Ausgabe 
14.7.1896
 
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Geinernnütziges

Litevcrvisches

das neueste

Roman vor

etwa« feingehackte Petersilie

Gegen das Gerinnen der Milch.

mit in der Sauce kann

- Kind: daß wir

Billiges Rosenparfüm. In ein gut verschließbares Gefäß schichtet man abwechselnd Rosenblätter von stark duf­tenden Sorten und Salz, dem einige Tropfen Alkohol zu­gefügt werden. Da« Gefäß wird gut verschloffen und kühl aufbewahrt. Will man nun das Zimmer mit Rosenduft über­füllen, so wird da« Gefäß auf einige Zeit geöffnet.

Himbeersaft. Zur Herstellung von haltbarem Himbeer­saft dient folgendes langerprobtes Verfahren: Frische Him­beeren werden in einem irdenen oder hölzernen Gefäße (sehr gut eignen fich alte Rothweinfäßchen) zu einem dünnen Brei gestampft, den man ungefähr eine Woche hindurch offen unter einem Schuppen oder in einem luftigen Raume ohne Um­rühren der freiwilligen Gährung überläßt. Nach Beendigung der Gährung, welchen Zeitpunkt man daran erkennt, daß sich aus der Masse keine Blasen mehr entwickeln, preßt man den Saft von den Trebern sorgfältig ab, läßt ihn zur Nach- gährung noch ungefähr 36 Stunden, ohne umzurühren, stehen, fitltrirt ihn alsdann vollkommen klar durch doppeltes Filtrir« papier, wobei man das Durchgelaufene so oft zurückgießen muß, bis der Saft klar abläuft, wägt die gewonnene Saft­menge und kocht sie in einem blankgescheuerten, kupfernen Gefäße mit der doppelten Menge besten Einmachzucker (ultra­marinfreier Raffinade) auf, wobei zu beobachten ist, daß ein längeres als einmaliges Auskochen das Aroma des Saftes schädlich beeinflußt. Der fertige Syrup wird noch heiß durch ein Seihtuch aus Flanell gegossen und in die Aufbewahrungs« gefäße gefüllt, denen man dann im Keller einen vor Tages­licht möglichst geschützten Platz anweist.

Kohlrabi. Nach dem Abschälen und Wäschen schneide man dieselbe in feine Scheiben oder Streifen und koche fie in gesalzenem kochenden Wasser weich. Alsdann wird Nieren­fett oder Butter und Mehl geschwitzt, nach Geschmack frische Milch oder Fleischbrühe, nach Belieben Muskatnuß und Salz dazu gegeben und darin durchgestovt. Sind die Kohlrabi noch recht zart, so werden die Herzblätter fein geschnitten, ebenfalls, jedoch allein, abg kocht, mit Butter und Fleischbrühe durchgeschwenkt und die wie Blumenkohl gestovten und an­gerichteten Kohlrabi damit ringsumher garnirt. Beilagen: Klops, gebratene Frikandells, Saucischen.

Heute haben sich auf unserem Redactionstische zwei weitere Hefte, nämlich Nr. 19 und 20 von dem äußerst spannenden Otfrid Myliusschen Roman Erd«« oder DaS geraubte Testament-

eingefunden. Man muß es der Verlagsbuchhandlung nachsagen, daß sie auf die äußere Ausstattung ihrer Hefte alle erdenkliche Sorgfalt ver­wendet. Auch die Illustrationen beweisen, daß dieselben von hervor­ragenden Künstlern herrühren. Aber nicht nur die äußeren Vorzüge verdienen alle Anerkennung, auch der textliche Inhalt des Myliusschen Romans ist ein solcher, daß man nur aus innigster Ueberzegung wünschen kann, daß derselbe die allgemeinste Verbreitung in den weitesten Volks­schichten findet. Man hat gewöhnlich vor den sogenannten 10 Pfennig- Hs sten em gewisses Mißtrauen, das hauptsächlich durch gewisse littera- rrsche Erscheinungen auf diesem Gebiete (sogen. Schauerromane) mit Recht hervorgerufen worden ist. Wie ganz anders verhält es sich aber mit dem vorliegenden Unternehmen! Dem Verfasser ist eine so span­nende Schreibweise eigen, daß man jedem weiteren Hefte mit großem Verlangen entgegen sieht. Die Schriftenvertriebsanstalt in Weimar, die wie bekannt, im Besitze des Vereins für Massenverbreitung guter Schnften daselbst ist, hat mit ihrem neuesten Unternehmen wirklich einen guten Griff gethan, und wir können derselben nur wünschen, daß sie dereinst von dem Myliusschen RomanBienenianns Erben oder Das geraubte Testament" einen ungewöhnlich großen Absatz verzeichnen kann, ^ede Sortiments- und Colportagebuchhandlung ist in die Lage gesetzt, Probehefte zur Prüfung abgeben zu können, und wir möchten unseren verehrlrchen Lesern nur anrathen, selbst von der inneren Gediegenheit des hier besprochenen Werkes Kenntniß zu nehmen.

