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Literarisches
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Satyr.
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UmversiMS-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.
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Ist der Staar schädlich? Nein; denn die Staare fallen nicht etwa wegen der Körner in die Getreidefelder ein, sondern um Würmer, Maikäfer, Engerlinge, Ackerschnecken, Raupen und anderes Urgeziefer zu erhaschen. Man kann sich hiervon durch Untersuchen des Mageninhaltes eine« frisch geschossenen Staates, ja selbst durch aufmerksames Beobachten dieser Thiere im Felde leicht überzeugen.
Beruhigend. Ein Amerikaner, der in Ceylon ein Bad zu nehmen wünschte, bat einen Eingeborenen, ihm eine Stelle zu zeigen, die von Krokodilen frei wäre. Der Eingeborene führte ihn an eine Stelle nahe der Mündung des Flusses und hier erfreute sich der Amerikaner am Luxus eines Bades. Als er wieder herauskam, fragte er feinen Führer, weshalb diese Stelle von Krokodilen frei wäre. „Krokodil fürchtet fick vor Haifisch I" antwortete der Singhalese. „Zn viel Haifisch' hier!"
einzige überhaupt nubbringende, denn alles Untergraben von Dünger flach unter die Erdoberfläche hat wenig Zweck, wenn nicht große Regen-, Schnee- oder künstlich zugeführte Waffer- mengen, die Nahrungsstoffe des Dünger» auflösen und in die Liese führen.
Recht sonderbare Hochzeitsgeschenke scheint man in dem nordameri^anischen Staate Dakota zu machen. So erhielt jiingst ein den besten Gefillschastskreisen angehörendes «euvermähltes Paar folgende Geschenke: eine Bulldogge, einen gelben Wachtelhund und ein spanisches Hündchen, eine Pfeife und einen Tabaksbeutel, ein Jagdgewehr, einen Dolch und eine Reiterfl.nte, drei zottige schwarze Hande, einen Dampf- Hohn, eine Violine, eine Mandoline, ein schwarz- und weiß- geflecktes Hündchen, einen englischen Schafhund und ein Paar filberbeschlagene Sattelpistolen.
Sprossen von grünem oder braunem Winterkohl. Nachdem dieselben (im Frühjahr) verlesen und gewaschen, werden sie in Wasser und Salz abgekocht und auf einen Durchschlag gelegt. Dann wird selbiger auf einer Schüssel angerichtet, mit fein gestoßenem Zwieback und Muskat bestreut und eine saure Eiersauce dazu gereicht. Beilagen: Kalbsleber, Kalbsbrust, Nierenschnitten, Eierkuchen, Bratwurst.__
Das Stechen des Spargels. Der Spargel muß in seiner Mehrheit schon geerntet werden, ehe er auf der Oberfläche des Bodens sich zeigt. Auf gut gewalztem Boden kündigt sich das Hervorbrechen einer Spargelstange schon mehrere Stunden vorher durch Bildung einer kleinen Erderhöhung an. Vor dem Abschneiden der Spargelstange ist es unbedingt nothwendig, dieselbe so weit blorzulegen und von Erde zu befreien, als die Länge beträgt, zu der sie gestochen werden soll, also im Allgemeinen 18 bis 22 cm tief. Zu diesem Bloslegen der Stange darf man sich niemals des Messers bedienen, sondern nur der Finger der rechten da sonst die Stangen verletzt werden. Das Stechen des Spargels muß mindestens zwei Mal täglich vorgenommen werden, und zwar in der frühen Morgenstunde gegen 5 bis 6 Uhr, und Nachmittags von 4 bis 5 Uhr beginnend, und wird fortgesetzt, bis alle Beete abgefucht sind. Man rechnet im Allgemeinen eine Arbeiterin für Vi ha, da die Arbeit möglichst zu beschleunigen ist.
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Landwirthschaftliches. Großstädter: „Die Leute sagen, daß nebliges Wetter den Pflanzen schädlich ift." — Gutsbesitzer: „Sehr richtig! Mir sind neulich in einer nebligen Nacht acht Scheffel Kartoffel gestohlen worden."
M o d e st o f f e. Da die weiten Röcke nicht zu verdrängen fin^ bleiben die steifen Wollstoffe stark begehrt; Mohair, Mpacca und Lustre werden diese Saison das Feld behaupten. Man muß jedoch in ihrer Verwendung sehr vorsichtig sein und nur hiezu componirte Fa^ons wählen. Im eben erschienenen Heft Nr. 16 der »Wiener Mode* finden wir aparte Promenade- und Gartepkleider, die für diese Stoffe berechnet sind. Das Heft enthält außerdem englische Toiletten, Lawn- Tennis- und Bicycle-Costüme, originelle Hutformen, sowie dazugehöriges Aufputzmaterial und zahlreiche andere geschmackvolle Garderobestücke. Das Heft ist in jeder Buchhandlung einzeln zu 45 Pfg. zu haben. — Abonnement 2 Mk. 50 Pfg. pro Quartal.
