Ausgabe 
16.1.1896
 
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e) in Gießen.

Unterhaltnngsvlatt pntt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger)

Nr. 6

1896.

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MMWMU

31

Der Sohn des Regiments.

Erzählung von E. Heinrichs.

------- (Nachdruck verboten.)

I.

«Ja, mein bester Herr Lieutenant, leid thut'» mir, sehr leid, aber Sie werden selber einsehen"

Gewiß, Herr Werner, gewiß," unterbrach ihn der junge Offizier mit einem ungeduldigen Seufzer,Sie find voll­ständig in Ihrem Recht, mir die Wohnung schon jetzt vor» zuenthalten, mich sozusagen vor die Thür zu setzen."

Nein, so müssen Sie'» nicht ansehen, Herr LieutenantI" rief der alte Haurwirth gekränkt.Wenn'» nach mir ginge, da könnten Sie ja meinetwegen immer wohnen bleiben, wünsche mir ja gar keinen besseren Miether. Aber die Familie, lieber junger Herr, die Familie! Meine Frau muß diese beiden Zimmer benutzen, weil wir längeren Besuch bekommen. Sie hat ste Ihnen ja auch nur unter der Bedingung vermiethet. Nun dachte ich, da Sie doch einmal den Dienst quittiert haben

»Weil ich mußte," murmelte der Lieutenant, an'» Fenster tretend und minutenlang hinausstarrend.Wann ist der letzte Termin meines Auszuges, Herr Werner?" wandte er fich dann plötzlich wieder an den Hauswirth.

In acht Tagen, Sie werden bis dahin wohl eine andere Wohnung gefunden haben."

Hoffentlich, Herr Werner! Apropos," setzte der junge Mann, fich besinnend, hinzu,Sie könnten mir wohl das heutige Tageblatt heraufsenden."

«Soll sogleich besorgt werden, Herr Lieut"

Ach, lassen Sie doch diesen Titel jetzt bei Seite," unter­brach ihn der ehemalige Offizier, dem alten, jovialen Herrn die Hand auf die Schulter legend,ich heiße fortan schlecht­weg Waldmann Otto Waldmann, der einen Platz sucht, wo nicht allzuviel verlangt wird von ihm."

Und einen solchen Platz wollen Sie in den Spalten der Tageblattes suchen?" fragte Werner, ihn theilnehmend an- blickend.

Weshalb nicht, wenn sich mir vielleicht etwas nach aus­wärt» bieten sollte? Ginge freilich am liebsten nach Amerika."

Hm, kann ich mir denken, Herr Waldmann!" meinte der alte Herr nachdenklich.Fürchte nur, daß dort kein rechter Boden für Sie und Ihresgleichen ist. Habe genug darüber gelesen, wie schlimm es just mit solchen Standes- personen bestellt sein soll. Wird doch nicht Alle, gelogen sein."

Gewiß nicht, Herr Werner!" versetzte der junge Mann, trübe vor fich hinblickend.Ein mitteloser Offizier, der ur­plötzlich die Uniform ausziehen muß, ist recht schlimm daran."

Freilich, freilich," seufzte der kleine Herr,aber wie stets denn mit Ihrer Musik? Sie sollen ja ein wahrer Tausendkünstler darin sein, wie man mir gesagt hat."

Wirklich?" lächelte Waldmann ironisch,lieber Himmel, ein Tausendkünster allerdings, dem die heilige Göttin deshalb auch leider stets fern blieb."

Na, hören Sie mal, junger Freund," meinte Herr Werner mit einer pfiffigen Miene,ich bin freilich ein Botoeude, was die Musik anbetrifft, aber meine ehemalige Mündel, die ver­steht'», das sag' ich Ihnen, und ste hat Sie einmal auf dem Clavier gehört, war ganz hin, das Mädel! Kennen Sie Fräu- lein Stein?"

Habe nicht die Ehre, Herr Werner!" erwiderte'der jmge Mann zerstreut.

Ach, ste ist famos, klug und talentvoll, dabet ebenso hübsch als gut und sehr reich. Wer diesen Goldfisch einmal angeln kann, ist glücklich zu preisen."

Gott bewahre, Herr Werner, ich würde ihn wahrschein­lich nicht beneiden," rief Waldmann mit komischem Entsetzen, solche vollkommene Menschenkinder sind mir schrecklich."

Ach, Unsinn," eiferte der alte Herr,er wäre just eine Frau für Sie und gerade jetzt, wo eine derartige Partie Ihnen so recht gelegen käme"

Bitte, Herr Werner," unterbrach Waldmann ihn hastig, bauen Sie keine Luftschlösser für mich und spinnen Sie den widerwärtigen Gedanken nicht weiter."

Schon gut, schon gut," beruhigte ihn der joviale Haus­wirth,ich denke ja nicht daran, mir einen Kuppelpelz zu verdienen. Aber was andere Offiziere in Ihrer Stellung unbeschadet thun können, dürfte am Ende auch Ihre Ehre nicht schädigen. Na, nichts für ungut, Herr Waldmann I Ich schicke Ihnen sogleich da» Blatt herauf V*