Ausgabe 
18.6.1896
 
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UnterhaltnngsdLntt pnit Gießener Anzeiger (General-Anzeiger)

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So

Die Vergeltung.

Novelle von F. Stöckert.

(Fortsetzung.)

Herbert hatte sich erhoben- Mit schweren Schritten schwankte er von dannen, an den duftenden Theerofen vorüber. Warum dufteten und blühten sie gerade zu dieser Stunde so schön. Warum ging dort in wundervoller Schönheit der Voll- mond auf? So fragte sich beinahe irrsinnig vor Schmerz Herbert Brand.

Mit bebenden Händen riß er die Rosen ab von den Stöcken und streute die zarten gelben Blätter herum, dann blickte er finster drohend zu dem Mond auf.

Er leuchtete den Beiden, die da auf den Höhen des Lebens standen, die das Glück ergreifen und festhalten durften, ihm, dem Maler, lächelte fein Licht aber nicht, denn er war ein Betrogener, ein armer Mann, der eine Gräfin geliebt, mit jener sogenannten Dichterliebe!

Wie sie ihn umrauschten, all' die süßen Liebeslieder eines Geibel, Lenau, Heine die Zweige flüsterten sie und die entblätterten Rosen hauchten mit ihren letzten Düften Liebes» gesänge in die stille Abendluft hinaus.

Wild und wirr klang es durcheinander; von erster Liebe Glück und bitteren Trennungsschmerzen, von Übergroßem Weh, von den Blumen, den kleinen, die da mit uns meinen, und der alten Geschichte, die da immer neu bleibt.

Und es ist doch Alles Unsinn, Thorheit, Kinderei! Die Blumen welken und der Mond, die holde Luna, die so Viele angesungen, ist ein Himmelskörper und kein Mensch weiß es, wie es auf ihm ausfieht, und die Erde ist ein Stern und wenn das Ende aller Dinge da ist, bann kommen die großen Wasser unb der Mond fällt hinein, die Erde theilt sich aus« einander und die Menschen kommen um in Feuer unb Wasser so Aehnliches hatte er neulich einmal gelesen.

Auch Jsolbe würbe umkommen, bis schöne, falsche Isolde. Freilich, es können auch noch Jahrtausende vergehen, ehe die großen Wasser kommen. Roch manche falsche Isolde kann bis dahin geboren werden und noch mancher arme Narr sich be« trügen lassen.

Armer Narr 1 Wie das Wort ihm in der Seele brannte. Es schien überhaupt in seinem Herzen ein Feuer zu brennen, gleich einem Lavastrom, der vernichtend über blühende Gefilde strömt, so daß Alles verdorrt und erstarrt.

Wie zauberisch das Mondlicht auf Berg und Felsen lag, wie geheimnißvoll es in den Wäldern rauschte, so war es gestern auch gewesen, als er Isoldens Lockruf gefolgt war.

Gestern! Wie lange, lange war das her, er hatte wohl geschlafen dort in dem verwilderten Park, hundert lange Jahre, wie der Mann im Märchen, und nun war Alles verwandelt. Das waren nicht mehr dieselben Berge und Wälder, welche er mit der Geliebten seiner Jugend durchstreift. Wie hatte der rauschende Gebirgrfluß damals so neckisch geplaudert, wie langweilig plätscherte er heute an ihm vorüber unb bis Bäume an seinem Ufer, sie sahen heute so ganz gewöhnlich aus, und die blauen Vergißmeinnichtblümchen, aus welchen Isolde einst Kränze gewunden, waren doch auch nur ganz einfache Wiesen» blnmen, die man überall findet, wo es ein wenig sumpfig ist.

Armer Narr! Die Welt war ihm entnüchtert, die Poesie aus feiner Seele geflohen.

Da lag bas Schloß vor ihm, welches er einst für ein Märchenschloß angesehen, in welchem Frau Minne wohnte und wo die Romanlik ihn aus seinen Fenstern träumerisch gegrüßt hatte; und es war doch ein ganz modernes Bauwerk, aller» dings mit Kunst unb Geschmack aufgeführt, Poesie unb Ro» mantik webt aber doch nur um alte, ephen-umsponnene Ruinen.

Isoldens Fenster waren noch hell erleuchtet, man war wohl soeben erst von dem Fest zurückgekchrt und sie löste jetzt wohl die welke Rose aus dem duftigen Haar unb besah sich im Spiegel und freute sich ihrer Jugend und ihrer Schönheit, benn sie war jung unb schön geblieben, ihr hatten die hundert Jahre nichts anhaben können, während welchen Herbert Brand in seinen Wahnvorstellungen geschlafen zu haben meinte.

Nun wurde bas Licht ausgelöscht, sie ging schlafen.

Auch er.wollte schlafen,

Sterben schlafen

Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Schlaf Das .Herzweh und die tausend Stöße endet, Dies unsers Fleisches Erbtheil,S ist am Ziel AufS Innigste zu wünschen.

Seife murmelte er die Worte des berühmten Dichters