Ausgabe 
23.6.1896
 
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Freudlos spann sich ihr Leben weiter, bald waren sie

So kann man auf einem Balle, selbst wenn man erbikt 0 ober ®i8 e^en' ohne etwa» Nachtheiliges müffen' barf sich nicht der Kälte au», setzen. Aber wenn auch von diesem Gesichtspunkte aus der * «N gefährlich betrachtet werden «ö^b d«moch nicht zu billigen und in den weit- ou» meisten Fällen durchaus zu verurthetlen.

!,ftben bereits gesagt, daß die Einführung kalter «SSH*. »?en flat?en Zufluß von Wärme nach der Ober» fläche des Körpers veranlaßt. Nun wird einem jeden, der

liche Krankheiten herbeigeführt-

Sehen wir uns nun die Fälle etwas genauer an.

Wenn man in sehr heißem Zustande kaltes Wasser trinkt,

fo faß sie dann am Abend neben Wettern im Opernhause, die echte Weltdame, der Niemand ansah, welche Emotionen ihr Innerstes heute erschüttert.

Wie muß man trinken, um die wirkliche Qual zu lindern, dre in der Trockenheit des Mundes und der Kehle ihre An­fangsursache hat? y y

- O, dieses Weh, diese Verzweiflung in dem blassen Antlitz Erschauernd legte sie das Bild zur Seite und bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen, Thräne auf Thräne rannen durch die schlanken Finger. w

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Zu derselben Stunde, da steht auf nicht sebr ferner Bergeshöhe Herbert Brand und neb?n ihm ein junges, fei ges Weib, Aennchen, die Försterstochter. 19

Schelmisch blickte sie zu ihm auf.

«War es nicht dort, Herbert? '

Die runden Finger weisen nach einem schlanken Thürmchen.

Ja, dort hielt mich schön Rothtraut in ihrem Zauber- bann und raubte mir Alles, meine Jugend, meine Kunst! fr b6nn wieder sah - Pharaildis - da regte die flügellahme Seele die Schwingen wieder, ich erwachte zu neuem Leben, neuen Thaten und neuem Lieben. Ich holte mir mein süßes Weib und rufe nun wieder wie damals, als ich zum ersten Male hier stand: '

Es ist eine Lust, zu leben!"

Die Kunst, seinen Durst zu stillen.

Von Dr. Heinrich von Kleinstadt.

------- (Nachdruck verboten.)

In den Tagen großer Hitze, in den Monaten Juli und August, wird stets eine Frage aufgeworfen, die mehr, als man eigentlich glauben sollte, auf das Allgemeinbefinden einen großen Einfluß hat; es ist die Frage:Wie stillt man im Sommer seinen Durst? Will ich aufrichtig sein, so muß ich, selbst auf die Gefahr hin, einem oder dem andern der geschätzten Leser 9^hen, daß fast kein Mensch es versteht, während des Sommers auf richtige und angemessene Art seinen Durst zu stillen. Man trinkt, theils aus Gewohnheit, theils aus Uebung; aber die einen trinken »u viel und die anderen nicht genug; einige kaum so viel, daß fiestchschwere Krankheiten zuziehen. Es ist daher ebenso un­erläßlich, richtig trinken, wie vernünftig essen zu lernen. erheblicher Theil aller Krankheiten und körperlichen Beschwerden, an denen die Menschheit im Sommer leidet, ist auf keine andere Ursache zurückzuführen, als auf die im Uebermaß genoffenen Erfrischungen. Wir wollen heute nicht auf die Qualität der Getränke, welche hauptsächlich zur An­wendung gelangen, näher eingehen, sondern versuchen, die Theorie des Trinkens mit einigen Worten zu erläutern.

M das Trinken gefährlich, wenn man stark erhitzt ist?

Stillt man den Durst, wenn man viel trinkt oder reizt man ihn im Gegentheil dadurch noch mehr?

