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Diesen Vorzug genießen äußer gekrönten Häuptern, son- stigen Fürstlichkeiten und sehr reichen und vornehmen Familien !®ft-nur noch die Landbewohner, die in ihren zumeist weit­läufigen Gebäuden, ost noch von Hof und Garten begrenzt, freie Leute sind und nie jene Einschränkungen kennen lernen welche das Zusammenleben mit fremden Personen in dem- selben Hause vielen Andern auferlegt. Die von Jahr zu bedeutend mehrende Bevölkerung der Großstädte läßt die statte Nachfrage nach Wohnungen begreifen. Infolge I vermehrten Bedürfnisse« wird Grund und Boden immer thrurer k.nbM«ök^efen kostspieligen Boden möglichst auszunützen, wird m Ä* L^aut. Mit erstaunlicher Schnelligkeit werden diese thurmartigen Gebäude fertiggestellt und ebenso rasch sind m t3cUutes Dach bevölkert. Nun tritt an jede Familie irie Anforderung heran, mit einer größeren oder kleineren An« r!r,mrx Menschen friedlich dahinzuleben und ganz leicht gestaltet sich diese Lage wahrlich nicht immer!

Der bevorzugten, reichen Frau der Großstadt, die mit Familie und Dienerschaft ein Haus allein bewohnt, ist es I leicht gemacht, unter solch' normalen Verhältnissen ruhig und ausgeglichen dahinzuleben, denn Aller, was im Hause geschieht, hr eigenes Interesse: die gegenseitige Rücksichtnahme auf die Essens-, Berufs-, Gesellschaft«- und Ruhezeit u. s. w ^s selbstverständlich erscheint und ihre Anordnungen, ohne auf Schwierigkeiten oder Widerstand zu stoßen, ausgeführt werden.

Ungleich schwieriger tndeß gestaltet sich das Verhältniß der Hausfrau in den sogenannten Miethshäusern. Sier muß Mefeibe mit Umsicht das Terrain fondiren, um zunächst einen Gefammtüberblick über das Haus zu gewinnen, in dem sie und die Ihrigen ein Asyl gefunden. Das Schicksal hat sie mit einer Anzahl Menschen unter einem Dache zusammengeführt, die vorerst gar keine Fühlung mit ihr haben und doch tritt sie mit denselben unleugbar in eine gewisse Beziehung, da sich ein gemeinsames Dach über ihnen wölbt. 9

Nun aber tritt an die Frau die Aufgabe heran, diese Ä$E«abU^ u?bf?ord$t ru pflegen und dadurch Übliches Nebeneinanderleben zu ermöglichen, denn es ist ° ^anntlich vorzugsweise die Frau, die den Stempel ihres inneren Wesens, ihrer Grundsätze ihrem Haushalte aufdrückt

Hatton hätte sich sagen müssen, daß der Arzt augenblicklich die wichtigste Person für den Lindenhagener Gutsherrn sein müße, weil sein bestimmter Zeugniß ihn vor vielen Unannehmlichkeiten, die ihn durch den jähen Tod des zungen Herrn von Alting besonder« abseiten des Gerichts bedrohten, zu behüten vermochte. Aber Joe dachte nur an dar viele Geld des Wuchere» und ahnte es auch wohl nicht badMelwig eine entsetzliche Angst vor Polizei und Gericht besaß, und nicht knickerig gegen Diejenigen war, die ihn vor

Berührung mit diesen beiden Gewalten zu schützen

Jetzt endlich wurden unten Stühle geschoben. Melwig sprach, d« Mensch hatte jawohl stets das Wort, wie Catton dachte. Schade, daß er nicht verstehen konnte, was er sagte, doch wurde er unwillkürlich unruhig dabei. u

r . 3hnen Ihr Zimmer anweisen, Herr Doctorl" lauteten Melwigs Worte,es bleibt also dabei, mit Tages­anbruchreisen und mir die Gefälligkeit erzeigen, die Herren Duellanten von dem Tode des Gegners in Kenntniß zu setzen. Ich möchte nicht gern damit zu thun haben, die Sache ist sowieso unangenehm genug für mich. Wenn Sie in meinem Namen die Bitte an Herrn von Römhild richten wollten, die Alting schen Verwandten davon zu benachrichtigen, um die Leiche abholen zu lassen -* u '

.. -Sie können sich auf mich verlassen, Herr Melwig," I fiel bw Arzt ein, der ein fürstliches Honorar erhalten hatte, «ich werde die Sache zu Ihrer Zufriedenheit arrangiren. Vor allen Dingen aber sorgen Sie dafür, daß der Mann, der den Verunglückten gefunden hat, am Platze bleibt, er ist im Grunde der wichtigste Zeuge."

»34 werde ihn schon festhalten," erwiderte Melwig, »der alte Bursche, fein ehemaliger Diener in Amerika, ist ihm hierher gefolgt. Er thut mir leid."

3°e Catton, der sich am Ende für sein Mitleid bedankt vätte, hörte jetzt, wie beide das Zimmer verließen und jeden« falls zur Ruhe gingen. Er erhob,' sich, fetzte sich wieder auf seinen Stuhl und hielt die Todtenwache. Dieser John Alting war nicht mehr gefährlich, aber die verglasten Augen des Tobten, die sich halb geöffnet hatten, besaßen etwas Ge« spenstisches, was selbst die starken Nerven dieses rohen! Amerikaner» nicht zu ertragen vermochten.

(Fortsetzung folgt.)

.. Wech ein Gegensatz zu unserer modernen Zeit, welche die Menschen in größeren Städten oft in bedeutender Anzahl unter demseMen Dache bunt zusammenführt, durch Stand, Erziehung, Culturstufe und pecuniäre Verhältnisse zuweilen ganz verschieden! Fast illusorisch macht die Neuzeit da» alte Sprüchwort:Mein Hau» ist meine Burg", und wahrlich, Ä^- W°U, eine nicht hoch genug anzuschlagende An- nehmlichkeit de« Lebens, in solch' ungetheiltem Heim seine Tage verbringen zu können!

sehen und erkannt worden war, Grund aenua Mr ibn mtf i

der Hut zu sein, denn jetzt würde "man^ mit noch wen§ I $ie Hausfrau im modernen Miethshause.

Federlesen« machen. (Aus demDarmst. Tägl. Anz-iqer")

Woher aber die Mittel zur Flucht nehmen?

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Teppich spuckend Ä"Je»bten Heime nach Belieben schalten und walten durfte und * gSV&ÄTM Ä Ä

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konnte, unbekümmert ein viereckiges Stück heraus, um besser

horchen zu können, da er genau wußte, daß sich das Wohn«

mmu6 ^"d. Und richtig, er konnte, wenn auch

Worte, so genau Melwig« Stimme unterscheiden.

fa6en?W($ e ** W°$ 0 anae mit dem Arzt zu verhandeln