iulffitiae NaLriLt aettieai--- in Romanen kommen in l
solchen Fällen immer Depeschen an oder Eilbriefe - probier« mit der Depesche — hernach ihr geschrieben--am Ende
verwindet sie'«, wer weiß, wie bald!"
Nun kam ich mir mit diesem Vorschläge selber als ein niederträchtiger Heuchler vor; denn Sonny schien mir gar nicht danach geschnitten, ihre Liebe rasch über Bord zu wersen. Aber — sacre bleu — man mußte doch 'was sagen I
Sitzen also noch und starren uns an wie ein paar Oel- götzen, da kommt der Kellner und setzt «e Bowle auf den Tisch. Rothspohn und Sect auf Ananas. Und gleich mit ihm
Mte°'sich eigentlich schon längst nach 'ner soliden Kneip' gelegenheit gesehnt, und wenn'» auch nur Trauersect gäbe, weil er nun die brave Schwägerin so bald missen wurde I fUt$' ,Me^nd"ja"ohnchi/ein saßhafter Herr, wie ich heute früh schon bemerkte; so geben Sie mir gewiß keinen Korb, sagte^er^frischwe^ib^ _ meinte er mich natürlich. I
Scheusal I dachte ich. Was Apel dachte, konnte ich ihm nicht genau anmerken. Wir mußten aber bleiben. War ein verrücktes ^^"undheit des Brautpaares noch 'mal begossen, dann die übliche glückliche Zukunft der beiden, und dann Frau Cölesttne und dann — na, egal weiter.
Wie der Ditto die Lonny 'rausstrich I Was haste, was krieaste l Und wir zwei ihm Alles geglaubt, nur zu gern, blos mit dem niederträchtigen „Aber" als Hintergedanken:
Einmal" kam's mir so vor, als ob aus dem Kerl nur die Freude spräche, die Schwägerin aus dem Hause zu kriegen, Er konnte ja auch Nerven haben, und ihr nächtliches Gesäge jetzt in der Sommersrische — 's kam aber anders.
So beim sechsten Glase kam er auf den Hotelwechsel zu sprechem^s Nacht nicht aushalten können, weil neben, an ein Mensch rumort hätte, als stände Saßnitz in Flammen. K»<md« Ammer aber Sitte derMrlh nl® schab ! ° wiire er nach Quistsana gezogen. Blos wegen seinem bischen ^^Mo"er schnarchte I Erhalte den Anlaß gegeben, daß ich - Er gab's abernoch saftiger. Er hätte freilich gleich wohl bemerkt, daß sein lautes Athmen, das nun 'mal ein Construc- tionssehler an seinem Riechorgan sei, dem Zimmernachbar lästig geworden wäre und er könnte ihm das halb und halb Mchsühlen; denn seine Frau - L .
„Ihre--Frau!" fragte ich und dachte: also die
Kritik. Parlamentarier: „Nun, was sagt en 8« meiner gestrigen Rede über dieNothlage
- Journalist: „Sie hat allgemeines Mitleid erregU^
auch?
Ditto ließ die Löffel hängen.
„Meiner Frau ist es auch unangenehm," antwortete er. „Für unsere Reise haben wir deßhalb die Einrichtung getroffen, daß sie mit Lonny zusammen ein Zimmer bewohnt, und ich ein anderes. So hat sie doch Ruhe."
Apel spitzte die Ohren, und wie mir wurde--I»,
meine Herren, das kann ich Ihnen schwer beschreiben- Da« blitzte und donnerte und brauste nur so in meinem Hirnkasten 'rum. Bloß daß die Andern es nicht hören konnten.
„Sie entschuldigen, Herr Ditto —" sage ich ; „Sie übernachteten die letzte Nacht neben mir ?"
Natürlich schüttelt er den Kopf und lachte.
