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in Siegen.
UiüechMmgsMatt jum Meßmer Anzeiger (General-Anzeiger).
_ Saasiag den 14. Rodemder
GAMM
Das blaue Herz.
Roman von Carl Ed. Klopfer.
(Fortsetzung und Schluß.)
Der herbeigerufene Arzt kann selbstverständlich nur an» nehmen, baß der Rothlauf der Kopfrose wieder aufgetreten sei -über die eigentliche Natur dieser Krankheit ist die Wissenschaft ja überhaupt noch ziemlich im Unklaren, und Blutvergiftungen find dabei keine so seltene Erscheinung. Wenn Thekla in ihrer fortschreitenden Hinfälligkeit überhaupt noch im Stande ist, dem sranzöstschen Arzte Andeutungen über ihre Lebens» weise in den letzten Tagen zu geben, so fällt es dem Gatten nicht schwer, unliebsame Eröffnungen als Fieberphantasteen der Kranken erscheinen zu lasten. Thekla stirbt — und die Pariser Ktrchhofserde deckt voraussichtlich für alle Ewigkeit das mit ihr begrabene schreckliche Geheimniß . .
Degenstein verharrte in langem Schweigen, als der Baron hier mit bebender Stimme abbrach. Ignaz konnte nicht umhin, das marmorbleiche Gesicht des Grafen mit einer Scheu zu betrachten, in welche sich ein gereiftes Mitleid mischte- Auch Effenberg ließ den Blick in tiefen Gedanken auf dem so schwer Beschuldigten ruhen. Er war hierhergekommen — nur von dem dunklen Impuls getrieben, den Mann sich gegen diese fürchterliche Anklage vertheidigen zu sehen- Er hatte sich unterwegs immer noch an die Ueberzeugung geklammert, daß Degenstein irgendwie, durch ganz überraschende, aber klare, gewichtige Argumente, das ganze „Scheingebäude der Judicien" zertrümmern werde. Da war ihm die Vorstellung geradezu absurd erschienen, daß dieser Mann, der in seinem ganzen Wesen so fest und unerschütterlich stand, vor der ihm entaegengeschleuderten Anklage zusammenknicken könne, und immer war ihm das ernste, correcte Gesicht vor Augen gewesen, wie es dem Ungeheuerlichen nur kaltes Staunen entgegenbringen werde, vor dem allein schon Alles, Alles als lächerlicher Unsinn zusammensinken müßte. Was er in diesen fünf Jahren an Degenstein kennen und schätzen gelernt hatte, das war einfach unvereinbar mit den Prämissen jener Schuldargumente- Nein, so, so, hätte sich ein Mörder nie und nimmer geben können, so hätte sich selbst ein Uebermensch im
Kreise der freiherrlichen Familie, gegenüber der zweiten Braut, nicht geben können!
Und jetzt — sah der arme Baron auf einmal Alles ein-
Der Mann, der in seinem Hause Trost gesucht halte, war ein von heimlichen Gereiftensmarlern gepeinigter gewesen! Darum die Flucht aus dem Kreise der alten Verhältnisse, der alten Lebereelt-Genoften! Darum der brennende Schmerz bei den Reminiscenzen an Thekla! Nicht die Reue eines zur Liebe Zurückgekehrten — das nagende Bewußtsein der ungeheuren Schuld hatte ihm den Gedanken an die Verstorbene zur Folter gemacht!
„Herr Graf," erinnerte Effenberg den in starres Hin- brüten Versunkenen endlich, „was haben Sie mir — zu erwidern ?1
Die beiden „Ankläger" waren auf Mancherlei vorbereitet: auf ein brutales Aufbrausen oder auf ein irres Gestammel, das krampfhaft nach den vagsten Vertheidigungs- argumenten hascht, vielleicht auch auf thränenreiche Betheuerungen oder erbitterten Trotz.
Doch Degenstein zeigte nichts von alledem. Die Miene, mit der er sich jetzt von feinem Sitz erhob, war die eines Weltmannes, der mit ruhiger Hand sein ganzes Hab und Gut der Laune einer — Spielkarte vertraut. Und das war — wahrhaftig, bis in den feinsten Zug eben die Physiognomie, die Effenberg auf dem Wege hierher vor dem geistigen Auge geschwebt: das Antlitz des Grafen Degenstein, dem man wohl Glauben schenken konnte, wenn er die Abenteuer aus seinen Jünglingsjahren schilderte, die Tigerjagden in Bengalen, unter denen er sich zu seiner Kaltblütigkeit erzogen hatte.
„Ich sehe meinem Schicksal entgegen — mit der Ruhe, die ein freies Gewissen verleiht! Habe ich gefehlt, indem ich damals dem kurzsichtigen Rathe des Selbsterhaltungstriebes gehorchte und sorgsam verschwieg, daß Thekla möglicherweise durch meine sträfliche Fahrlässigkeit zu dem Rück- fall mit tödtlichem Ausgang kam — so habe ich das reichlich gebüßt durch meine Selbstvorwürfe darüber, und die Pein, darüber vielleicht doch noch einmal Rechenschaft geben zn müssen. Eine gesetzliche Strafe habe ich dafür nicht mehr zu gewärtigen, denn diese meine Schuld ist — verjährt. Unliebsam ist allerdings der Scandal, unter dem ich mich jetzt vor ein Richtertribunal stellen muß. Aber — in Gottes


