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Linst sein Herz gewann; und wenn Er Sie vor der Hochzeit umwarb und umschmeichelte, so ist jetzt die Reihe an Ihr, dies zu thun, und zwar nach allen Regeln der Kunst. Hält Sie das unter ihrer Würde, meint Sie seine Zärtlichkeit und Liebe als Ihr gutes Wort fordern, und sich nicht um etwas bemühen zu dürfen, was Ihr fchon von Gesetze» wegen zu- kommt, dann darf Sie sich eben nicht beklagen, wenn die Temperatur ihre» häuslichen Lebens allmählich eine so geringe wird, daß die Herzen, die erst so heiß für einander schlugen, darin erkalten und erstarren.
Französischer Kartoffelsalat. Man verrührt 8 bis 4 harte Eidotter mit mehreren Eßlöffeln Olivenöl, einem Theelöffel Senf, einer fetngehackten Schalotte, etwas Zucker, Pfeffer, Salz, zwei Eßlöffeln Weineffig, einer Tafle aufgelösten Liebigs Fleifchextract und einigen Löffeln Bur» gunder- Mit dieser Sauce vermischt man in dünne Scheiben geschnittene, noch warme Salatkartoffeln, stellt den Salat mehrere Stunden kalt und garnirt ihn mit Kresse, die mit Essig und Oel angemengt wurde. *
Billige Suppen von Roggenmehl. Man setzt 11/2 kg frische Knochen, auch Abfall von Fleisch mit 5 Liter Wasser aufs Feuer, schäumt es sorgfältig, fügt dann 1,4 kg gute» Roggenmehl und 1 Eßlöffel Salz hinzu; läßt dies zusammen 2 Stunden kochen, dann gießt man durch ein feines Sieb, läßt die Flüssigkeit noch einmal aufkochen und rührt Vorsichtig mit dem Gelb von Eiern an; V nachdem man die Suppe dick oder dünn liebt, kann man Wasser hinzuthu», nur muß es ordentlich damit aufkochen. Das angegebene Quantum reicht für drei Personen au».
Rrdaction: A. Schetzda. — Druck und »erlag der Brühl'schen UniverfiMS-Buch- und Eteindruckerei (Pietsch & Tcheyda) in Gießen.
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Zum Einölen der Fußböden hat sich folgende Mischung sehr gut bewährt: Auf l'/r Kilogramm rohes Leinöl nimmt man 500 Gramm Terpentin, rührt beides durcheinander und reibt den Boden mit einem wollenen Lappen tüchtig ein. 2—3 Tage lang darf das Zimmer nachher nicht betreten werden. D ese Mischung harzt nicht, und es kann für die Zukunft der Boden ganz wie Parquet be- handelt werden. Will man die» nicht, so bestreiche man ihn später wieder einmal auf obige Weise-
Zerbrochenes Glas kann auf folgende Weise ausgebessert werden: Man nehme einige Zehen Knoblauch, binde sie in einen Lappen, lege sie in eine zinnerne Pfanne und stampfe sie mit einem Hammer, um den Saft auszupreflen. Man befeuchte die zerbrochenen Ränder des Glases mit diesem Safte und binde sie fest aufeinander, stelle den Artikel auf eine Platte oder sonstige horizontale Fläche und lasse ihn so 13 Tage lang ruhig stehen. *
Schirme wasserdicht *zu machen. Ein Theil Paraffin zu 10 bis 15 Theilen Benzon oder ein Zoll lange» Stückchen einer Parasfinkerze wird geschabt und in ein Gla» mit 120 Gramm Benzon gebracht. Das Paraffin löst fich beim Schütteln sofort. Nun spannt man den Sckirm auf, versichert sich, daß kein brennendes Licht in der Nähe und übergießt rasch, in Spirallinien anfangend den ganztn Schirm.