„Nein, Herr Hauptmann, das können Sie nicht verlangen. Hätt's schon allenfalls thun mögen, aber wissen Sie, meine Frau - so die Nacht durchkneipen, das —" ö „So meinte ich's nicht," antwortete ich. „Aber soll ich Ihnen sagen, wem Sie die erste Saßnitzer Nacht verdorben baben? Wer dabei in seiner Verzweiflung ein paar Fichten- möbel über den Haufen warf? - Das war meine Wenig- kett, bester Herr. Und wen Sie in der zweiten Nacht aus ________________
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm UiriverfitNs-Buch- und Stemdruckerei (PictschLScheYd)
seinem Bette und vor die Flasche auf der Veranda hier ge« trieben haben? — Da« war der Hauptmann Pitsch.
Nun mar auch an ihm die Reihe, einmal verblüfft zu werden. , . ,, .
„Sie übernahmen doch gestern zwei hintereinanderliegende Zimmer?" examinirte ich weiter.
10 „Ganz richtig!" nickt er. „Merkwürdige Dinger, aber die einzigen, die noch zu haben waren. Vorn ein langer, schmaler Kasten — der war für mich; dahiMer ein etwas größeres Gemach für meine Frau und deren Schwester.
Da war's! — Der Has' im Pfeffer!
Also nicht Lonny — Im Gegentheil, ihre Unschuld bewiesen, so sonnenrein! , ,
Nun konnte ich ja mit dem Verlieben wieder von vorn anfangen, aber ich hatte ja noch gar nicht damit aufgehört. Mir war's ganz miserabel.
Währenddem springt Apel plötzlich auf und sallt Ditte um den Hals, daß der nicht weiß, ob der Auserkorene seiner Schwägerin nicht plötzlich den Rappel kriegt. Dann wir ihn aufgeklärt, und unser Schnarch ürst hä t sich den Bauch — er hatte nämlich schon so nen Ansatz dazu — vor
fam nun eigentlich höchst überflüssig vor. Und
I hatte mir erst noch großartig eingebildet, daß die Ditto 6 nut meinetwegen in die« Quistsana gezogen waren.Putzigwar doch, daß sie mir so stramm nachfolgten. Aber auch dar klärte Ditto auf. Sie hätten keine Ahnung gehabt, wo 4 geblieben wäre, und daß sie am gestrigen Nachmittag, wo ich sie stecknadelkopfartig gesucht Hatte, einen weiten Spaziergang unternahmen — das wäre eigentlich — er dürfe es jetzt, do Lonny meinem besten Freunde gehöre, ia "»hl zugeben A Lonny's Veranlassung geschehen. Meine Aufmerksam ^ hatten ihr zu verfänglich geschienen, zumal seine Frau MeM gegen Lonny so'n Wort hätte fallen lassen, als ob ich Absichten hätte — na, ich verstände ja wohl.
I Dabei hebt der Mensch sein Glas und ich muß mit ihm ansto^n. Ditto's — hätten ja nicht geahnt, daß Lonny sich nicht mehr ganz frei gefühlt habe, aber nun und ^Fünfzehntes Anstoßen auf das Brautpaar! War mir doch nunmehr colossal zuwider.
Apel sieht mich an, fo sonderbar. —
Ich sehe ihn an.
Herr Ditto uns beide.
„Apel," sage ich, „wie nun mit Skandinavien? Ich sah«
Da drückt er mir die Hand, daß die Knochen knacken- „Ich kann doch nicht -** sagt er und sieht mir in» I Auge wie ein Hund, der einem 'ne Wurst gestohlen hat.
„Nein, nein," antwortete ich. „Laß mich »ur; morge früh-- Kerls, Ihr könnt mich braten, wenn s nicht wahr ist — ich — mußte mich erst 'mal schneuzen.
Am folgenden Tage stand ich schon auf dem Stettin»! Dampfer.
„Un^hast ^sie"alsö nie wiedergesehen?" fragte Wolstum lächelnd.
„Wen?" knurrte Pitsch.
',Nun sie - die Braut Deines Freunde«."
Lonnv?--Nanu, warum denn nicht! Schon zwei
mal Pathe bei ihr geworden. Man ist doch kein Schuhung» mehr . . .
O-rmnschtes.


