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Nr. 135.
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Menslag bev 17 November
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UnterhaltungstklatL zum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).
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In Fesseln.
Erzählung von Reinhold Ortmann.
-----— (Nachdruck verboten.)
Es war um die Mittagszeit eines schönen Sommertages, als die schlanke Gestalt eines elegant gekleideten Herrn von vielleicht dreißig und einigen Jahren auf dem Promadenweg austauchte, der aus dem Innern des reizenden süddeutschen ^-deorte» W. zu der Villa des Professor» Fabricius hinauf ' führte. Vor fünf Jahren, als er durch ein hartnäckiges Augenleiden genöthigt wurde, fein Lehramt niederzulegen, hatte sich der berühmte Gelehrte das liebliche Tusculum erbaut, um den Abend seines reichen Lebens inmitten einer herrlichen Natur still und friedlich zu verbringen. Er stand in dem Rufe, ein wenig menschenscheu zu sein, und nur selten wagte sich deshalb ein Besucher in die Villa Erika hinauf, wie traulich und anheimelnd sie auch mit ihrem weißen Gemäuer aus dem dichten Grün hervorlugen mochte. Der Fremde aber, der heute nach einem kleinen Zögern die hellklingende Glocks zog, hatte wahrlich keine Ursache, sich über eine unfreundliche Aufnahme zu beklagen. Der Diener, der ihm geöffnet, hatte kaum einen Blick auf die überreichte Visitenkarte geworfen, als er mit großer Zuvorkommenheit sagte:
„Wollen Sie nur die Güte haben, hier einzutreten, mein Herri — Sie werden von dem Herrn Professor bereits erwartet-"
Eine hohe Flügelthür that sich vor dem Ankömmling auf, und er sah in einen geräumigen, fast nur mit gewaltigen Bücherregalen ausgestatteten Gemache, durch dessen Fenster das Licht angenehm gedämpft hereindrang, weil draußen eine breitästige Kastanie schirmend ihren tiefgrünen Blätterreichthum davor ausbreitete. Von einem einfachen Schreibstuhl vor dem mächtigen, mit Büchern und Papieren bedeckten Arbeitstische inmitten des Zimmers, erhob sich eine mehr zierliche als kraftvolle Männergestalt mit lang herabwallendem silbergrauem Haar und feinem, bartlosen Gelehrtenantlitz, aus dem sich zwei schöne blaue Augen mit jenem rührend hilflosen Blick, der dem halb Erblindeten eigenthümlich ist, auf den Besucher richteten.
„Mister Herbert Ellermere?" fragte er, und als Jener bestätigt hatte, fügte er mit gewinnender Liebenswürdigkeit hinzu: „Ich heiße Sie herzlich willkommen; denn Sie find mir von meinem Freunde Reymond empfohlen worden, und ich weiß, was eine solche Empfehlung werth ist. Sie sprechen doch deutsch?"
„Ich habe meine- Studienzeit zum großen Theil in Deutschland verlebt, Herr Professor, und habe mich während der letzten drei Jahre fast ununterbrochen in Berlin aufgehalten. Es hat mir also nicht an Gelegenheit gefehlt, mich in Ihrer schönen Sprache zu vervollkommnen."
„Das ist mir sehr lieb. Ich bin immer! in einiger Verlegenheit, wenn ich mich eines fremden Jdeoms bedienen soll. Sie sind also hierher gekommen, um in der Stille .dieser weltentlegenen Erdenfleckchens eine größere wissenschaftliche Arbeit zu vollenden?"
„Ich wage kaum, die Frage zu bejahen. Denn ich bin eigentlich nur ein Dilettant, der ohne die großmüthige Unter- stützung gelehrter Gönner sicherlich nicht dar Geringste zu Stande brächte."
„Na, wir werden ja sehen, wie viel von dieser Selbst» kritik auf Rechnung der Bescheidenheit zu setzen ist," lächelte Fabricus. „Jedenfalls stelle ich mich Ihnen mit meinem Rath und Beistand gern zur Verfügung. Professor Reymond schreibt, daß Sie mir ein fertiges Manufcript zur Begutachtung vorlegen wollten. Sie haben es doch mitgebracht?"
„Dazu hatte ich allerdings nicht den Muth. Aber wenn Sie gestatten, Herr Professor, daß ich es Ihnen in den nächsten Tagen überbringe —"
„Gewiß — ich bitte darum. Zwar kann ich selber nicht mehr lesen; aber ich habe zum Glück einen Gehülfen, der hundertmal werthvoller für mich ist als zwei gesunde Augen. Vielleicht gestatten Sie mir, Sie sogleich mit diesem meinem Amanuensis bekannt zu machen."
Mit der Sicherheit eines Mannes, der des Augenlichts nicht mehr bedarf, um sich in der gewohnten Umgebung zurecht zu finden, öffnete der Professor eine zweite Thür und rief:
„Komm' doch einmal herein, Kind! Da ist Mister Herbert Ellesmere, von dem uns Freund Reymond so viel de» Guten geschrieben hat."


