Ausgabe 
15.12.1896
 
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UnterhaltungsbLatt pim Gießener Anzeiger (General-Anzeiger)

MrMag Ben 15. December

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Die Brüder.

Novelle von Reinhold Ortmann.

(Schluß.)

Es schien, als ob er mit diesen ihren letzten Worten doch nicht ganz etnnverstanden sek, Margarethe aber ließ ihm nicht Zeit, Einwendungen zu erheben. Sie war mit ihrer Kraft zu Ende, und fie schämte sich, dem fremden Manne ihren Schmerz zu zeigen. Mit einem von Thränen schon halb erstickten Gruße eilte fie hinaus, und oben in dem kleinen Giebelzimmer, darinnen sie während dieser letzten Wochen schon so manche todestraurige Stunde zugebracht, lag sie lange bitterlich weinend über dem Bette, bi» sie draußen den Schritt des Dienstmädchens vernahm, das ihr wohl irgend eine Bestellung der Diaconissin aurrtchten wollte. Hastig richtete sie sich auf und trocknete ihre Thränen.

»Die Schwester läßt sich erkundigen, ob das Fräulein nicht ein wenig herunterkommen wollten. Herr Eggestors hat schon wiederholt nach Ihnen gefragt."

Sagen Sie, es thäte mir sehr leid aber ich sei für heute verhindert. Eine Nachricht, die ich soeben erhalten, nöthigt mich, auf der Stelle abzureisen. Und besorgen Sie mir, bitte, sobald al» möglich einen Dienstmann für mein Gepäck."

Jawohl," meinte die Magd gleichgültig.Aber könnte nicht vielleicht Bendemann

Wenn Herr Bendemann geneigt wäre, mir diese Ge» fälligkeit zu erweisen, würde ich ihm sehr dankbar sein. Es handelt sich ja auch nur darum, einen Wagen zu be­schaffen und den Koffer hinunter zu tragen."

Das Mädchen ging, und Margarethe machte sich mit fiebernder Hast daran, die wenigen Habseligkeiten, die fie mit hierher gebracht, zu ordnen und einzupacken. Nun war es entschieden, und in ihrer Seele stand es unerschütterlich fest, daß fie nicht nur dies Haus, sondern auch ihre Vater» stadt noch an dem heutigen Tage verlassen müsse. Irgend ein Unterkommen, irgend ein Stellung und wäre fie auch noch so bescheiden, mußte stch ja draußen in der Welt für fie finden lassen, und selbst unter den kümmerlichsten, schimpf­

lichsten Verhältnissen konnte fie sich nicht so namenlos elend fühlen als hier, wo sie vor Scham über die erlittene neue Demüthigung keinem Menschen mehr würde frei ins Gesicht sehen dürfen.

In weniger als einer Stunde war Alles bereit, und nun kam auch das Mädchen, um ihr zu melden, daß Herr Hermann Eggestorf sie vor ihrer Abreise dringend noch ein­mal zu sprechen wünsche. Zwar hatte Margarethe gehofft, daß ihr diese Pein erspart bleiben würde, aber sie zögerte darum doch jetzt nicht einen Augenblick, eine zustimmende Antwort zu geben. Natürlich würde sie ihm nicht die volle Wahrheit über ihre nächsten Absichten sagen, und die fromme Lüge, mit der sie ihn zu beruhigen gedachte, indem sie ihm eine baldige Wiederkehr versprach, durfte ihr Gewissen nicht all zu sehr belasten. Schließlich war es ja auch am Besten, wenn die Trennung, die binnen Kurzem doch unvermeidlich gewesen wäre, sich auf solche Art, ohne eigentliches Lebewohl, ohne alle Erklärungen und Danksagungen vollzog.

Immerhin konnte sie dem Begehren Hermanns nicht auf der Stelle entsprechen, denn fie mußte zunächst dem alte« Bendemann, der sich zu ihrer Ueberraichung wirklich einstellte ünd sogar einen in Anbetracht seiner bisher feindseligen Haltung höchst befremdlichen Diensteifer an den Tag legte, die erforderlichen Anweisungen ertheilen. Seine auffallende Freundlichkeit war ja ohne Zweifel nur auf den Umstand zurückzusühren, daß sie das Haus verließ, aber Margarethe ließ stch durch diese Gewißheit nicht abhalten, ihm mit einem warmen Händedruck dafür zu danken. Sie wußte ja, daß er Hermann Eggchorf fast wie einen Sohn liebte, und da» war für sie genug, um die Erinnerung an alle Unhöflichkeit und Gehässigkeit auszulöschen, die sie von ihm erfahren.

Erst al» der Wagen bereits vor dem Hause hielt und der Koffer auf dem Bocke neben dem Kutscher stand, stieg sie die Treppe hinab, um auch die letzte, schwerste Aufgabe zu erfüllen. In dem Augenblick aber, da sie da» untere Stock­werk erreichte, wurde die Hausthür aufgeriffen und Werner Eggestorf stürzte mit aufgeregtem Gesicht herein. Margarethe wollte schnell an ihm vorüber, um das nächste Zimmer zu gewinnen, doch er vertrat ihr den Weg, rckd unbekümmert um ihre eisige, abweisende Miene redete er sie an.

»Ich sehe, daß Sie fort,wollen, Fräulein Arnholdt, und