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(Fortsetzung.)

auf Schritt und Tritt beobachtete und sobald das Abendläuten erklang, eilte sie nach dem Walde, durch den Frieder der Heimweg führte, um ihm, umbekümmert darum, wer sie mit ihm etwa sehen könnte, zu sagen, welche Gefahr ihrer Liebe drohte und bei ihm Rath und Trost zu suchen.

rock an, nahm seinen Dreispitz und Stock und machte sich auf den Weg, ohne daß Lisbeth Muth und Gelegenheit gefunden hätte, zu sagen, was ihr auf dem Herzen brannte.

Ruhelos ging sie vom Haus in den Garten, vom Garten in die Ställe in scheinbarer Geschäftigkeit und doch keine Arbeit verrichtend, und sehnte die Zeit herbei, wo Frieder, der bei dem Bau einer Chauffee beschäftigt war, Feierabend

Wenn der Vater Dich nur so kennte wie ich!" sagte Lisbeth ost, während sie mit stolzer Zärtlichkeit in die von Glück und Liebe strahlenden Augen des hübschen Burschen blickte,Du wärst so recht ein Sohn nach seinem Sinn und könnte ihn nur Einer von dem Verdacht abbringen, Du seist ein Pascher, so gäbe er uns am Ende do h seinen Segen."

Ich schwör' Dir's bei meiner Seligkeit, ich hab' nie Gemeinschaft mit den Paschern gehabt!" versicherte Frieder. Meine Mutter Gott geb' ihr eine fröhliche Urständ! hat nie gelitten, daß der Vater mich auf seinen heimlichen Wegen mitnahm, so oft er auch verlangte, daß ich, wie die Buben seiner Kameraden, einen Packen tragen sollte. Und als sie den Vater mit durchschossener Brust heimbrachten und die Mutter voll Jammer ihr Haar an der Leiche raufte und doch noch Gott danken mußte, daß durch den Tod ihm die Schande des Zuchthauses erspart wurde, da habe ich mir selbst gelobt, daß ich nimmer ein Schmuggler werden will."

Ach, ich glaub'- Dir ja, wenn's nur mein Vater auch glauben möchte," seufzte Lisbeth.

So war allmälig der Frühling herangekommen und wie lein Blitz aus heiterem Himmel traf es Lisbeth, al« eines Tages gerade vor dem Essen der Vater zu ihr sagte:Der Oedhosbauer hat mir Nachricht geschickt, sein Aeltester sei zurückgekommen und ich möcht' heute bei ihm einsprechen, um die Sache mit Dir und dem Heiner nun gleich in Ordnung zu bringen. Nächsten Sonntag, denk' ich, soll also Versprach sein und in drei Wochen die Hochzeit."

Lisbeth war so erschrocken, daß ste kein Wort heraus» bringen konnte; gleich darauf trat auch Valentin mit den Ehhalten ein, man setzte sich zu Tisch und sobald der Bauer die letzten Bissen gegessen, stand er auf, zog seinen Sonntag»'

Als Frieder, der mit anderen Arbeitern ging, Lisbeth kommen sah, ließ er jene unter dem Vorwand, er habe sein Messer auf der Chaussee liegen lassen und wolle es holen, allein vorausgehen und wartete, stch hinter einem Gebüsch versteckend, auf das Mädchen, dessen verstörtes Gesicht ihn nicht« Gute« ahnen ließ.

O, Frieder," rief sie weinend, als sie ihn erreicht hatte, nächsten Sonntag soll mein Verspruch mit dem Heiner sein, und ich springe lieber in'« Wasser, wo e« am tiefsten ist, ehe ich den nehme und von Dir lasse."

Frieder legte erschreckt den Arm um sie und hielt sie so fest, al« stände schon Jemand vor ihm, der sie ihm entreißen wolle; aber einen anderen Rath wußte auch er nicht, al« nur den, sie müsse dem Vater sagen, daß sie nimmer den Heiner heirathen könne und werde.

Lisbeth aber meinte, das habe sie ja längst gethan und der Vater bestehe doch auf seinem Willen, nun wisse sie nicht mehr, was zu thun sei.

So redeten die Liebenden hin und her, ohne zu einem Entschluß zu kommen, da stand plötzlich Valentin vor ihnen, der der Schwester nachgeschlichen war und, durch das Gebüsch gedeckt, das Paar schon länger belauscht hatte. Mit einem Schrei fuhr Lisbeth aus Frieders Arm.

Brauchst nicht so zu erschrecken," sagte Valentin freund' licher, als es sonst seine Gewohnheit war,bin dem Frieder nicht feind und glaub' gern, daß er Dir lieber ist al« der Heiner Rohnert."

Erstaunt, ihren Ohren nicht trauend, sah ihn Lisbeth an.

Dennoch.

Erzählung von Franz Eugen.

Den Liebenden aber erschien trotz Sturm und Schnee bie^ fc.,lVk V6|WU|ttHl

dunkle, kalte Winternacht wie von Frühlingslüften durchweht,^ ^machen würde. Sie achtete nicht darauf, daß Valentin sie wenn sie Hand in Hand eifrige Zwiegespräche pflegten und .....- --

sich die Zukunft in den rosigsten Farben ausmalten.