vrmstag den 18. Januar
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UntrrhaUungsblaU ;um Gießener Anzeiger (Grnrrai-Anzeiger)
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der Hausgarten lüht, wenn auch irr den köstlichen ibetrunk, er dient rrven auf, er gibt Er ist die Milch em ausgeschafften ige Weine machen eifer, erfreut des >rach ein Anderer, on; er rückt die Magnet, er zieht tut dann erst sitzt
Darum schätzen r bei seinem Ge« nselixir betrachten, nach dem alten
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en Pflanzen ist unter lersetzliches Mittel ; Jahren ist in den ußland stammend, zu seiner Vollkommenheit st°, Lungen- und churg 6. Harz ange-
ilchen, steh' einmal Karlchen (zurück« isch drauf I"
„Nein, Otto, mir steht zu viel im Wege/' versetzte Lieu» tenant Rosenau mit feierlichem Ernst, „der Dienst, die Rück» sichten gegen meine Mutter und die übrige Familie verbieten mir einen solchen Schritt, auch trage ich mich schon mit einem anderen Plan. — Du aber bist frei wie die Luft in den Ge« birgen, keine DiSciplin beengt Dich mehr, keine Familie be« wacht Deine Schritte, kannst Deine Zukunft selber bestimmen al« unbeschränkter Herr Deine» Willens. — Versuch'» also, der Spaß wird Dich erheitern und den kecken Muth Dir neu beleben. Wenn die Nacht der Sorgen zu finster wird, muß man sich selber eine Sonne verschaffen."
„Alle guten Geister, Han« Rosenau wird poetisch," rief Waldmann lachend und der joviale Rosenau lachte mit.
„Na, Du sollst Deinen Willen haben," fuhr Ersterer er« heitert fort, „war kann'« am Ende schaden? Will die namenlose Correspondenz mit der heirathslustigen Schönen einleiten, ich müßte aber in diesem Falle ja hier am Platze bleiben."
„Ei wo, lieber Sohn, sie kann Dir ja ebenso gut postlagernd Wien schreiben, wird Dir auch dort Herz und Muth erfrischen und Dir die Hoffnung grün erhalten, denn etwa» hoffen und etwa« sorgen, sagt, glaube ich, Göthe —"
„Muß der Mensch für den kommenden Morgen, sagt Schiller," fiel Waldmann lächelnd ein.
„Meinetwegen Schiller. — Wie steht'« aber mit der Reise nach Wien, hast Du Moneten?"
„Ich muß mich von allem überflüssigen Luxus befreien," erwiderte Waldmann etwa« gedrückt. „Hier dieser werthvolle Rubinrtng, das einzige Werthstück außer meiner Uhrkette, die man dem Findling gelassen, — vielleicht ein Andenken von meiner geliebten Mutter — nein, davon kann ich mich nicht trennen. Lieber mag die Uhr springen —"
„Recht so, diesen Ring darfst Du um keinen Preis veräußern. Wer kann wissen, welche Hoffnungen sich für Dich daran knüpfen. Aber ohne Uhr zu sein, ist für unser Einen ganz undenkbar. Du behälft natürlich Beide«, Uhr und Ring, dieser kostbare Reif giebt Dir schon draußen ein bestimmte« Relief und sicheres Auftreten. Ich, Dein Bruder, strecke Dir die nöthige Summe vor."
„Ich danke Dir, Hans, aber in Geldsachen hört bekanntlich die Gemüthlichkeit, also auch die Freundschaft auf. Ich besitze viele «erthvolle Bücher, welche Hauptmann —"
dar war Ihr in netter Mensch!" Madame, da habe
Der Sohn des Regiments.
Erzählung von E. Heinrichs.
(Fortsetzung.)
Waldmann reichte ihm dar Blatt. Rosenau überflog dasselbe.
„Zweimalhunderttausend Mark," ssagte er langsam, „Donner und Doria I Otto, das wäre ja eine famose Aussicht für Dich. Besitzest doch ein Bild von Dir in der Uniform?"
„Leider, bedauere diese unnütze Ausgabe, würde es aber doch nicht einsenden und mich selber an den Pranger stellen "
„Ja so/' nickte Rosenau, „da» ist richtig, Du würdest Dich damit sozusagen selber preisgeben. — Aber halt, da habe ich eine famose Idee, Otto! — Schreib' an diesen Goldfisch anonym, ohne Bild und ohne Namen, unter der hier genannten Chiffer 777. — Wird wohl eine dreifache böse Sieben fein.*
„Und meine Herkunft?" schaltete Waldmann ein. „Hier muß ich ihDdoch reinen Wein einschenken."
„Hm, 'meinetwegen, bist ja ein unheimlich kluger Kerl, der den rechten Vers schon finden wird. Also nur gleich da« Eisen schmieden
„Nein, Hans," unterbrach ihn der Freund, „es ist kein ganz sauberes Geschäft, ein widerwärtiger Handel, lassen wir die Hände davon."
„Herr Gott, ist da« ein langweiliger Mensch," rief Rosenau im komischen Zorn, „wer verbietet es Dir, an eine unbekannte Dame einen anständigen, noch dazu anonymen Brief zu richten, um mit ihr in Correspondenz zu treten? Liegt denn darin etwa« Unehrenhaftes? — Die reiche Schöne liebt ein wenig Romantik, die sie auf der staubigen Heerstraße des Leben« nicht findet. Ein Mann mit Deinem prächtigen Aeußeren, Deiner stolzen Ehrenhaftigkeit, mit Deinem Reich« thum an Kenntnissen, wissenschaftlicher Bildung und Talenten isi seine zwetmalhunderttausend Mark unter Brüdern werth. Auch wirst Du naich ihrer ersten Antwort schon beurtheilen können, weß Geiste« Kind sie ist."
„Dann versuche Du Dein Glück bei dem Goldfisch, mein bester Han«," sagte Waldmann trocken.
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