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Eitevavisches
Schmutzig gewordene seidene Cravatten reinigt man am Besten unzertrennt mit Benzin-Magnesta oder mit aelatinirten Benzin; zertrennt aber durch Waschen mit Benzin oder in einer Lösung von Salifeife (Schmierseife) in mit Wasser verdünnten Spiritus.
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Auffrischen von Oelgemälden. Vs Liter Branntwein, 1 Eiweiß und 3 Gramm pulverisirten Kandiszucker rübrt und quirlt man gut durcheinander und bestreicht mittelst eine» seinen Schwammes mit dieser Flüssigkeit das Gemälde, welches vorher vermittelst einer anderen Schwammes mit frischem Wasser gereinigt worden ist. Diese» Verfahren kann ohne Nachthetl für die Bilder oftmals angewendet werden und verhindert da» Abspringen der Farbe.
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Nudeln. Ein halbes Mätzchen Mehl thut man in eine Schüssel, 4 Eier und Saffran dazu, macht davon einen Teig, treibt ihn mit einem Rollholze so dünn wie möglich au«, unter. streut ihn oft mit Mehl, damit er nicht anhängt. Je fester er ist, desto dünner lätzt er sich austreiben. Dann schneidet man ihn in breite Streifen, legt diese übereinander, schneidet dies der Quere nach recht fein und streut nun die Nudeln etwas breit. Diese kocht man in 3 Liter kochender Fleisch, brühe eine Viertelstunde gut, rührt sie um, läßt sie aurquellen und richtet sie mit Museale an.
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Eier mit Blumen und Namen. Blumen und Namen auf die Eier zu zeichnen, geschieht mittelst einer Feder mit Scheidewafier, wodurch die Farbe zurückweicht und da- Meitze de» Eies erscheint. Der Gebrauch des ätzenden Scheidewasiers bedarf indessen der größten Aufmerksamkeit und Vorsicht.
Rasenflecken unter Gehölz und Bäumen machen Sorge. Es ist gleich bei der Anlage darauf zu fehen, daß zu solchen Stellen nicht die gleiche Grasmischung verwendet wird, al» zur freiliegenden Rasenfläche, sondern schattengewohnte Gräser. Im Nothfalle sind solche Plätze jährlich, resp. alle zwei Jahre neu zu besäen. e ,
Als Ersatz der Hefe bei Kuchen und feinerem Back, werk ist folgende Mischung vorzüglich zu gebrauchen. Man laste 30 Gramm gepulverten reinen Weinsteinrahm (Kremor« tartari) scharf austrocknen und mifche denselben mit 10 Gramm reinstem, doppelkohlensaurem Natron, das auch trocken sein und vorher in sehr gelinder Wärme von etwa anhängender Feuchtigkeit befreit werden muß. Das Gemisch gibt man in eine absolut trockene enghalsige Medicinflasche, welche gut zu verkorken ist. Trocken hält sich dieses Pulver unverändert jahrelang. * ,
Kitt für Petroleumlampe«. Man rühre gebrannten GypS mit einer Auflösung von Alaun zu einem Brei an, oder man menge ersteren mit einer mäßigen Lösung von Wafferglas, bi« die Mischung Syrupdicke erhält.
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Uttt Weinflecke von Damenkleidern zn entfernen, nehme man einige Tropfen Salmiakspiritus und bringe diesen vermittels eine« hineingetauchten hölzernen Stäbchens auf den Fleck, worauf derselbe verschwindet.
Gemeinnützige».
Junge Gänse zu behandeln» Nach dem Auskommen müssen die jungen Gänslein einen vollen Tag bei der Mutter bleiben, ohne berührt zu werden und ohne Nahrung zu erhalten. Erst am zweiten Tage süttere man und zwar zunächst «eiche Brotkrumen. Vom vierten Tage an gebe man feingehackte Brenneffeln, eventuell anderes Grü^utter dazu, was dem jungen Volke sehr bekömmlich ist. Des Wassers können die jungen Thierchen natürlich nicht entbehren. Man reiche dasselbe in einer flachen Schüssel, die man durch Ein- legen eines Steines gegen das Umwerfen schützt. Im Mer von 5 bi» 6 Tagen bringt man die Gänschen mit den Alten auf die Weide, jedoch nicht ohne genügende Aufsicht, denn sobald Regen eintritt, muß die junge Schaar unter Dach und Fach gebracht werden, da ein zu starkes Durchnäßtwerden der Thierchen leicht deren Tod nach sich ziehen kann. Deßhalb dürfen dieselben vor der dritten Woche nicht aufs Wasser ge- lasten werden. Die ersten vier Wochen hindurch reiche man, damit die Thiers den mehr oder minder schwächend auf sie einwirkenden Gefiederwechsel bester überstehen — Früh und Abends noch ein kräftiges Futter, gekochte Kartoffeln r^, wo- durch auch ihrem Wachsthum Vorschub geleistet wird. Später muß ihnen die Weide genügen. Hierbei beachte man isdoch namentlich bei den jungen Gänsen, dieselben erst, nachdem der Morgenthau verschwunden, auszutreiben und vor dem Abend- thau in den Stall zu bringen.