I der Eingeweide nach der Hautoberfläche zurück, die Hitze dringt nach außen, die Transpiration wird stark beschleunigt, und man fühlt, wie einem die Wärme ins Gesicht steigt. Ver« ®- eine Portion Eis oder trinkt ein Glas sehr I Wasser, so wird sich unmittelbar darauf der ganze mit Schweiß bedecken. Trinkt man zwei bis drei Glas Wasser hinter einander, so wird die Wirkung eine ganz besonders starke sein, und man wird sogar einige Minuten später einen Schauder empfinden. Ist die eingeführte Menge nicht besonders groß gewesen, so kehrt das Blut, nachdem es zur Haut geströmt, in das Innere zurück. Diese doppelte Bewegung des Bluteingangs und -Rückgangs ist im Grunde genommen dem Menschen durchaus nicht nachtheilig, aber es kann dennoch gerade hierin eine Gefahr liegen.

Die Temperatur des Menschen ist bis auf wenige zehntel stets dieselbe, nämlich 38 Grad. Das Uebermaß der Hitze, welches die Temperatur im Sommer erhöhen würde, wird durch den Abgang wärmender Materie, der man der Ver­flüchtigung des Schweißes verdankt, compenfirt. Es ist be- rannt, daß, wenn man sich ein wenig Alcohol, Bau de I Col°gne oder Aethsr auf die Hand oder auf die Stirn gießt, man sogleich eine Empfindung von Kälte verspürt; daraus ersteht man, das alles Flüssige, um zu verdunste», den um­gebenden Körpern Hitze entnimmt- Jedes Gramm, welche» verdunstet, läßt auf der Oberfläche des Körpers eine deutlich wahrnehmbare Kälteempfindung zurück. Unter normalen Be- dingungen ist es das Nervensystem, welches die Verflüchtigung des Schweißes, und daran anschließend den Abgang der Wärme- Elerieregulirt. Das Nervensystem zwingt den Körper mit Rücksicht auf die äußere Temperatur zu erkalten und so bleibt derselbe unverändert in einer Temperatur von 38 Grad, wie eine Maschine, deren Kessel vom Heizer regulirt wird

Setzt man sich aber in erhitztem Zustand einem Luftzuae Q8' so wird die Verflüchtigung des Schweiße» nicht mehr Ä" durch das Nervensystem regulirt; die Luft führt den Schweiß fort und verarbeitet ihn in stärkerer Quantität als nöthig wäre; ist dieselbe sehr stark, so zieht man sich Rheumatismus, Brustfellentzündung u. f. w. zu. Man siebt also daraus, je mehr Wasser an der Oberfläche der Haut desto mehr transpirirt man. '

Nicht daß genossene Wasser ist gefährlich, sondern die Außenluft, welche oen erhitzten Körper überfällt. Jede Gefahr schwindet, wenn man, statt sich unbeweglich zu verhalten und st-h-n zu bleiben, weiter geht. Die Bewegung, welöbe hervor^ öet^Q^' dringt von neuem Wärme und Schweiß

tfreuoios spann itcy ihr lieben weiter, bald waren sie Das sind die sRunftn m»!Xl ,, .

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ihr eines Tages einige Photographien neuester Kunsterzeugnisse, in den in Schweiß befindlichen Körver^könn?

tarnta war wf ein Bild H-rb-rl B-mb..Sütome- b.1 fognr

et N Seine Züge «och einmal Mrewigt," fügte der rüM f*°" l5M'

Graf unbefangen,allerdings mit einem Ausdruck, der Dir

Isolde griff mit zitternden Händen nach dem Bilde. Ja, der Schriftsteller hatte Recht, das mußte wie eine Tragödie wirken. Diese Scenerie, eine trostlose, öde, mondbeschienene Gegend, man sah ordentlich, wie der Wind über die Haide fegte, durch die dürren Haselstauden zitterte und auf einer dieser StaudenSalome!"