Spinat. Nachdem derselbe gelesen und mehrere Male gewaschen ist, wird er i« kochendem Wasser aufs Feuer gesetzt. Wenn er weich, gibt man ihn in einen Durchschlag, übergießt ihn mit kaltem Wasser, drückt ihn gut au» und hackt ihn fein. Jetzt gibt man ihn in bräunlich mit Butter geschwitzter Mehl und Zwiebeln, gießt Bouillon zu, reibt etwas Museal und Salz daran und läßt ihn noch einige Mal auf-
Litevarnsches
„Hinaus in die freie Gottesnatur!" so ruft schon jetzt von allen Seiten der herrliche Frühling den erholungsbedürftigen Menschenkindern zu. Gerade jetzt ist die Zeit da, wo die Damenwelt daran denken muß, ihre Garderobe re. für die Reise in den Stand zu setzen! In allen Toilette-Angelegenheiten maßgebend ist die im vornehmen Groß-Folio- Format erscheinende „Groß« ModtUWell^ mit bunter Fächer- Vignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin "W. 35. Jede 14tägige Nummer enthält: Erste Pariser, Wiener und Londoner Modelle, einen großen, doppelseitigen Schnittmusterbogen und von allen Modejournalen die meisten Schnitte. In der neuesten, reich illustrirten Belletristik erscheint eine hochinteressante Novelle des beliebten Autors Max Kretzer. Mehr als 50 herrliche Moden-Genrebilder, die das Auge jedes Kunstfreundes fesseln, mehr als 120 ausgeprobte Schnitte, ein farbenprächtiges Stahlstich-Moden-Colorit, eine große Extra-Handarbeitenbeilage, ein fein stylisirter Modenbericht, reich illustrirte Belletristik, Hausfrauenzeitung re. umfaßt diese herrliche, vom Frühling auf den Sommer überleitende neueste Nummer. Abonnements auf „Große Modenwelt" mit bunter Fächer-Vignette (man achte genau auf den Titel!) nehmen zum Preise von nur Mk. 1,— vierteljährlich sämmtliche Buchhandlungen und Postanstalten an. Gratis-Probenummern durch erstere und durch den Verlag: John Henry Schwerin, Berlin W. 35. Die erste April-Nummer bekommt jeder neu hinzutretende Abonnent gratis nachgeliefert.
VermMehtes
Wenn män eine Kochkünstlerin zurFräu hat. „Gratultrel Deine Frau veröffentlicht in der Frauenzeitung ausgezeichnete Kochrecepte." — „Ach was, bedauern sollten Sie mich." — „Wieso ?" — „Nun, ich muß immer die mißglückten Versuche aufeffen."
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Höchste Zeit. Junge Frau (Nacht» um 1 Uhr aus ihren Gatten wartend): „Um Gottes Willen, er wird doch bald kommen! Mein ganzer schöner Zorn verraucht ja sonst!"
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Neue Anwendung. „Wie hast Du nur so schnell perfect französisch gelernt?" — „Ich schaffte mir in Paris eine kleine Modistin als Verhältniß an." — „Also gewissermaßen einen — Sprachschatz."
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Ihre Sorge. Sie: „Sage 'mal, Männchen, was ist denn das eigentlich mit dem großen Aerolithen?" — Er: „Das ist ein enormer Himmelskörper, der nach der Voraussage eines spanischen Gelehrten demnächst über der Erd« zerplatzen soll, und dessen Trümmer Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland verwüsten werden." — Sie: „Was soll ich denn dazu anziehend"
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Falsch verstanden. Vater (zu seinem Sohn, einem Studenten): „Schämst Du Dich nicht, einen Anzug, den Du schuldig bist, zu tragen?" — Sohn: „Host Recht, ich werbe ihn versetzen." * ,
Zerstreut. Professor:*„Jch bin eigens hieher gereist, um ihre berühmte Münzsammlung zu bewundern." — Händler: „Gerade diese ist mir heute Nacht gestohlen worden!" — Professor: „O, wie fatal! — — Und die Adresse der Diebe könnten Sie mir nicht sagen?" *
Anzüglicher Wunsch* Bei einem Festmahl, das zu Ehren eines Possendichters anläßlich de» jüngsten Kinde» seiner Muse gegeben wurde, erhob einer der Theilnehmer sein Glas und rief aus: „Der Herr Verfasser lebe hoch I Möge er so alt werden wie — seine Witze!" ♦ »
Der Knallprotz. „. . . Das Wort „Geldnolh" kennen der Herr Commerzienrath wohl nicht?" — „O, was glauben Sie! — Bei diesen schlechten Zeiten habe ich manchmal keine — tausend Mark in der Tasche!"