Im Anschluß an unsere kürzliche Besprechung über Werk ArmandsDer Krösus von Philadelphia", welches IN der WohlfrUen LieferuugSauSgabe bei der

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Redaktion: A. Schehda. Druck und Verlag der Brühl'fchen UniversttStS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.

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v.rtriebsanstalt itt Weimar erscheint, können wir aus den er­haltenen Lieferungen 23/24 entnehmen, daß der hochinteressante Roman unfern Lesern gewiß eine fesselnde Lectüre bietet: Der ,Pester Lloyd' urtheilt über Armands Ausgewählte Romane wie folgt:Der unter dem Namen Armand thätige Friedrich Armand Stubberg gehört zu den bekanntesten und gelesensten Schriftstellern. Der beste Beweis hierfür ist der Umstand, daß alle seine Schriften vergriffen sind. Armands Romane können mit Recht als culturhistorische Werke bezeichnet werden sie basiren auf eigenen Anschauungen und persönlichen Erlebnissen des Verfassers. Was Armand schildert, hat er innerhalb 30 Jahren in verschiedenen Staaten jenseits des Oceans und unter den verschiedensten Völkern selbst erlebt. Nicht auf flüchtigen Reisen auf der Eisenbahn hat der berühmte Erzähler Land und Leute oberflächlich beobachtet sondern mit letzteren gelebt, mit ihnen Freud und Leid getheilt. Ar­mands Schriften zeichnen sich durch die darin geschilderten Charactere durch spannende Schreibweise und glühende, farbenprächtige Schilderung der Natur aus, und verdienen auch in dem neuen Gewände bestens empfolen zu werden." In den bis jetzt vorliegenden 24 Lieferungen ist enthalten:An der Jndianergrenze oder Treuer Liebe Lohn", Die alte spanische Urkunde" mitDie Quadrone" und als Fortsetzung und drittes Werk ab Lieferung 19Der Krösus von Philadelphia" Wie uns mitgetheilt wird, ist letzteres Werk auch apart in vier Bogen starken 40 Pfg. Heften zu beziehen, deren es 12 umfassen wird Jede Buch- und Colportagebuchhandlung liefert Probelieferung 1 von Armands Ausgewählte Romano unentgeltlich.

Hunrovistisehes.

Die zänkische Frau. Arzt:Ich finde, Ihr Mann ist sehr angestrengt, ich werde ein Schlafmittel verschreiben, damit er etwas zur Ruhe kommt 1" Gattin des Patienten: Schön, Herr Doctor, wie soll ich ihm das eingeben?' Arzt:Gar nicht; es ist nicht für ihn, es ist für Siel"

In der Physik stund*. Lehrer (gelegentlich eines Experiments in der Optik):Was geschieht, wenn ein Licht in einem Winkel von 45 Grad auf einen Wasserspiegel fällt?' Schüler:Es geht aus"

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Der neue Diener. Herr (beim Engagement eines Dieners):Eines sag ich Ihnen schon heute: ich bin manch- mal sehr grobl" Diener:Und ich erst, gnäd'ger Herr!

Man ziehe scharfem Meerrettig Wasser ab und gebe davon in 1 Liter Milch 2-3 Eßlöffel voll. Die Milch bleibt so 48 Stunden lang süß und gut. Ein anderes Verfahren besteht in Folgendem: Die frisch gemolkene Milch wird sofort in einem Wasserbade bi« auf 4050 Grad R. erwärmt und ungefähr zwei Stunden in demselben belassen; alsdann wird sie bis auf 15 Grad R. wieder abgekühlt. So soll sich die Milch 8 Tage lang vollkommen süß erhalten. Ein drittes Mittel ist Folgender: Ein Stückchen Zucker, in die Milch gethan, macht das Gerinnen derselben unmöglich. Natürlich kann aus der mit Zucker versetzten Milch keine Butter bereitet werden.

Butter dünsten lassen. Auch mit holländischer man sie serviren.

Kindermund. Mutter:Lass' Dich hübsch waschen, der Papa wird sonst bös sein, er hat es befohlen." Weißt Du Mama, er war wirklich ein Fehler, den Papa geheirathet haben."

Junge Bohnen, wie Spargel zubereitet. Ganz junge Böhnchen, besonders von Wachsbohnen, werden geputzt, abgewaschen, wie Spargel in Bündelchen gebunden und in vielem Wasser mit dem nöthigen Salz weich gekocht. Dann läßt man sie ablaufen, richtet sie an und gießt recht schön frische, zerlassene Butter darüber. Man kann auch und Semmelkrume