurigen Angelegenheit abwarten sollen —"
»Da sie aber dies nicht gethan," warf der Pastor beschwichtigend ein, „was ich nur zu begreiflich finde, da sie in ihrem Leid nach vertrauten Herzen stch gesehnt haben wird, machen fie ihr den Aufenthalt nicht schwerer, als er es so schon ist." '
„Wo denken Sie hin, Herr Pastor?" rief Frau von Bellin ^ftig. „Ich ihr bett Aufenthalt schwer machen, meinem eigenen Fleisch und Blut, das so ungerecht zu leiden hat? Aber Vernunft einreden, das muß ich ihr, denn fie denkt an die Zukunft gar nicht. Nicht wahr, auch Sie, Herr Pastor, werden es nicht dulden, daß Ilse, wie sie eben erst geäußert hat, mit ganz leeren Händen davongehen will. Gelüstet es dem Herrn Baron, sich eine andere Frau zu nehmen, so hat er doch selbstverständlich für die Verlassene standesgemäß zu sorgen —"