Verjüngung.
Am Auferstehungstage geht
Kein altes Weib — spricht Mohamed — Ein in das Paradies.
Und so erklärt er dies:
Weil Allah sie vorerst verjüngt. Sie mit den Reizen neu beglückt, Die ihre Jugend einst geschmückt Und so in seinen Himmel bringt.
Zumuthung. Student (in das Prosessorenzimm-- tretenb): „Sie entschuldigen gütigst, wer von Ihnen ist Herr Professor Müller?" — Professor: „Der bin ich. Was wünschen Sie?" — Student: „Ich nöchte Sie bitten, mir den Besuch Ihrer Vorlesungen bescheinigen zu wollen!"
Rovellen-Bibttolhi» der gCnfltitün Zeitung. Sammlung ausgewählter Novellen. Achtzehn, r Band. Preis 2 Mark, in Original-Leinenband 3 Mark Verlag von I. I. Weber in Leipzig. — Der so oft gehörte Vorwurf, daß in Deutschland zu wenig Bücher ge kauft würden, ist jetzt durchaus nicht mehr ganz zutreffend, denn heutzutage besitzt jede gebildete Familie ihre eigene Hausbibliothek und setzt ihren Stolz darein, dieselbe alljährlich um so manches gute Werk z« vermehren. Allerdings läßt sich die Anschaffung kostspieliger Bücher nicht gut mit jesem Einkommen ermöglichen, um so dankbarer wird es jedoch von allen Seiten anerkannt, wenn ein wirklich gediegenes und gehaltvolles Werk für einen überaus mäßigen Preis geboten wrrd. Und die Vereinigung dieser Vorzüge läßt sich wohl kaum irgend einem andern Unternehmen in so gerechter Weise nachrühmen wie der „Novellen- Bibliothek der Jllustrirten Zeitung".
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Von dem bekannten Prachtwerke „Meisterwerke der Holz schneidekunstE (Verlag von I. I Weder in Leipzig, Preis jeder Lieferung 1 Mark) sind die ersten sechs Lieferungen des 18. Bandes erschienen. Das Unternehmen hat sich im Laufe der Zeit zunehmend vervollkommnet und die vorliegenden Hefte bieten unbestritten das Beste unter dem Guten, was die Gegenwart in der Holzschneidekunst leistet. Aber nicht allein das, auch die Auswahl ist mit vortrefflichem Kunst- verständniß getroffen und auch der Druck ist eine vollendete Leistung. Wir glauben nicht fehl zu gehen in der Annahme, daß die Freunde des verdienstvollen Unternehmens mit seinen Fortschritten immer zahlreicher werden.
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Der Erziehung der Taubstummblinden ist in jüngster Zeit wiederholt gedacht worden auf Grund von Mittheilungen über in Amerika beobachtete Fälle. Im neuesten Heft von „Bom Ael» zom (Stuttgart, Union Deutsche Verlagsgesellschast, Preis des Heftes 75 Pfg.) wird nun über die Erziehung eines taubstummen und blinden Mädchens berichtet, das in der Familie eines deutschen Taubstummenlehrers, Herrn Otto S. Wolf in Würzburg, Ausnahme gefunden hat und gegenwärtig eine höchst erfreuliche geistige Entwicklung aufzuweisen hat. Der in schlichtem Tone gehaltenen Schilderung des mühsamen Erziehungsweges sind zwei Bilder beigegeben, die dem Leser die Art des Verkehrs der Lehrerin mit dem jungen Mädchen veranschaulichen. Aus dem sonstigen reichen Inhalt des Heftes sind neben bey Romanen „Die Bacchantin" von L. Ganghofer, „Moderne Jugend" von Bianca Bobertag und „Kußwirkungen" von Helene Bühlau eine größere Anzahl von Artikeln zu erwähnen, die der Vielseitigkeit des Blattes das beste Zeugniß ausstellen. Wir nennen die amüsanten und in farbigem Druck originell illustrirten Künstlerfahrten in der Heimath, die mit Bildern reich versehenen Aussätze „Auf heimischer Scholle" von Dr. G. Ruhland, Josö Gallegos von v. Grävenitz, Ein Schweizer Volkstrachtenfest, Die Wiener Congreßausstellung, Pariser, Venetianer Plaudereien :c. — Literarischer und künstlerischer Inhalt zeigen vornehmen Geist und die Ausstattung ist einfach mustergiltig.


