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Warum ist der Mensch kein Naturschwimmer? Jedes vierfüßige Thier macht, wenn es ins Waffer geworfen wird, mehr oder weniger geschickte Bewegungen, durch die es vor dem Unterstnken bewahrt wird; dis geschickteren Thiere wiffen sich so gut zu bewegen, daß ste richtig schwimmend auf» Trockene gelangen, die ungeschickteren sind wenigstens im Stande, sich durch ihre Bewegungen auf der Oberfläche zu erhalten — nur der Mensch ist dazu von der Natur nicht im Stande. Wer das Schwimmen nicht gelernt hat, geht, wenn er ins Wafler geräth, unfehlbar unter, denn wenn der Mensch in der Todesangst, in dem Wunsch, sich vor dem Tode zu retten, Bewegungen macht, so sind diese nicht zum Retten ge- eignet, sondern beschleunigen im Gegentheil das Unterfinken. Die Anthropologen erklären diese auffällige Erscheinung dadurch, daß ste sagen, jedes Thier, das in« Waffer geräth, sucht stch durch dieselbe Thätigkeit zu retten, die ihm auch bei anderen Gefahren hilft. Die Vierfüßler nun suchen, wenn ihnen eine Gefahr naht, ihr Heil instinktiv im Entlaufen, und so machen ste auch im Waffer Laufbewegungen, und diese sind in derThat geeignet, sie über Waffer zu erhalten. Die ersten Menschen dagegen wohnten auf Baumzweigen und wenn ihnen eine Gefahr nahte, so suchten ste ihr zu entgehen, indem sie auf die Bäume kletterten; fielen ste nun ins Waffer, so wußten ste sich auch hier keine Hilfe, als indem sie instinktiv die ge- wohnten Kletterbewegungen machten; diese sind aber nicht im Stande, den Körper über Waffer zu erhalten, sondern befördern im Gegentheil das Untersinken. Diese unglückliche Neigung, sich im Waffer durch Kletterbewegungen zu Helsen, hat sich von den ersten Menschen bi» auf die jetzt lebenden vererbt, und in der That steht man, daß ein Nichtschwimmer im Waffer stet» Kletterbewegungen macht — natürlich nie mit günstigem Erfolg.
Etwas von leere« Garnrolle«. Aus vierzig mittelgroßen Garnrollen kann man sich eine hübsche Hänge» Etagöre für die Küche bauen, auf der sich die beliebten Porzellantönnchen für mancherlei Vorräthe befinden. Dazu läßt man sich vom Tischler drei gleiche, ungefähr einen Centi« mster dicke Bretter schneiden und in jede Ecke derselben ein kleine« Loch bohren. Außerdem braucht man vier Meter stärksten Eisendraht (das Meter 4Pfg.). Nachdem man diesen Draht in vier gleich lange Stücke getheilt hat, schiebt man diese Theile in vier Löcher des einen Brettes und biegt mit Hammer und Zange eine Oese unter dasselbe. Dann reiht man sünf Rollen auf jeden Draht, schiebt sie fest zusammen und sügt das zweite Brett darauf, wieder je fünf Rollen und das dritte Brett. Ueber diesem letzteren biegt man wieder vier Oesen von dem Draht und zieht eine starke Schnur durch jede, mit der man die Etagere an der Wand befestigt. Das fertige Möbel bestreiche man dann mit gelbem Lack und befestigt an dem Rande jedes Brettes eine hübsche, gehäkelte Spitze.
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Braun angestrichene Fußböden, die durch vieles Aufwischen matt geworden sind, werden wieder wie neu durch Einreiben mit Leinöl und Eiweiß. Ein Teller Leinöl wird mit dem Eiweiß von zwei Eiern tüchtig vermischt und es wird mit einem wollenen Lappen der vorher gereinigte trockene
Boden damit fest eingerieben, dann wird mit einem zweiten reinen Lappen nochmals nachgerieben, damit alle« gleich» mäßig schön glänzt und trocknet. Der Boden ist dann wieder wie neu. Für vielbenützte Zimmer eignet sich da« Verfahren weniger, weil man Anfang« leicht ausgleitet, wenn man schnell durch das Zimmer geht, desto mehr aber für den Salon.
„Das Lachen eines Wahnsinnigen! Welche Idee!" erwiderte Baron Wettern. „Ein Bogel oder irgend ein lustiges Menschenkind war es." (Fortsetzung folgt.)
