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war I Wie viele bewundernde Blicke würben heute von anderen i Herren auf ihr ruhen und er, der ihr doch näher stand wie alle anderen, er mußte fern von dem Feste bleiben.
Voll innerem Groll dachte er an all' die vornehmen jungen Herren, die der jungen Gräfin huldigten. O, da war ja Einer mit blaffen, mit interessanten Zügen und etwas müden, verschleierten Augen, der bei den verschiedenen Gesellschaften, Partieen und Sommerfesten beständig in ihrer Nähe war.
Noch nie war Herbert Brand eingefallen, daß dieser Herr Isolden Interesse abgewinnen könne. Heute aber sah er alle Dinge in einem andern Lichte, er erinnerte sich, wie es in den müden Augen des Herrn Barons v. Wettern so eigen aufleuchtete, wenn Isolde in ihrer fesselnden Art mit l ihm lachte und plauderte, und heute war dieser Herr ja selbst ; der Gastgeber und das Fest in seinem Schlosse, es war wohl nur Isolden zu Ehren veranstaltet und ihn hatte man nicht geladen.
O, warum stand ihm nicht das Recht zu, ihr zu sagen: Bleibe hier, ich will es nicht, daß Du an diesem Feste theil- nimmst. Warum hatte er ihr auch nachgegeben und nicht schon längst mit dem Grafen, ihrem Vater, gesprochen, dann wäre jetzt Alles gut und er brauchte sich nicht mit eifersüchtigen Gedanken zu quälen I
Morgen sollte das auch nun bestimmt geschehen, nicht einen Tag wollte er länger säumen. Herbert Brand zweifelte nicht im Geringsten daran, daß der Graf seine und seiner Tochter Wünsche erfüllen würde. Die Kunst adelt! hatte Isolde gesagt, diesem Ausspruch würde er sicher beistimmen, so kunstbegeistert und kunstverständig, wie er war.
Und er, der junge Künstler, er würde auch sicher an der Seite des geliebten Weibes noch Großes leisten, von seinem Genius getragen die Höhen des Ruhmes erreichen.
Nur heute vermochte er nichts zu leisten in seiner Kunst. Immerfort stand Isolde vor seinen Augen in der blaßrosa Setbenrobe, eine Rose in dem schwarzen Haar, wie er sie 1 vorhin gesehen, und neben ihr das blaffe, hochmüthige Gesicht des Herrn v. Wettern, in welchem so Mancherlei zu lesen stand von wilden Leidenschaften, vom Genießen bis zur Blastrt- heit alles deffen, was das Leben nur bietet.
Mißmuthig warf er Pinsel und Palette bet Seite und fuhr mit beiden Händen durch das lockige Haar, was Isolde so oft im kindischen Uebermuth zerzaust; es war ihm, als würde das nie, nie wieder geschehen, als vernehme er schon aus der Ferne das Rauschen des wilden, wüsten Stromes, von dem der Dichter singt:
Ein wilder, wüster Strom fließt jetzt dazwischen, Doch aller Elemente zorn'ge Schaar Vermag wohl immer gänzlich zu verwischen Die holde Spur von dem, was einstens war.
Sollte dieser Strom auch zwischen ihnen rauschen? Sie trennend für alle Zeiten! Nein, das war nicht möglich, denn nirgends schienen Gefahren ihrer Liebe ernstlich zu drohen. Woher kamen ihm nur all' die trüben, eifersüchtigen Gedanken, und wozu saß er auch hier in den heißen Räumen. Hinaus in die Berge, in Gottes freie Natur, da würde die trübe Stimmung schon vergehen. _ c
Er stürmte fort, aber die dummen Gedanken wollten nicht weichen. . , . c
Zweck- und ziellos irrte er umher und befand stch plötzlich in einem etwas verwilderten Park, der dicht an dem Walde lag, den er soeben durchstreist.
Schwüle Blumendüfte strömten ihm entgegen, er ging ihnen nach, in reicher Fülle blühten Theerofen und Reseda aus einigen, von dichten Taxushecken etngeschlosseuen Beeten. Hier in dieser schwülen, balsamischen Luft schien es ihm gut zu ruhen und zu träumen, er warf sich auf eine Rasenbank, träumerisch schloß er die Augen und dachte an Isolde.
