rühren. Da war kein Wort zu viel und keines zu wenig und Ms an seinem Platze. Dafür war Doras Hingebung fortreißend, weil die Liebeskraft des Weibes mit der Unschuld des Kindes in ihr verschmolzen waren.
Als sie Freitag mit dem Gatten abreiste, trug man ihr ungezählte Cartons mit eleganten und geschmackvollen Mode- Erzeugnissen nach, mit denen der Gatte sein wiedererlangtes Kleinod schmücken wollte.
VI.
Der Mai des Herbstes, der September, war gekommen. Neben dem ewig grünen Kleide der Tanne hoben sich die broncenen Farbentöne der Buchen strahlend und energisch hervor und daneben stand mit gelbgefärbtem Laub die Hänge- birke. Dafür erstrahlte das Blumenparterre des Gutshauses noch in unbeeinträchtigter Schönheit, immer glühender, feuriger blühten die Topfpflanzen, zwischen denen sich schlanke, vor- nehme Palmenwedel hindurchdrängte«.
Dora hatte einen Blumenstrauß gepflückt und begann ihn in eine Vase zu ordnen.
, . »So, noch ein paar Rosen und etwas Reseda — Bernhard liebt ihren Duft vor jedem andern — damit will ich ihn in sein Zimmer stellen. Er freut sich jedesmal darüber. — Er ist wirklich verjüngt von Helgoland zurückgekommen, auch heiterer. .... Ja, ich darf hoffen, daß er glücklich ist an meiner Seite! ... Was ist - Glück? Welche Empsin- düng ruft es hervor? Habe ich es schon genoffen?"
Sie blickte sinnend vor sich hin, bis ein paar schrägfallende, westliche Sonnenstrahlen über ihr Antlitz hinweghuschten und sie erinnerten, daß der Abend nicht mehr fern sei. W
..Die Glühhitze des ersten Septembertages war fast noch mittägig. Prüfend blickte sie nach Südwesten, nach der ^Wetterseite", wie der Gatts sagte, wo sich schwere schwarze Wolken aufzuthürmen begannen. Ein Gewitter war augenscheinlich im Anzuge, war aber schwerlich vor Nacht zu erwarten. Sie konnte dreist ihren Abendspaziergang machen.
Die Jungfer brachte den leichten, etwas zerdrückten Sommerhut und Handschuhe nebst Schirm und erzählte, baß der Herr noch einmal weggefahren sei. Die Zeitversäumniß von «elgoland mußte durch vermehrte Thätigkeit wieder ein« gebracht werden. Schwerlich würde er vor halb neun Uhr
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Gesühnt?
Novelle von Zoö von Reuß.
(Fortsetzung.)
Da traf eines Tages nach Verlauf von sechs Wochen der Gatte unerwartet ein. Er war unter den Anstrengungen seiner ununterbrochenen Thätigkeit stark gealtert, fast wie ein Fünfziger, erschien aber bei Doras Anblick wie verjüngt.
„Ich halte es nicht mehr aus ohne Dich, Kleine!" sagte er nach herzlichster Begrüßung. „Ich muß Dich holen, um Dich wieder zu haben!"
Dora war bei Wülperns Eintreten erblaßt, als ahne sie, daß er komme, sie wieder in sein Haus zu holen. Dann hing sie an seinem Halse wie hilfesuchend und so fest, als ob sie ihn niemals laffen wolle.
„Einige Tage bleibe ich bei Mama - natürlich! Dann reisen wir miteinander!"
Dora frug jetzt nach Allem daheim — nach Haus, Garten, Kleinkinderschule und Calypso im Stalle. Ganz zuletzt frug sie auch nach Lieutenant von Mülverstedt.
„Mülverstedt? Nun, er ist längst wieder beim Regiment und wird mit ihm in's Manöver rücken. Er ist bis zu feiner Rückkehr in die Garnison häufig bei mir gewesen, recht häufig. Augenscheinlich giebt er sich viel Mühe mit seinem Gute. Auch hat er ein großes Arbeitsfeld gefunden, sein Onkel, der alte Sonderling, hat sich um wenig mehr als seine Sammlung von Pfeifenköpfen gekümmert; so ist geradezu Alles vernachlässigt. Ich habe ihm meinen Rath nicht vorenthalten, aber ich fürchte, daß er nichts damit anzufangen weiß. Dis Hauptsache bleibt für ihn, daß er zum grund- besitzenden Adel gerechnet wird, weil ihm ein Rittergut in den Schooß gefallen ist. Daß ein Familiengut Heutigentages mehr eine Famtlienlast ist, ahnt er noch nicht I — Paßt es Dir, am Samstag zurückzukehren, Kleine?"
Dora war plötzlich äußerst bereit und schlug sogar Frei- tag als Tag der Abreise vor.
Während der nächstfolgenden Tage war sie wechselsweise E Uebermuth und voll träumerischer Empfindsamkeit. Coustne -vietar Gleichmaß konnte daneben nur äußerst sympathisch 6e»