Gustav Thudichum: ,W«ib »der PttsSNttchkeit^ München, Staegmeyr'sche Verlagshandlung. Ant. Carl Staegmey r. Preis Mk. 1.—. Die kleine Schrift, welche rückhaltlos die Frauenrechte vertritt, ist in erster Linie dazu bestimmt die Frauen- beweaung als eine entwicklungsgeschichtliche Nothwendigkelt darzustellen. Sie ist dem Verfasser nichts anderes, als ein Stück Jndwidualitats- entwickelung, und diese selbst erscheint ihm ein Naturgesetz, das für allhöheren Organismen, jedenfalls für das ganze Menschengeschlecht gm. Jene Entwickelung erfolgt unaufhörlich und frei; sie ist em freier Willensact. Demgemäß ist der Schluß von der Vergangenheit, welcher das Weib keine Persönlichkeit gezeigt habe, aber die Zukunf unstatthaft. In der Gegenwart und Zukunft kann der weMche WUl anders als bisher, d. h. er kann individuell, persönlich gerichtet fern, «um Beweis seiner Ausführungen zieht der Verfasser die von ihm fon- qebildete Willenstheorie Schopenhauers heran unter Nachweis Widersprüche zwischen den Grundlehren der Philosophen und sein speciellen Folgerungen. Der Titel weist auf die von den Gegnern Frauenbewegung ausgesprochene Befürchtung hm, durch Ausbildung einer Persönlichkeit verliere das Weib an Weiblichkeit. Der Wider legung dieser und anderer gegnerischen Behauptungen widmet der fassen eingehende Ausführungen und kommt dann zu dem Schluß, M das Vollweib allein in der Frau zu erkennen fei, welche Weib und sönlichkeit zu einem harmonischen Gesammtcharacter vereinige.
breitung dieser Schrift dürfte von großer Wichtigkeit zur Forderung der ! Zwecke der Frauenvereine sein. ,
Redaction: I. V.: Hermann Elle. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch L Scheyda) m Gießen.
GenrrinnNtziges.
Pflege der ObstbLume im Sommer. An den im Frühjahr gepfropften Obstbäumen haben sich ohne Zweifel allerlei Wildschoffe angesetzt, die dem Edelreis den Saft stehlen. Dieselben waren anfänglich allerdings gut genug dazu, um vermöge ihrer Blätter den Saft heranzuleiten, also zum Vor. theile des Edelreises. Aber jetzt braucht das Edelreis selbst den Saft, darum fort jetzt mit den Wildgeschoffen! Alles ist sauber und glatt wegzuschneiden, und wo größere Wunden sind, sind sie mit Baumsalbe zu bestreichen. Oft brechen Raven, Krähen, Staare oder sonstige Vögel, die sich ohne Arg auf die Edelreifer setzen, dieselben ab. Die verhindert man, indem man an den umgepfropften Ast oder Stamm eine Weiden, ruthe, die über die Veredlungen im Bogen hinausragt, anbindet und sie an dem unteren Ende mit zwei Bändern be» festigt, nun werden stch die Vögel stet- auf dieses Hölzchen setzen, nie aber auf die Edelzweige.
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Ueber die Wurzelaustriebe der Stei«obst- bäume. Häufig können wir die Erfahrung machen, daß rings um Steinobstbäume, als Pflaumen, Zwetschgen, Mira- bellen, Kirschen u. s. w. eine Menge junger Triebe stehen, welche aus den Wurzeln geschlagen sind. Dadurch wird das Wachsthum der Bäume gehemmt und diese sterben frühe ab. ^kenes Ausschlagen wird gewöhnlich dem Umstande zugeschrieben, daß der Baum aus einem Ausläufer gezogen fei. In der That aber liegt er nur daran, wenn um die betreffenden Bäume zu tief gehackt oder gegraben wurde. Bekanntlich darf ein Steinobstbaum nur flach und nicht so tief als ein Kern- obstbaum gepflanzt werden, soll er gut gedeihen und reichliche Früchte tragen. So kann man beim Graben leicht die Wurzeln beschädigen, und jedes Mal da, wo die Wurzeln durch einen Spaten oder durch eine Hacke eine Wunde erhalten, bildet sich eine Wulst, die später austreibt. Es ist deßhalb zu empfehlen, um einen Obstbaum herum nur flach und nie zu tief zu graben.