bewegung sie zum Eintreten einladend. «Der Herr Pastor weiß jetzt Alle«!"
„Aber nicht wahr," rief Frau von Bellin, sich in einen Stuhl werfend, „Sie werden er nicht leiden, Herr Pastor, daß Ilse sich so behandeln, so geradezu wegjagen läßt wie eine Magd?"
-„Davon kann keine Rede sein," entgegnete der Pastor. „Auf Jlfe« Seite wird immer das Recht stehen, im Fall die Scheidung wirklich unvermeidlich sein sollte."
(Fortsetzung folgt.)
Katechismus »et deutschen Rechtschreibung von Dr.
Günther A. Saalfeld. In Original-Leinenband 3 Mark 50 Pfg. Verlas von I. I. Weber in Leipzig. Man hat der. neuen deutschen Rechtschreibung,wie sie seit bald'anderthalb Jahrzehnten amtlich ge- regelt ist. vorgeworfen, sie befriedige nicht nach der geschichtlichen Seite, sie gehe nicht weit genug in lautlicher Beziehung; ste zeige vor allein zu wenig Folgerichtigkeit. D^n gegenüber vergesse man doch aber Jacob Grimms Wort nicht: „In den letzten drei Jahrhundert-n tragt die deutsche Schreibung so schwankende und schimpfliche Unfolgerichtigkeit an sich, wie sie in keiner andern Sprache jemals stattgefunden hat, und nichts hält schwerer als diesen Zustand zu heilen." Der erste einheitliche Heilunqsversuch ist im Deutschen Reiche gemacht worden; auf seinen sur die nächste Zukunft sicherlich allgemein gültigen Grundsätzen ist der Katechismus der deutschen Rechtschreibung aufgebaut worden. Er enthalt eine auf die Geschichte der deutschen Rechtschreibung eingehende Einleitung, klargefaßte. Regeln der Rechtschreibung und em fast 300 drei- spaltiqe Seiten umfassendes Wörterverzeichnis! Die dem letzteren bei- gesügten Verdeutschungen entbehrlicher Fremdwörter ersetzen gleichzeitig ein Verdeutschungswörterbuch. *
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Correspondance commerciale p»r J. Forest D’apres l’ouvragc de mAme nom en langue alletiiande par C. F. Findeisen. In Original-Leinenband 3 Mk. 50 Pfg. Verlag von I I. Weber in Leipzig. Der seit einer Reihe von Jahren als Lehrer der französischen Sprache an der öffentlichen Handelslehranstalt in Chemnitz thätige Verfasser hat in diesem Buche em Werk geschaffen, das angehende Kaufleute, die über nur geringe Vorkommnisse der französischen Grammatik versügen, auf eine leicht faßliche Weise tn die kaufmännische Correspondenz in sranzösischer Sprache emzufuhren woh geeignet ist. Sein Inhalt gliedert sich in eine Theorie der kaufmännischen Correspondenz in französischer Sprache, eine «roße Anzahl der verschiedensten Vorkommnisse des kaufmännischen Verkehrs berücksichtigender mustergültiger französischer Briefe mit deutschen Anmerkungen, deutsche Briefe mit französischen Anmerkungen, ein Wörterbuch und eine Phraseologie. Die Originale der französischen Briefe befinden sich tn der m gleichem Verlags erschienenen kaufmännischen Correspondenz in deutscher Sprache von C. F. Findeisen, der auch die mit französischen Anmerkungen versehenen deurschen Briefe entnommen sind.
triumphirei eine Schell unvermeidl vertheidige, unmöglich."
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«Ach, Giltigkeit, Familie wi wehr Dein« Bruno sag schmachvolle bliebe, als zu fordern!
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„Als 1 Frau von ! llmgegend heute schon Rückkehr I!
„Lasse, nut schweig Reden auf»
„Darin. „Hat davon gesp stuerhahnjas Haltung. §
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Berlag der Brühl'schen UniverfiKtS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & @<5eMba) in