War er nicht ein rechter Narr, stch mit so albernen Gedanken und Vorstellungen zu quälen, an ihrer Liebe zu zweifeln. Hatte sie nicht gestern erst ihren Lockruf erschallen lassen und er war ihr gefolgt bis zu jenem lauschigen Plätz-
chen am Fluß. Wie hatten sie dort gescherzt und gelacht, die Zeit vertändelt gleich zwei glücklichen Kindern, die an keine Zukunft denken — und heute sollte das Alles vorüber, Isolde ihm verloren sein! Das war ja unmöglich 1 Wie würde Isolde ihn auslachen und verhöhnen, wenn sie es wüßte. O wenn sie jetzt bei ihm wäre, wie demüthig würde er Abbitte leisten für alle seins Gedankensünden.
Vielleicht war die Besitzung des Herrn v. Wettern nicht mehr weit von hier und ein süßes Ahnen trieb ste hierher nach diesem rosendurchdufteten, lauschigen Plätzchen. Wie schön müßte das sein, wenn ste dann seinen Kopf zwischen ihre schlanken Finger nahm und ihm eine tüchtige Straspredigt hielt über seine thörichte Eifersucht. Sie ihm treulos sein, ihn vergessen in Gesellschaft Anderer! Hatte ste es ihm nicht unzähligemal gesagt, wie sehr ste ihn liebe; hatte er dennoch zweifeln können, so verdiente er solche Liebe gar nicht!
„Vergieb mir, Isolde! Vergieb mir!" rief er hinaus in den stillen, schwülen Sommerabend und klang da nicht wie eine Antwort auf seinen reuevollen Ruf ihr Lachen dort hinter den Taxushecken.
Lauschend richtete er stch auf. Wirklich, ein mattrosafarbenes Gewand schimmerte dort durch das Grün, ste war es und er befand stch also im Park des Herrn Barons von Wettern. Sollte er ihr entgegenetlen? Nein, das ging nicht an, denn ste war nicht allein; ein Herr ging neben ihr und wie es schien, waren sie in sehr lebhafter Unterhaltung be- ^^Sefct erkannte er auch die Stimme ihres Begleiters, es | war der Baron von Wettern, der da in sehr erregtem Ton rief: „Lachen Sie nicht, Isolde, es ist wahr, ich bin grenzenlos eifersüchtig auf den jungen Maler, Sie verkehren in einer Weise mit ihm, die mir durchaus ni tzt gefällt!"
„Und mir gefällt Deine Art und Weife nicht, mit meiner Braut zu verkehren!" bachte Herbert in seinem noch hoffnungsvollen Herzen und lauschte dann gespannt auf Isoldens Ant- wort. Würde sie ihm die Wahrheit sagen? Eigentlich konnte sie wohl kaum anders. — Da — Herbert zuckte zusammen, eine Todtenblässe breitete sich über sein Gesicht. Klar und deutlich vernahm er Isoldens Stimme.
„Der arme Narr!" rief sie lachend. „Ja, ich glaube wohl, daß er mich liebt mit solcher sogenannten Dichterltebe, Ste verstehen mich schon, Herr Baron — nun, wir Beide find ja längst über Dergleichen hinaus."
„Ja, ja, ich verstehe Sie," erwiderte Wettern. „Wir, die wir auf der Höhe des Lebens stehen, leben etwas schneller wie solche Erbensöhne, auch wenn sie hübsch malen können. Wir schmachten nicht mehr von ferne, wir ergreifen bar Glück, halten es fest, wo es sich uns bietet. So halte ich Dich fest, Du Schöne, Du Geliebte! Du bist mein, Isolde, und wehe diesem Maler, sollte er die Augen anders als voll scheuer Ehrfurcht und Bewunderung zu Dir erheben."
„Nur nicht so stürmisch, lieber Baron!" wehrte da die junge Gräfin und nahm plötzlich eine sehr ehrbare, züchtige Miene an. „Sie müssen doch erst mit meinem Papa sprechen." - „Das soll heute noch geschehen, aber dann — dann, Isolde?"
„Nun, dann werden wir uns wohl der Welt als Brautpaar vorstellen müssen."
Sie gingen weiter; Herbert starrte ihnen mit irren Blicken nach. Er hatte wohl nur geträumt, es war ja nicht möglich, daß Isolde so schlecht, so falsch handeln konnte; aber da schimmerte ja das rosafarbene Kleid Isoldens noch zwischen den Sträuchern und jetzt vernahm er auch ihr Lachen wieder. — Es war kein Traum, es war bittere Wirklichkeit, er war betrogen, betrogen!
Ein wildes Lachen drängte sich von seinen Lippen; schauerlich tönte es durch die sommerliche Schwüle.
Isolde schreckte zusammen. v m _
„Was war das? Es klang wie das Lachen eines Wahnsinnigen," sagte ste und schmiegte sich angstvoll an ihren Be- I gleitet.


